Donnerstag, 01.05.2008

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Zwei Pfund Fallobst für de la Hoya?

München - Als Vorbereitung für den WM-Rückkampf gegen Floyd Mayweather jr. im September stellt sich Ex-Weltmeister Oscar de la Hoya am Samstag im Home Depot Center in Carson/Kalifornien dem früheren Super-Federgewichts-Champions Steve Forbes.

boxen, oscar de la hoya, floyd mayweather jr.
© Getty

Der Golden Boy wird dabei nicht allein wegen des Größenunterschieds als haushoher Favorit gehandelt.

"Forbes hat eine gute Technik, er ist ein solider Allround-Kämpfer. Aber er hat nicht die Schläge, um sich De la Hoya vom Leib zu halten. Es wäre schon ein moralischer Sieg für ihn, wenn er über die volle Distanz gehen und vielleicht sogar ein paar Runden gegen gewinnen könnte", sagte Box-Experte Graham Houston bei "ESPN.COM".

Der 31-jährige "2 Pound" Forbes sieht allerdings seine große Stunde gekommen. "Ich verspüre keinerlei Druck. Jeder erwartet doch, dass ich verliere. Aber ich werde zeigen, was in mir steckt. Auf diese Chance habe ich mein Leben lang gewartet", verkündete er.

 

Forbes hatte im Dezember 2000 den WM-Titel im Super-Federgewicht nach IBF-Version gegen John Brown gewonnen. Nach einer erfolgreichen Titelverteidigung verlor er den Gürtel im August 2002 schließlich am grünen Tisch, weil er das Gewichtslimit bei seiner zweiten Titelverteidigung gegen David Santos überschritten hatte.

Comeback im Reality-TV 

Damals schien Forbes Karriere fast vorbei. "Tief in mir wusste ich aber, dass ich zurückkommen werde. Ich war noch längst nicht über dem Zenit. Also habe ich einfach nicht aufgegeben", so "2 Pound".

Eine Reality-TV-Show in den USA brachte Forbes dann wieder in die Schlagzeilen. Beim angesehenen Box-Contest "The Contender" wurde er Zweiter hinter Grady Brewer. Es folgte eine strittige Punktniederlage gegen Demetrius Hopkins, den Neffen von Bernard Hopkins, und ein Punktsieg gegen Francisco Bujado, womit er offenbar auch De la Hoya nachhaltig beeindrucken konnte. Denn der Anruf folgte wenige Tage später.

De la Hoya stapelt tief 

De la Hoya sieht sich selbst nicht unbedingt als den großen Favoriten. "Ich habe für diesen Kampf trainiert, als wäre es der Wichtigste meines Lebens. Stevie Forbes wird alles geben, es ist sein Traum-Kampf", so der Golden Boy.

Der 35-Jährige hat offenbar aus den Fehlern der Vergangenheit gelernt. 2004 hatte der gebürtige Mexikaner einen überaus strittigen Punktsieg gegen Weltmeister Felix Sturm gelandet, und danach zugegeben, dass er den Deutschen damals unterschätzt hatte.

Abraham nächster Gegner?

Nach dem Fight gegen Forbes und dem geplanten Rematch gegen Mayweather jr. könnte De la Hoya wieder ein Weltmeister aus Deutschland gegenüber stehen. Nach Berichten der "Netzeitung" wird vermutet, dass Mittelgewichtler Arthur Abraham mit einem Fight gegen den Superstar, den US-Markt erobern möchte. Nicht zuletzt, weil dort die Börsen auch in den niedrigeren Gewichtsklassen höher sind als in Europa. 

Sollte de la Hoya jedoch bereits gegen Forbes als Verlierer aus dem Ring steigen, müsste sich Abraham wohl ein anderes "Sprungbrett" suchen.

Carolin Blüchel

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