Witali Klitschko heiß auf Open-Air

SID
Montag, 24.05.2010 | 16:33 Uhr
Witali Klitschko (l.) gewann bisher 39 seiner 41 Kämpfe
© Getty

Locker, leger und mit Drei-Tage-Bart: Äußerlich entspannt, aber gewohnt professionell hat sich WBC-Weltmeister Witali Klitschko auf seine Open-Air-Premiere vorbereitet. "Ich habe immer davon geträumt, in einem Stadion zu boxen. Ich fühle mich topfit", sagte der 38-jährige Ukrainer auf einer Pressekonferenz zum Stand seiner Vorbereitung auf die Titelverteidigung gegen den polnischen Schwergewichts-Europameister Albert Sosnowski am Samstag in der Arena auf Schalke

Rund 35.000 Tickets sind bislang verkauft. Witalis Bruder und Zweifach-Weltmeister Wladimir Klitschko hatte bereits zweimal im Stadion geboxt. 2009 verfolgten in Gelsenkirchen 61.000 Zuschauer den Sieg in Gelsenkirchen gegen den Usbeken Ruslan Chagaev, im März hatte 50.000 Zuschauer in Düsseldorf den K.o.-Sieg gegen Eddie Chambers live miterlebt.

Zur Verfügung stehen diesmal auf Schalke laut Klitschko-Manager Bernd Bönte 50.000 Karten. "Ich hatte eine perfekte Vorbereitung und bin hierhergekommen, um Geschichte zu schreiben", sagte Herausforderer Sosnowski.

Der 31-Jährige weist einen respektablen Kampfrekord von 45 Siegen, einem Unentschieden und zwei Niederlagen auf. 27-mal gewann er vorzeitig. Die Konkurrenz war allerdings auch noch nicht von der Güte eines Witali Klitschko, der 37 seiner 39 Siege vorzeitig feierte.

Klitschko beeindruckt von Sosnowski

Aber der Weltmeister, der mit seinem Bruder eine Agentur KMG betreibt und seine Kämpfe selbst promotet, pumpte seinen nur Insidern wirklich bekannten Kontrahenten natürlich ein wenig auf.

"Ich habe mir Videomaterial von seinem Training angesehen und muss sagen, dass ich sehr beeindruckt bin. Er präsentiert seinen Körper sehr gut durchtrainiert. Das ist gut. Er wird alles geben, er hat nichts zu verlieren", erklärte der Champion.

"Das wird eine Schlacht"

Aus diesem Grund hat Witali Klitschko im Training auch richtig reingehauen, schließlich ist er ja auch nicht mehr der Jüngste.

Von 118 Sparringsrunden unter Wettkampf-Bedingungen berichtete Trainer Fritz Sdunek. "Die Chance hat jeder. Im Sport ist ja bekanntlich alles möglich. Aber wir werden die richtige Antwort parat haben", sagte Sdunek, der beide Klitschkos bereits trainierte.

Und am Ende machte Witali Klitschko nochmal richtig Werbung, denn seine Premiere soll ja auch auf größtmöglicher Bühne stattfinden: "Wer sich den Kampf am Samstag anschaut, wird ihn lange in Erinnerung behalten. Das wird eine Schlacht."

Siege für Tajbert und Chagaev

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