Dienstag, 19.01.2016

Nowitzkis Karriere im Nationalteam vorbei?

Olympia ohne deutsche Basketballer

Die Olympischen Spiele in Rio de Janeiro finden ohne die deutschen Basketballer statt. Der DBB scheiterte mit seiner Bewerbung um ein Qualifikationsturnier. Serbien, Italien und die Philippinen haben den Zuschlag erhalten. Damit ist auch die Nationalmannschaftskarriere von Superstar Dirk Nowitzki nach 19 Jahren praktisch beendet.

Dirk Nowitzki wird wohl nicht mehr für Deutschland auflaufen
© getty
Dirk Nowitzki wird wohl nicht mehr für Deutschland auflaufen

Der 37-Jährige von den Dallas Mavericks hatte die sportliche Qualifikation für Olympia mit dem DBB-Team im September in Berlin durch das Vorrunden-Aus bei der EM verpasst. Als Gastgeber eines Turniers hätte die deutsche Mannschaft eine neue Chance auf einen Startplatz für Brasilien erhalten. Neben Deutschland scheiterten auch die Türkei und Tschechien.

Der DBB hofft allerdings weiterhin auf Nowitzki. "Es ist eindeutig zu früh, um dazu jetzt abschließend etwas sagen zu können. Ein großes Turnier wird Dirk mit der Nationalmannschaft in Deutschland nicht mehr spielen. Wir werden es aber wie immer in den vergangenen Jahren so halten, dass wir uns nach Dirks NBA-Saison zusammensetzen und ausführlich über alle Möglichkeiten sprechen. Alles andere ist zum jetzigen Zeitpunkt reine Spekulation. Nur eines ist ganz sicher: Der Deutsche Basketball Bund wird Dirk Nowitzki einen gebührenden Abschied als Spieler aus der Nationalmannschaft bereiten, wann und wo auch immer das geschehen wird", gab der Verband in seiner Pressemitteliung bekannt.

Nach der Entscheidung der FIBA steht fest, dass die DBB-Herren unter Bundestrainer Chris Fleming an der Ende August beginnenden Qualifikation zur EuroBasket 2017 teilnehmen werden.

"Wir dürfen nicht sauer oder enttäuscht sein"

"Natürlich sind wir erst einmal enttäuscht, dass wir nicht mit der Ausrichtung eines Olympia-Qualifikationsturnieres bedacht worden sind. Wir werten dies aber nicht als eine Entscheidung gegen Deutschland", sagte DBB-Präsident Ingo Weiss, "die FIBA hat sehr fair, vor allem aber vollkommen transparent, entschieden und dabei in erster Linie die sportlichen Kriterien berücksichtigt."

Chris Fleming meinte: "Es ist schade, dass der Olympiatraum für dieses Mal geplatzt ist. Doch ich weiß, dass unsere Spieler bereits jetzt darauf brennen, in der EM-Qualifikation alles zu geben, um den nächsten Höhepunkt, die EuroBasket 2017, zu erreichen."

Nowitzki selbst gab sich derweil selbstkritisch: "Wir dürfen nicht sauer oder enttäuscht sein. Wir haben es bei der EM in Berlin selbst verpasst", sagte er der Bild.

Die Olympia-Qualifikation wird vom 4.-10. Juli 2016 mit insgesamt 18 Mannschaften gespielt. An den einzelnen Austragungsorten treten jeweils sechs Teams an, aus denen jeweils zwei Dreiergruppen gebildet werden, die zunächst nach dem Modus "jeder gegen jeden" spielen. Anschließend werden Halbfinals durchgeführt, dann die Endspiele. Nur der jeweilige Sieger der drei Qualifikationsturniere qualifiziert sich für das Basketball-Turnier der Olympischen Spiele.

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