Gruppe E: Frankreich - Lettland 102:91

Frankreich spaziert ins Viertelfinale

Von Marc-Oliver Robbers
Freitag, 13.09.2013 | 23:10 Uhr
Frankreichs Center Alexis Ajinca zeigte mit 25 Punkten sein bestes Spiel bei dieser EM
© getty
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Frankreich zieht mit einem klaren 102:91-Sieg über Lettland ins Viertelfinale der EuroBasket 2013 an. Vor allem in der ersten Hälfte dominieren Tony Parker, Nicolas Batum und Co. nach Belieben.

Parker kam am Ende auf 23 Punkte, Batum zeigte mal wieder seine Allrounder-Fähigkeiten mit 19 Punkten, 10 Rebounds und 6 Assists. Ein richtig gutes Spiel machte zudem Center Alexis Ajinca mit 25 Punkten.

Auf lettischer Seite, die zeitweise auf eine Blamage zusteuerten, konnte einzig Dairis Bertans mit 28 Punkten überzeugen. Durch Frankreichs Sieg sind die Franzosen, Litauen und Serbien für das Viertelfinale qualfiziert.

Stimmen:

Vincent Collet (Head Coach Frankeich): "Wir haben das zweite Viertel kontrolliert und sind dann gut ins dritte Viertel gestartet, aber Lettland ist ein sehr gutes Team, hat mit sehr viel Herz gespielt und nie aufgegeben. Wir haben zwei Punkte gemacht und sie drei. Sie waren fantastisch in den letzten 12 Minuten."

Nicolas Batum (Frankreich): "Wir hatten einen richtig guten Start, vor allem in der Defensive. Das hat zu guter Offensive geführt. Wir hatten dann einen super Start ins dritte Viertel. Dann haben wir aber ein wenig relaxt und sie haben teilweise verrückte Dreier getroffen."

Ainars Bagatskis (Head Coach Lettland): "Sie haben aggressiven Basketball gespielt, wie ein erfahrenes Team, das sie nun einmal sind. Spät im Spiel als wir unsere Emotionen besser im Griff hatten, kamen wir ins Spiel zurück. Wir waren nahe dran, uns Frankreich zu schnappen."

Der SPOX-Spielfilm:

Vor dem Tipoff: Frankreichs Coach Vincent Collet schickt die gleiche Fünf wie gegen Litauen aufs Parkett. Es starten Parker, Gelabale, Batum, Diaw und Ajinca. Be Lettland spielen Strelnieks, Bertans, Janicenoks, Berzins und Selakovs.

8.: Was für ein dummes Foul! Kuksiks räumt Batum beim Dreier ab. Der darf an die Linie und verwandelt alle. Schon 8 Punkte für den Trail Blazer. 25:13 Frankreich!

11.: Autsch! Skele zieht zum Korb, wird aber ganz übel von Ajinca abgeräumt! Monster-Block aus dem Lehrbuch! Weiter 31:15!

14.: In your face! Kuksiks nimmt den Dreier trotz der Hand von Diot im Gesicht. Drin! Aber immer noch 22:37 aus lettischer Sicht.

20.: Signalwirkung für die zweite Hälfte? Strelnieks versenkt den Buzzerbeater für drei! 52:35 für Frankreich zur Pause.

27.: Jetzt lassen die Franzosen es zu locker angehen. Strelnieks mit einem einfachen Korbleger. Nur noch 13 Punkte Rückstand.

30.: Geht da doch noch etwas? Erst bekommt Blums den offenen Dreier, dann darf Freimanis den Fastbreak laufen und plötzlich sind es nur noch 9 Punkte Rückstand.

39.: Was für eine überragende Aktion! Parker schickt seinen Gegenspieler zweimal ins Leere und macht dann Korbleger. Einen Angriff später punktet er per Floater! 98:88.

40.: Das Ding ist durch! Diaw darf noch einmal per Korbleger punkten. Frankreich gewinnt 102:91.

Der Star des Spiels: Nicolas Batum. Rehabilitation geglückt. Nachdem der Swing Man gegen Litauen einen gebrauchten Tag erwischt hatte, zeigte er gegen Lettland eine richtig gute Leistung. Zwar ließen die Letten ihn auch gewähren, aber Batum fand die Sicherheit in seinem Wurf wieder und zeigte zudem auch seine bekannte Stärke im Rebound. Im Schlussviertel hielt er sich zurück und kam so am Ende auf 19 Punkte, 10 Rebounds und 6 Assists. Ebenfalls stark: Alexis Ajinca, der in Zone von keinem Letten in den Griff zu bekommen war und 25 Punkte erzielte.

Der Flop des Spiels: Kristaps Janicenoks. Der bisherige Topscorer der Letten fand im Grunde überhaupt nicht statt -weder offensiv noch defensiv. So konnte der Backcourt der Franzosen nach Belieben agieren. Am Ende stand Janicenoks bei kümmerlichen 3 Punkten und 4 Assists.

Analyse: Frankreich hatte die klare Niederlage gegen Litauen sichtlich gewurmt. Die Equipe Tricolore startete sehr fokussiert in die Partie und wollte gleich für klare Verhältnisse sorgen. Und Lettland? Die machten das Spiel mit.

Die Balten verteidigten viel zu lasch und ließen Frankreich gewähren. Parker und Co. zeigten gutes Ball-Movement und fanden so immer wieder den offenen Wurf. Vor allem Batum rehabilitierte sich direkt für sein schwaches Spiel am Mittwoch und streute Wurf um Wurf ein.

Frankreich dominierte zudem die Zone. Center Ajinca konnte nach Belieben wüten, auch die Reboundarbeit war komplett in französischer Hand. Lettlands Coach Ainars Bagatskis tobte förmlich an der Seitenlinie. Keine Verteidigung, kein Druck, keine Einstellung. Defensiv war es ein lettischer Offenbarungseid.

Einzig Bertrans stemmte sich zumindest offensiv dagegen. Der Shooting Guard hatte zur Halbzeit 14 Zähler auf dem Konto. Lettland versuchte es aber fast ausschließlich vom Perimeter. Aufgrund der geringen Gegenwehr tendierten die Franzosen daher zeitweise dazu, selbst ein wenig nachlässig zu agieren. Zur Pause führte Frankreich aber immer noch mit 17 Punkten.

Die lettische Kabinenpredigt, die es sicher gegeben hatte, zeigte keine Wirkung. Frankreich durfte weiter machen, was es wollte. Die Equipe Tricolore hielt das Tempo hoch und suchte immer wieder den Abschluss in der Zone. Entweder schnitten die Guards zum Korb oder bedienten Ajinca, den kein lettischer Big Man der Letten kontrollieren konnte.

Gegen Ende des dritten Viertels verloren die Franzosen dann aber den Rhythmus und nahmen das Spiel zu leicht. Diesen Laissez-faire-Modus bestraften die Letten und knabberten den Vorsprung immer weiter ab. Die Balten verteidigten viel energischer und zwangen die Franzosen so auch mal zu schwierigen Würfen.

Trotzdem hatte man nie das Gefühl, dass Frankreich das Spiel noch aus der Hand geben könnte. Wenn es nötig wurde, erhöhten sie wieder die Schlagzahl. Dennoch hätte das Team von Vincent Collet den Sack viel früher zumachen müssen. Letztendlich stehen die Franzosen verdient im Viertelfinale der EM, Lettland muss nun gegen Belgien gewinnen und auf Schützenhilfe von Litauen hoffen.

Der Spielplan der EuroBasket 2013

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