Basketball

FC Bayern Basketball - Uli Hoeneß: "Als ich weg war, ist wenig passiert"

Von SPOX
Uli Hoeneß will kein Geld aus dem Fußball in den Basketball stecken.
© getty

Uli Hoeneß hat sich vor dem Start der Basketball-Bundesliga zufrieden mit dem FC Bayern München gezeigt. Auf einer Pressekonferenz sprach der Präsident über die neuen Anforderungen für die Bayern, die neue Halle und auch für die positive Entwicklung der BBL.

Uli Hoeneß über ...

... Basketball in München: "Der Sport hat sich in der Stadt etabliert, dafür haben wir ein paar Jahre gebraucht. Das Double war eine tolle Leistung, das ist auch beim Publikum angekommen. Da muss man nur auf die Zuschauer im Audi Dome schauen. So stelle ich mir das für die Zukunft vor."

... das Projekt Bayern Basketball: "Am Anfang ist es richtig gut gelaufen. Dann war ich zwei Jahre aus bekannten Gründen nicht da und ich glaube, dass da wenig passiert ist. Jetzt bin ich wieder hier und nun messen wir uns am Erfolg des Vorjahres. Wir müssen jetzt in der EuroLeague reinschnuppern und hoffen, dass wir Achter werden und die Playoffs erreichen. Das wäre ein Riesenerfolg. Dann kommt Mitte 2021 die neue Halle, das ist ein Sprung. Da gibt es dann VIP-Logen, mehr Platz für Business. Und wenn dann der DBB noch Europameister wird, dann geht hier die Post ab."

... den Anspruch, ein europäisches Spitzenteam zu sein: "Wir haben erst einmal unser Ziel mit der EuroLeague erreicht. Du kriegst die guten Spieler erst dann, wenn man in dieser Liga spielt. Ich bin neugierig, wie wir diesen Rhythmus annehmen, die Bamberger hatten damit große Probleme. Alle zwei, drei Tage ein Spiel zu haben, das wird sicher hart. Wir wollen uns nun an diesen Wettbewerb gewöhnen und haben die Perspektive der neuen Halle. Spätestens dann brauchen wir eine gute Mannschaft, die diese füllt.

... die Ziele für die kommende EuroLeague-Saison: "Wir dürfen nicht so arrogant sein und denken, dass wir alles aufmischen. Wir müssen demütig sein. Andere Teams nehmen die nationalen Ligen überhaupt nicht ernst, das habe ich zum Beispiel auch von einem russischen Innenminister gehört. Wir wollen Meister werden und uns quasi sportlich qualifizieren."

... den Vergleich mit anderen Top-Teams in Europa: "Madrid macht zum Beispiel riesige Verluste mit Basketball, der Fußball muss das ausgleichen. Das geht bei uns nicht so."

... den Zustand der BBL: "Wir haben jetzt einen langfristigen Vertrag mit der Telekom, das Spiel der Woche kommt nun am Sonntag um 15 Uhr im Free-TV. Geld ist das eine, aber viel wichtiger ist, dass wir einen Partner im TV gefunden haben. Wir wollen gemeinsam mit der Liga besser werden. Wir sind so etwas wie das Zugpferd, aber uns war wichtig, dass kommende Saison noch ein Team in der EuroLeague spielen wird. Wir haben da bei Sponsoren-Deals geholfen, um dann selbst Anforderungen zu stellen. Wir hätten auch gerne Deals mit ARD und ZDF gemacht, das hat aber nicht geklappt. Die Liga muss im Free-TV zu sehen sein. Im Fußball war ran das Vorbild. Da dachten alle, dass die Leute dann nicht mehr ins Stadion gehen, das Gegenteil war der Fall."

... die geschlossene EuroLeague: "Im Fußball wird es keine Wildcards geben. Wir haben die EuroLeague nicht entwickelt, wir müssen das also so hinnehmen, wenn sich zwei große Verbände streiten. Im Fußball gab es mit der G14 auch solche Bewegungen, die UEFA hat reagiert und es kam mehr Geld bei allen an. Man will eben die Besten zusammenhalten."

... mögliche Nachverpflichtungen: "Wenn es Verletzungen gibt oder wir merken, dass wir in der EuroLeague mithalten können, dann machen wir vielleicht noch einmal was, dann werden wir vielleicht noch einmal Sponsoren anzapfen."

... mögliche neue Trainingsanlagen: "Als Profivereine müssen wir auch jungen Leuten die Möglichkeit geben, Sport zu treiben. Das ist besser als wenn sie am Computer sitzen. Wir waren in Philadelphia bei den 76ers und die Struktur hat uns sehr gut gefallen. Wenn dann das Nachwuchsleistungszentrum in vielleicht zwei Jahren abbezahlt ist, können wir vielleicht da was machen. In Philadelphia war ich schwer beeindruckt, so etwas will ich auch. Vielleicht nicht in blau, aber das können wir ja rot anstreichen."

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