Fleming: "Begriff 'Blamage' lehne ich ab"

SID
Dienstag, 06.09.2016 | 13:33 Uhr
Chris Fleming beschwert sich über die Berichterstattung nach dem Österreich-Spiel
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Chris Fleming hat sich über die kritische Berichterstattung nach dem Sieg der deutschen Basketballer im EM-Qualifikationsspiel in Österreich (61:59) beklagt.

"Es gibt nichts abzuhaken, und den in den Medien verwendeten Begriff 'Blamage' lehne ich entschieden ab. Das ist respektlos gegenüber meinen Spielern und dem Gegner", sagte der Amerikaner vor dem Duell mit den Niederlanden am Mittwoch in Oberhausen (19.30 Uhr).

Die Auswahl des Deutschen Basketball Bundes (DBB) hatte sich am Samstag in Schwechat bei Wien nur mit Glück beim Außenseiter durchgesetzt und auf dem Weg zur EuroBasket 2017 den zweiten Erfolg nach dem Auftaktsieg gegen Dänemark (101:74) geholt.

Fleming ist trotz der Zitterpartie in Österreich nicht damit einverstanden, wie der Auftritt bewertet wurde. "Alle haben die schlechte Leistung über die ersten drei Viertel erwähnt, aber niemand unsere starke Defense, die den Österreichern in den letzten sechs Minuten nur zwei Punkte erlaubt hat", sagte der 46-Jährige: "Wir haben gelernt, irgendwie zu gewinnen, das ist für diese Generation ganz wichtig."

"Es mangelt nicht an Persönlichkeit"

Nun warte eine ganz neue Herausforderung. "Die Niederländer sind ein komplett anderes Team als Österreich. Sie sind sehr athletisch, besonders auf den Außenpositionen. Da wird einiges auf uns zukommen", so Fleming: "Aber unsere Messlatte ist der Erfolg, unser Anspruch ist es, das Spiel zu gewinnen."

Seine Mannschaft nahm der Coach ausdrücklich in Schutz: "Wir haben gute Jungs, es mangelt uns nicht an Persönlichkeiten. Die besten Jahre für diese Generation kommen erst noch, aber im Moment zählt für uns nur die erfolgreiche Qualifikation."

Mit einem Sieg zum Abschluss der Hinrunde würde das DBB-Team dem EM-Ticket ein gutes Stück näher kommen. Nur die sieben Gruppensieger und die vier besten Zweiten sichern sich einen Startplatz für das Turnier in Rumänien, Israel, Finnland und der Türkei.

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