Balkan-Power rocks

Von Marc-Oliver Robbers
Dienstag, 17.09.2013 | 16:19 Uhr
Die Balkan-Staaten dominieren die Zwischenrunde: Kroatien führt das Power Ranking der Top 8 an
© getty
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Die EuroBasket 2013 in Slowenien (Jeden Tag ein Spiel im LIVE-STREAM FOR FREE bei SPOX) geht in die heiße Phase. Noch acht Mannschaften sind im Turnier und die Zwischenrunde hat die Kräfteverhältnisse erneut heftig durcheinander gewürfelt. Kommt der Europameister vom Balkan? Finden Spanien und Frankreich ihre Form wieder?

1. Kroatien (3-0, 4-1)

Die Stars: Dario Saric (Cibona), Ante Tomic (FC Barcelona), Bojan Bogdanovic (Fenerbahce)

Vor der EM galt Kroatien nicht unbedingt als Mitfavorit, aber nach der Zwischenrunde muss man den Balkanstaat auf jeden Fall dazuzählen. Ohne Niederlage ging es durch die schwere Gruppe F. Dabei gab einen Blowout-Sieg gegen Finnland und Erfolge gegen die Topteams Italien und Griechenland. Vor allem die Partie gegen Hellas zeigte die Klasse der Kroaten. Obwohl schon sicher qualifiziert, kämpften sie sich gegen die zum Siegen verdammten Griechen durch zwei Verlängerungen und entschieden das Match für sich. Neben Bojan Bogdanovic deutet vor allem der 19 Jahre alte Dario Saric seine Klasse an. Gegen die Ukraine ist ein Sieg Pflicht.

2. Serbien (2-1, 4-1)

Die Stars: Nenad Krstic (ZSKA Moskau), Nemanja Nedovic (Golden State Warriors), Nemanja Bjelica (Fenerbahce)

Auch Serbien qualifizierte sich als Gruppenerster für das Viertelfinale. Einem klaren Sieg gegen Belgien folgte eine überraschende Niederlage gegen Ukraine. Aber dann schlugen sie die Franzosen deutlich und überzeugend. Nenad Krstic spielt ein überragendes Turnier und Nemanja Nedovic zeigt als Ersatz für den verletzten Milos Teodosic, warum er in der kommenden Saison für die Golden State Warriors spielen wird. Mit den Serben ist auf jeden Fall zu rechnen, auch wenn im Viertelfinale mit Spanien natürlich ein dicker Brocken wartet.

3. Litauen (3-0, 4-1)

Die Stars: Jonas Valanciunas (Toronto Raptors), Donatas Motiejunas (Houston Rockets), Linas Kleiza (Fenerbahce), Mantas Kalnietis (Lokomotive Kuban)

Nach einer durchaus holprigen Vorrunde hat sich Litauen gefangen. In der Zwischenrunde gab es drei souveräne Siege, darunter ein klarer Erfolg gegen Frankreich. Wobei natürlich die Partien gegen die Ukraine und Belgien nicht als Gradmesser dienen. Die Balten bestechen allerdings durch einen tiefen Kader und sind im Grunde nicht auszurechnen. Bestes Beispiel sind dabei Jonas Valanciunas und Donatas Motiejunas, die nur dosiert eingesetzt werden, dann aber sofort überzeugen. Im Viertelfinale gegen Italien ist Litauen auf jeden Fall Favorit.

4. Slowenien (2-1, 3-2)

Die Stars: Goran Dragic (Phoenix Suns), Bostjan Nachbar (FC Barcelona), Zoran Dragic (Unicaja Malaga)

Der Gastgeber wird auf einer Euphoriewelle durchs Turnier getragen und anders als in den vergangenen Jahren, brechen die Spieler dieses Mal nicht unter dem Druck zusammen. Goran Dragic zeigte gegen Griechenland ein überragendes Spiel. Auch Italien wurde souverän geschlagen. Außerdem konnte man sich im letzten Spiel gegen Finnland den Luxus leisten und viele Leistungsträger über weite Strecken schonen. Der Ausgang hatte keinen Einfluss auf die Platzierung in der Gruppe. Jetzt wartet mit Frankreich der nächste Härtetest, aber mit dem fanatischen Publikum im Rücken sollte auch dies absolut machbar sein.

5. Italien (1-2, 3-2)

Die Stars: Marco Belinelli (San Antonio Spurs), Luigi Datome (Detroit Pistons), Alessandro Gentile (Olimpia Milano)

Nach der perfekten Vorrunde sahen viele die Italiener bereits als Geiheimfavoriten auf den Titel. Die Zwischenrunde brachte dann allerdings ein wenig Ernüchterung. Gegen Slowenien und Kroatien gab es Niederlagen. Dennoch war die Squadra Azzurra bereits vor dem letzten Spiel gegen Spanien für die Ko.-Runde qualifiziert. Doch Italien hatte sich fest vorgenommen, nicht auch noch das dritte Zwischenrundenspiel zu verlieren und zwang die Iberer nach Overtime in die Knie. Das gibt Selbstvertrauen für das Spiel gegen Litauen. Gegen die Balten muss aber schon alles perfekt laufen, damit es für die Italiener ins Halbfinale geht.

6. Spanien (1-2, 2-3)

Die Stars: Marc Gasol (Memphis Grizzlies), Ricky Rubio (Minnesota Timberwolves), Jose Calderon (Dallas Mavericks), Rudy Fernandez (Real Madrid)

Die Dominanz vergangener Jahre haben die Spanier definitiv eingebüßt. Die Kritik an Coach Juan Orenga wächst stetig - vor allem im eigenen Land. Natürlich fehlen mit Pau Gasol, Juan Carlos Navarro und Serge Ibaka drei absolute Leistungsträger im Team der Iberer, aber die Spieler, die Orenga zur Verfügung hat, verkörpern immer noch weltklasse. Außer Gasol zeigte sich aber bislang kein Spieler wirklich konstant. Ricky Rubio enttäuscht auf ganzer Linie und erfahrene Akteure wie Rudy Fernandez oder Jose Calderon sind nur Mitläufer. Zudem schwimmt latent immer eine Spur Überheblichkeit mit. Läuft es normal, sind die Spanier weiterhin nicht zu schlagen, aber normal lief es bei diesem Turnier nun einmal selten.

7. Frankreich (1-2, 3-2)

Die Stars: Tony Parker (San Antonio Spurs), Boris Diaw (San Antonio Spurs), Nicolas Batum (Portland Trail Blazers), Mickael Gelabale (BC Khimki)

Ähnlich wie Spanien werden die Franzosen in diesem Turnier ihren eigenen Ansprüchen nicht gerecht. In der Zwischenrunde gab es nur den Pflichtsieg gegen Lettland, die Partien gegen Teams auf Augenhöhe gingen klar verloren und so ist die Equipe Tricolore gegen Gastgeber Slowenien keinesfalls Favorit. Jetzt ist vor allem Tony Parker gefordert, der im Point-Guard-Duell mit Goran Dragic zeigen muss, dass er den Unterschied ausmachen kann.

8. Ukraine (1-2, 2-3)

Die Stars: Eugene Jeter (Shandong Lions), Maxym Korniyenko (BC Donetsk), Sergii Gladyr (vereinslos)

Eigentlich hatten wir die Ukraine ja bereits in der Zwischenrunde abgeschrieben, doch das Team von Mike Fratello erweist sich als Überlebenskünstler und steht nun überraschend im Viertelfinale. Die Osteuropäer ließen mit einem Sieg gegen Serbien aufhorchen. Umso bemerkenswerter ist dabei die Tatsache, dass sie zuvor eine ganz böse Abreibung von Lettland kassierten. Doch die Balten verloren gegen Belgien und schlugen sich somit die Tür für das Viertelfinale selbst zu. Gegen Kroatien sind die Ukrainer klarer Außenseiter, aber das waren sie ja bereits das ganze Turnier.

Der Spielplan der EuroBasket 2013

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