Mittwoch, 11.05.2016

BBL: Bayern-Trainer kritisiert Arroganz

Pesic nach FCB-Debakel stinksauer

Bayern München hat Spiel 2 der Best-of-Five-Serie im Playoff-Viertelfinale bei den MHP Riesen Ludwigsburg krachend mit 74:93 verloren und damit den 1:1-Ausgleich kassiert. Trainer Svetislav Pesic war nach der Partie total angefressen.

Svetislav Pesic hat mit Bayern München in den Playoffs das 1:1 kassiert
© getty
Svetislav Pesic hat mit Bayern München in den Playoffs das 1:1 kassiert

"Wir sind die Bayern-Basketballer, nicht die Fußballer, wir sind nicht Weltmeister oder Europameister. Diese Arroganz hat unser Gegner nicht verdient. Wir haben uns heute sehr schlecht präsentiert", polterte Pesic nach dem Spiel.

Die Bayern kamen mit der aggressiven Defense der Ludwigsburger überhaupt nicht zurecht, verteidigten selbst schlecht und leisteten sich zudem 15 Ballverluste, während die Schwaben nur fünf produzierten.

"Ich habe noch nie erlebt, dass man vor dem Spiel ein Spiel gewonnen hat. Ludwigsburg hat exzellent gespielt und sehr, sehr gut verteidigt. Aber wir haben schon gegen andere Mannschaften, die so aufgetreten sind, unsere Leistung gezeigt und unseren Rhythmus gefunden. Aber wenn wir nach Ludwigsburg kommen, mit ihrer heimischen Kulisse, kann man nicht meinen, wir seien ja der FC Bayern", kritisierte Pesic die Einstellung seiner Truppe.

"Natürlich sind wir der Favorit! Haben sie gesehen, mit was für einem Bus wir angekommen sind? Wir sind der FC Bayern, wir haben Geld, wir haben alles. Wir haben eine große Bank. Alle anderen sind Anfänger!", sprach Pesic süffisant und erklärte danach: "Nein, so ist das nicht. Eigentlich gibt es keinen Favorit, nicht in so einem Spiel, nicht in den Playoffs. Du kannst vielleicht auf dem Spielfeld zeigen, wer Favorit ist, nur da!"

Kleber äußert sich selbstkritisch

Auch Münchens Forward Maxi Kleber war alles andere als zufrieden: "Wir haben keine Stopps bekommen. Das ist der Grund für die Niederlage. Wir hatten zu große Lücken. Wir wollen schnell spielen, dafür brauchen wir aber Stopps. Wir müssen mit viel mehr Energie spielen und viel besser verteidigen."

Bester Werfer der Partie war Ludwigsburgs Jon Brockman mit 19 Punkten. Bei den Bayern avancierte Alex Renfroe (15) zum Topscorer. Spiel 3 der Serie steigt am Samstag (20.30 Uhr im LIVETICKER) in München.

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