Deutschland - Dänemark 101:74

Zipser und Lo führen DBB zum Sieg

Von Robert Arndt
Mittwoch, 31.08.2016 | 21:40 Uhr
Maodo Lo war mit 17 Punkten Topscorer
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Die erste Pflichtaufgabe wurde gemeistert. Die DBB-Auswahl besiegte am ersten Spieltag der EM-Qualifikation die Gäste aus Dänemark mit 101:74. Vor 5045 Zuschauern in Kiel waren Maodo Lo und Paul Zipser mit jeweils 17 Punkten Topscorer für das Team von Bundestrainer Chris Fleming.

Tibor Pleiß kratzte mit 10 Punkten und 9 Rebounds (davon 5 offensiv) an einem Double-Double, hatte aber dennoch fast das gesamte Spiel Probleme gegen die giftigen Dänen.

Maodo Lo spielte mit 15 Punkten (5/5 FGs) eine perfekte erste Halbzeit, ließ dann aber ein wenig nach und konnte nur noch ein Field Goal folgen lassen. Sein Back Up Bastian Doreth legte derweil 8 Assists auf, nahm aber nur einen einzigen Wurf.

Auf Seiten der Dänen scorte Jonathan Gilling (18 Punkte, 4/7 Dreier) am besten. Jonas Bergstedt schenkte den Deutschen 17 Punkte ein.

Die Reaktionen:

Daniel Theis (Deutschland): "Wir haben in der ersten Halbzeit zu viele leichte Würfe zugelassen, aber das haben wir dann abgestellt. Dennoch haben wir im zweiten Durchgang den Ball zu oft weggeworfen."

Maodo Lo (Deutschland): "Wir müssen die Energie beibehalten und die Aggressivität nun auch im nächsten Spiel zeigen."

Der SPOX-Spielfilm:

Vor dem Tipoff: Bundestrainer Fleming setzt nach den Testspielen auf Altbewährtes. Neben Maodo Lo starten Vargas, Zipser, Barthel und Pleiß. Dänemark schickt zunächst Darboe, Voskuil, Jukic, Gilling und Bergsted auf den Court.

1. Viertel: Die Dänen präsentierten sich zu Beginn sehr ordentlich und hatten auch auf sieben schnelle Punkte von Lo eine Antwort. Die Jumper der Gäste fielen gut, auch begünstigt durch die nicht sehr konsequente Defense der Deutschen. Erst die zweite Garde um Theis und auch Voigtmann konnte, auch mit ein paar Highlight-Plays, ein erstes kleines Polster herausspielen: 25:19 Deutschland.

2. Viertel: Absetzen konnte sich die DBB-Auswahl aber nicht. Durch ein unsportliches Foul von Benzing ließen sich die Gäste nicht abschütteln. Auch von draußen streuten die Dänen immer wieder Dreier ein. Nach einem No-Look-Pass von Lo auf Barthel und einem weiteren Fast Break des Neu-Bambergers wuchs der Vorsprung wieder auf 9 Punkte. Mit der Schlusssirene setzte Lo dann mit einem Splash von weit draußen ein Ausrufezeichen kurz vor der Pause: 52:38 Deutschland.

3. Viertel: Nach der Pause spielte das DBB-Team vermehrt über Zipser, der seinen Gegenspielern deutlich überlegen war und 7 schnelle Punkte erzielte. Die Dänen zogen ihren Stiefel weiter durch und so blieb der Rückstand immer um die 15 Punkte. Einige unnötige Turnover folgten bis Theis mit einem sehenswerten Dunk das Publikum wieder aufweckte. Gilling antwortete mit der Sirene per tiefem Dreier: 72:57 Deutschland.

4. Viertel: Auch wenn die Dänen weiter hin und wieder einen Dreier trafen, plätscherte das Spiel nur so dahin. Benzing zeigte sich aber noch aggressiv und füllte so sein Punktekonto ein wenig auf. Auch Zipser zeigte noch einen sehenswerten Block mit anschließenden Fast-Break-Punkten, wodurch der Vorsprung auf 23 Punkte anwuchs. Auch Mason durfte in den letzten drei Minuten noch aufs Feld. Pleiß machte mit einem Putback-Dunk die 100 Zähler voll. Endstand: 101:74 Deutschland.

Deutschland - Dänemark: Hier geht's zum BOXSCORE

Der Star des Spiels: Daniel Theis. Nutzte seine physischen Vorteile gegen seine Gegenspieler exzellent und war der Energizer von der deutschen Bank. Am Ende standen 16 Punkte und 6 Rebounds bei perfekter Ausbeute aus dem Feld (7/7 FGs). Auch am offensiven Brett leistete der Bamberger mit 4 Abprallern gute Arbeit. Auch Maodo Lo zeigte eine starke erste Halbzeit, während Zipser vor allem nach der Pause aufdrehte.

Der Flop des Spiels: Niels Giffey. Es war nicht das Spiel des Albatross. Vorne zeigte sich Giffey sehr passiv und traf erst vier Minuten vor dem Ende seinen ersten und einzigen Wurf (3 Punkte, 1/4 FGs). Auch in der Defensive ließ er seinen Gegenspieler das eine oder andere Mal aus den Augen und verhalf den Dänen so zu leichten Punkten.

Das fiel auf:

  • Am Brett dominierte die deutsche Auswahl über das komplette Spiel. Pleiß und Theis pflückten die Bälle oft nach Belieben herunter. Am Ende wurde das Rebound-Duell deutlich mit 38:24 gewonnen. Überraschend kam dies nicht, da die Dänen keinen Center mit Gardemaß aufbieten konnten. Auch in der Zone machte sich diese Überlegenheit deutlich bemerkbar (44:22 Punkte).
  • Die Dänen antworteten auf die körperliche Überlegenheit mit Härte. Vor allem im zweiten Viertel waren einige Aktionen hart an der Grenze. Auch die Deutschen kassierten in Person von Benzing und Pleiß unsportliche Fouls, wodurch der Spielfluss in einigen Phase arg litt.
  • Im zweiten Durchgang probierten es die Dänen mit einer Presse, auf die das deutsche Team zunächst nicht gut reagierte und einige Turnover fabrizierte. Lo und Doreth lösten dies gegen diesen eher zweitklassigen Gegner wenig souverän. Auch viele Systeme wurden nicht sauber durchgespielt, weswegen auch einige Notwürfe genommen werden mussten.
  • Robin Benzing bekam von Fleming grünes Licht und hatte mit 12 Würfen die meisten im deutschen Team. Der Spanien-Legionär wollte Verantwortung, agierte aber bisweilen unglücklich und setzte selbst freie Würfe auf den Ring (3/12 FG, 2/9 Dreier). Erst in der Garbage-Time stockte er sein Punktekonto ein wenig auf (13 Punkte am Ende)

Die deutsche EM-Qualifikationsgruppe in der Übersicht

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