EuroBasket 2017: Das DBB-Team um Dennis Schröder in der Kaderanalyse

Kein Grund, um (nur) zu jammern

Montag, 28.08.2017 | 12:20 Uhr
Dennis Schröder soll die deutsche Mannschaft zum Erfolg führen
© imago
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Trotz aller Absagen und Ausfälle reist das DBB-Team mit einer schlagkräftigen Truppe nach Tel Aviv zur EuroBasket 2017. Wie weit kann Dennis Schröder die deutsche Mannschaft tragen? SPOX analysiert den Kader - und gibt eine Prognose ab.

Der Backcourt des DBB-Teams: Dennis Schröder, Maodo Lo, Karsten Tadda und Co.

Man muss nicht groß überlegen, um zu folgendem Schluss zu kommen: Dennis Schröder ist mehr noch als 2015 endgültig der Boss der deutschen Nationalmannschaft und der Spieler, von dem die Chancen am allermeisten abhängen. Natürlich auch deshalb, weil nach Dirk Nowitzkis Abschied umso mehr der Hawks-Guard im Fokus der Berichterstattung stehen wird.

Die starken Leistungen, die er vor zwei Jahren mit 21 in Berlin zeigte, bestätigte er unlängst in den NBA-Playoffs mit noch besseren Zahlen (24,7 Punkte, 7,7 Assists) - gegen keinen geringeren als John Wall. In Gruppe B, womöglich sogar im ganzen Teilnehmerfeld der EuroBasket, ist Schröder der vielleicht gefährlichste Spieler überhaupt auf der Eins.

Wichtiger als seine eigenen Punkte, die Schröder ohnehin machen wird, sind indes die Vorlagen - er wird den Ball primär in der Hand halten und muss daher auch verstärkt dafür sorgen, dass Daniel Theis, Johannes Voigtmann, Lucca Staiger und Co. gefüttert werden.

Das Einbeziehen der Mitspieler war vor zwei Jahren, gerade in den Schlussphasen, das einzige, was man bei Schröders Spiel wirklich bemängeln konnte, allerdings sind die Voraussetzungen in diesem Jahr besser - nicht zuletzt deshalb, weil die Truppe diesmal etwas tiefer besetzt ist und weil auch Schröder natürlich gereift ist. Er verstehe das internationale Spiel heute viel besser, sagte er im Gespräch mit BIG.

Sein Backup, häufig aber wohl auch sein Nebenmann, wird in erster Linie Maodo Lo sein. Der Bamberger ist ebenso wie Schröder pfeilschnell, hat einen guten Distanzwurf und kann sowohl mit Ball als auch abseits davon Gefahr ausstrahlen. Wenn Schröder mal pausiert, kann Lo auch den Ballvortrag übernehmen, ohne dass das Spiel großartig langsamer wird.

Je nachdem, wie der Gegner im Backcourt aufgestellt ist, dürfte aber auch Karsten Tadda gelegentlich neben Schröder starten, um defensive Spezialaufgaben zu übernehmen. Selbiges wird auch auf Ismet Akpinar zukommen, dem Überraschungs-Nominierten von ratiopharm ulm.

Komplettiert wird die Backcourt-Rotation durch Edelschütze Lucca Staiger (letzte Saison wettbewerbsübergreifend über 50 Prozent 3FG für Bamberg), der von der Bank kommend locker mal ein Viertel entscheiden kann, wenn er heiß läuft.

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