EM-Test: Deutschland - Schweden 78:66

Mit Edelfan Nowitzki: DBB für EM bereit

Von Für SPOX in Bamberg: Haruka Gruber
Freitag, 30.08.2013 | 21:39 Uhr
Deutschland bestreitet seinen EM-Auftakt gegen Frankfreich
© getty
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Die deutschen Nationalmannschaft hat in Bamberg mit einem nie gefährdeten 78:66-Erfolg über EM-Teilnehmer Schweden eine gelungene Generalprobe gefeiert. Und das vor den Augen von Dirk Nowitzki, der den Heimaturlaub nutzte, um sich die Partie in der Stechert Arena anzuschauen.

Am Montag reist das DBB-Team in die slowenische Hauptstadt Ljubljana, wo am Mittwoch der Auftakt zur Europameisterschaft gegen Turnier-Mitfavorit Frankreich ansteht. SPOX übertragt das Spiel live (ab dem 4. September jeden Tag ein Topspiel im LIVE-STREAM FOR FREE bei SPOX).

Mit Kapitän Heiko Schaffartzik (17 Punkte) und Tibor Pleiß (12) zeigten sich die beiden vermeintlich wichtigsten Spieler in starker Form. Bei Schweden erzielte NBA-Profi Jeffery Taylor (25) die meisten Punkte.

Stimmen:

Frank Menz (Bundestrainer): "Das war ganz wichtig, das letzte Spiel so zu gewinnen. Wir haben mit Selbstvertrauen und Leidenschaft als Team gespielt. Wir hatten ein wahnsinnig schweres Programm. Die Mannschaft weiß, was sie leisten kann."

Der SPOX-Spielfilm:

Vor dem Tipoff: Das DBB-Team mit der auch beim EM-Auftakt gegen Frankreich zu erwartenden Formation: Schaffartzik, Staiger, Giffey, Benzing, Pleiß.

Bei Schweden steht von den beiden NBA-Profis nur Jeffrey Taylor (Charlotte) in der ersten Fünf. Jonas Jerebko (Detroit) pausiert angeschlagen. Interessanter Spieler auf der Bank: das 17-jährige Supertalent Ludvig Hakanson (Barcelona).

3.: Das DBB-Team mit gutem Start: Pleiß mit zwei schnellen Körben am Brett. 6:0 Deutschland.

10.: Keine herausragende, aber ordentliche Leistung der Deutschen im ersten Viertel. Die Wurfquote erstaunlich gut (50 Prozent), die Ballverlusten hingegen weiter zu hoch (5). 17:11 Deutschland.

13.: Ist Benzing als Power Forward eine Schnapsidee? Er selbst sagt: Nein! Zweiter erfolgreicher Move direkt am Korb in kurzer Zeit, diesmal zieht er sogar den Bonus-Freiwurf. Schon 9 Punkte. 26:15 Deutschland.

15.: Charlotte-Swingman Taylor macht Ernst: 6 Punkte in 2:42 Minuten für Schweden. Nur noch 26:22 Deutschland.

18.: Das DBB-Team kommt ins Rollen: Staiger mit herrlichem No-Look-Pass auf Zirbes, der per Korbleger vollendet. 37:26 Deutschland.

24.: Grade ist ein Duell Deutschland vs. Taylor. Aber ein NBA-Profi ist auch zu wenig: Das DBB-Team mit gutem Ball Movement und guter Wurfauswahl. Wie beim erfolgreichen Dreier von Tadda aus der Ecke. 53:38 Deutschland.

30: Massig Turnover (4 Ballverluste in 12 Minuten), aber schon mit den Punkten 8 und 9: Zirbes macht auf sich aufmerksam. 62:47 Deutschland vor dem letzten Viertel.

34.: Das DBB-Team nicht mehr so zwingend. Leichte Treffer für Schweden am Korb. Nur noch 71:60 Deutschland.

40.: Zwar kommen die Schweden noch zu sechs Punkten in der Schlussphase, für eine Aufholjagd reicht es aber nicht mehr. Am Ende bleibt's beim 78:66.

Der Star des Spiels: Heiko Schaffartzik. Rechtzeitig vor der EM war wieder Zeit für ein Heiko-Moment. Nach einem durchwachsenen Supercup meldete sich der Captain mit einer grandiosen Leistung zurück. Nach 3 Vierteln wurden für ihn 15 Punkte bei einer perfekten Quote (5/5), 5 Assists und 4 Rebounds notiert. Stark auch die aggressive Verteidigung. Am Ende lautete seine Statsline: 17 Punkte (6/6 FG), 5 Assists, 6 Rebounds, 2 Turnover.

Der Flop des Spiels: Ludvig Hakanson. Erst 17 Jahre alt und unendlich talentiert. Entsprechend bekam der schwedische Backup-Point-Guard viele Minuten (19:50), konnte diese trotz offensichtlicher Ballfertigkeiten jedoch nur bedingt nutzen. Traktiert von der fairen, aber bissigen Verteidigung von Schaffartzik und Lucca Staiger traf er nur 1/6 für 2 Punkte.

Analyse: Von der kurzen Schwächephase im letzten Viertel abgesehen ein rundum gelungener Testlauf vor der EM. Deutschland spielte wesentlich beständiger als noch beim Supercup und zeigte sich vor allem in der Offensive variabler. Mal wurde der Ball so lange zirkuliert, bis der freie Schütze gefunden wurde. Mal wurde konsequent der Mann am Korb gesucht (Pleiß und Zirbes zusammen mit 25 Punkten).

Besonders erfreulich die Leistung der vermeintlichen Sorgenkinder: Per Günther fiel statistisch nicht auf, zeigte sich dennoch deutlich verbessert. Maik Zirbes verlor zwar zu viele Bälle (4 Turnover), war aber im Angriff eine wichtige Entlastung (13 Punkte).

Generell auffällig die Aggressivität der DBB-Spieler. Stellvertretend Robin Benzing, dem in der Verteidigung einige Fehler unterliefen, der sich aber offensiv merklich bemühte, am Korb durchzusetzen.

Eines jedoch muss bis zur EM abgestellt werden: die nach wie vor extrem hohe Quote an Ballverlusten. Selbst gegen die diesmal schwachen Schweden gab Deutschland 18 Mal den Ball leichtfertig her.

Der Spielplan der EuroBasket 2013

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