Beachvolleyball

Für Olympia: "Quälen lohnt sich"

SID
Katrin Holtwick und Ilka Semmler wollen unbedingt über die WM zu Olympia nach Rio
© getty

Beim Training im herbstlichen Berlin helfen Katrin Holtwick und Ilka Semmler schon jetzt die Gedanken an die heiße Copacabana. "Jeder Moment bei Olympia lohnt sich. Und es lohnt sich, sich in den vier Jahren Qualifikation dafür zu quälen", sagte Semmler im ZDF Morgenmagazin. Die Sommerspiele 2016 in Rio de Janeiro sind das große Ziel des Duos - bei der am Samstag in den Niederlande beginnenden WM gibt es dafür wichtige Qualifikationspunkte.

"Wir wollen eine Top-5-Platzierung, vielleicht sogar noch etwas mehr", sagte Holtwick vor ihrem ersten Match am Samstag in Rotterdam gegen Fabiana Gomez/Maria Eugenia Nieto aus Uruguay. Im ungemütlichen Nieselregen der Hauptstadt bereitete sich das deutsche Topteam in den vergangenen Tagen auf das Highlight des Jahres vor, am Freitag geht es dann zur Beach-WM der Superlative.

Erstmals wird die Vorrunde mit jeweils 48 Teams bei Männern und Frauen in vier Städten gespielt: Amsterdam, Rotterdam, Den Haag und Apeldoorn. Außerdem sichern die Weltmeister ihren Nationen erstmals direkt einen Olympia-Startplatz.

Neben Holtwick/Semmler (Essen) kämpfen bei den Frauen die Vizeweltmeisterinnen Karla Borger/Britta Büthe (Stuttgart) sowie Laura Ludwig/Kira Walkenhorst (Hamburg) und Chantal Laboureur/Julia Sude (Stuttgart/Friedrichshafen) um Medaillen. Bei den Männern treten die WM-Dritten Jonathan Erdmann/Kay Matysik (Berlin) und Alexander Walkenhorst/Stefan Windscheif (Kiel/Hamburg) für den Deutschen Volleyball-Verband (DVV) an.

Olympia als letztes Highlight?

Bei einer erfolgreichen Qualifikation könnte das Turnier am brasilianischen Traumstrand im kommenden Jahr in Rio für Holtwick (31) und Semmler (29) vielleicht schon das letzte Highlight ihrer Karriere werden. Seit zehn Jahren spielen beide Seite an Seite, schafften es bei Olympia 2012 in London bis ins Achtelfinale und wurden Neunte. In dieser Saison läuft es allerdings noch nicht nach Plan, über Rang neun kamen die Wahl-Berlinerinnen nicht hinaus. "Mehr Konstanz" erhofft sich Semmler deswegen für die WM.

Die EM-Vierten von 2013 gehen als erfahrenstes Team in das Turnier, kein anderes Duo tritt schon zum vierten Mal bei einer WM an. Auf den großen WM-Erfolg warten sie jedoch noch: Nach einem neunten (2011) und zwei 17. Plätzen (2009/2013) soll es eine klare Steigerung geben. Darauf hofft auch der DVV, nachdem es bei der WM 2013 im polnischen Stare Jablonki überraschend zweimal Edelmetall gegeben hatte. Den bislang letzten deutschen WM-Titel holten die späteren Olympiasieger Julius Brink und Jonas Reckermann 2009 in Stavanger/Norwegen.

In diesem Jahr ist der Weg zu Gold besonders lang. Aus den zwölf Vorrundengruppen mit jeweils vier Teams qualifizieren sich die Erst- und Zweitplatzierten sowie die acht besten Gruppendritten für die K.o.-Phase. Diese findet zunächst in den Vorrundenorten statt, ehe es für die Halbfinals und das Endspiel (5. Juli) nach Den Haag geht.

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