Sonntag, 13.11.2016

Brose Bambergs Aufsichtsrat-Chef verteilt Seitenhieb

Basketballer belächeln jammernde Fußballer

Aufgrund von fünf Spielen in zwölf Tagen beschwert man sich bei Brose Bamberg nun öffentlich über den Terminplan. Dabei verteilt Aufsichtsrats-Chef Michael Stoschek einen deutlichen Seitenhieb in Richtung Fußball.

"Wenn Fußballer über englische Wochen jammern, können unsere Basketballer nur lachen", wird Stoschek von der Bild zitiert. Die Oberfranken sind im November quer durch Europa unterwegs und kommen derzeit kaum zur Ruhe.

Auch Trainer Andrea Trinchieri polterte gegenüber der Bild am Sonntag: "Das ist unmenschlich! Wir stehen aktuell bei 15 Spielen und haben gerade einmal einen Monat absolviert. Ende des Jahres haben wir an die 40 Partien. Es ist kein Zufall, dass bei allen Topklubs die Spieler verletzt sind."

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Eine Mitschuld am Reisestress trägt die Reform der Euroleague, deren Teilnehmer-Anzahl sich zwar von 24 auf 16 reduziert hat, wo jedoch in dieser Saison Hin-und Rückspiele ausgetragen werden. Bamberg kommt so durch Bundesliga (18 Mannschaften) und den internationalen Wettbewerb auf mindestens 64 Saison-Partien.

Ein zweischneidiges Schwert, findet Stoschek: "Um für unsere Sponsoren, Spieler und Fans attraktiv zu sein, müssen wir gegen die internationalen Top-Teams in der Euroleague antreten", so der Bamberg-Chef, der jedoch kritisiert: "Es muss erlaubt sein, die Größe der Bundesliga infrage zu stellen und eine Balance zwischen nationalem und europäischem Wettbewerb zu schaffen. Nur so erhalten wir die Qualität, das Niveau und steigern die Wettbewerbsfähigkeit des deutschen Basketballs."

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