Das DBB-Team in der Kaderanalyse

Der alte Mann und die FlexGang

Dienstag, 01.09.2015 | 17:00 Uhr
Kann Dirk Nowitzki die deutsche Nationalmannschaft noch einmal auf seine Schultern nehmen?
© getty
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Das DBB-Team hat viel Potenzial, allerdings stellt sich die "Was wäre wenn"-Frage - denn ohne die ganzen Ausfälle wäre noch mehr drin gewesen. Der Traum von einer Medaille ist unrealistisch, ein anderes Ziel könnte mit etwas Glück aber erreicht werden. SPOX macht den Kadercheck.

Point Guards: Dennis Schröder, Maodo Lo

Man muss nicht lange überlegen, warum die Eins das absolute Prunkstück des DBB-Kaders ist. Über Dennis Schröder ist eigentlich genug gesagt: Seine unglaubliche Schnelligkeit kann jedes Team der Welt vor Probleme stellen, zudem gelingt es ihm immer besser, das Spiel seiner Mannschaft an sich zu reißen.

Wenn der Wurf fällt wie in der ersten Halbzeit des zweiten Frankreich-Tests, ist der 21-Jährige nicht zu halten und fraglos der wichtigste Offensiv-Akteur des deutschen Teams. Und auch defensiv erlauben es ihm seine körperlichen Voraussetzungen, selbst lebenden Legenden wie Tony Parker das Leben schwer zu machen.

Wenn ein etablierter NBA-Spieler auf die Bank geht, ist das logischerweise selten hundertprozentig zu kompensieren, Chris Fleming hat auf der Eins aber mehr und auch bessere Backup-Optionen als auf allen anderen Positionen. Maodo Lo etwa ist zwar vielen Deutschen noch unbekannt, hat sich mit einer starken Vorbereitung allerdings für die Rolle des ersten Backups empfohlen.

Dabei kommt dem College-Studenten (Columbia University) zu Gute, dass er von der Spielweise her relativ ähnlich agiert wie Schröder und Fleming daher kaum Systemumstellungen vornehmen muss. Das Problem: Mit einer Hüftprellung verpasste Lo den Großteil des Supercups und die letzten beiden Tests gegen Frankreich. Erst Mitte dieser Woche wird der 22-Jährige wieder ins Training einsteigen können.

Maodo Lo im Interview: "NBA? Kann noch kein Urteil abgeben"

Sollte Lo nicht wieder hundertprozentig fit werden, wird Heiko Schaffartzik wohl doch wieder mehr auf der Eins spielen. Der Kapitän absolvierte den Großteil der bisherigen Tests eigentlich als Backup-Shooting Guard, kann aber natürlich auch immer noch auf seiner angestammten Position eingesetzt werden.

Das Spiel wäre mit dem eher selten penetrierenden, mehr auf den Wurf fokussierten Schaffartzik als Aufbau ein anderes. Seine Erfahrung und sein exzellenter Distanzwurf sind eigentlich allerdings eine stimmige Ergänzung zur Spielweise der jüngeren Kollegen. Ob mit oder ohne Lo: Verstecken müssen sich die deutschen Point Guards vor keinem Gegner.

Shooting Guards: Anton Gavel, Heiko Schaffartzik, Karsten Tadda

Das Überangebot auf der Eins wird durch folgenden Umstand verdeutlicht: Die beiden ersten Optionen auf Shooting Guard sind eigentlich gelernte Aufbauspieler. Der kürzlich eingebürgerte Anton Gavel hat sich als Starter auf der Zwei etabliert, da Fleming ein großer Fan seiner Defensivstärke ist und seine abgeklärte Art gut zum explosiveren Nebenmann Schröder passt.

Gavel macht extrem wenig Fehler und spielt sehr mannschaftsdienlich. Seine "Naturalisierung" ist für die Deutschen zweifellos ein großer Gewinn, wenngleich natürlich auch er seine Schwächen hat.

Da wäre zum einen sein Distanzwurf, der kommt und geht - regelmäßig wundert man sich, wenn einer seiner nahezu ohne Flugkurve abgefeuerten Dreier überhaupt reingeht. Wenn er jedoch keine Gefahr ausstrahlt, nimmt das vor allem Schröder und Lo Räume für ihre Penetrationen. In solchen Situationen hat Fleming immerhin noch andere Optionen.

Schaffartzik ist mit seinem Wurf und seiner generellen offensiven Explosivität ein Gegenentwurf zu Gavel, dessen zweiter Vorname definitiv nicht "Überraschungsmoment" lautet. Defensiv ist er indes nicht auf dem Level seines Kontrahenten - und wie bereits erwähnt könnte er wieder mehr auf der Eins gefordert sein, falls Lo nicht bei 100 Prozent steht.

Dadurch würden auch zusätzliche Minuten für Karsten Tadda frei, der den "Zweikampf" mit Akeem Vargas dann doch für sich entscheiden konnte. Ihm kommt im Backcourt die Rolle des designierten Energizers zu. Vargas schien die Nase eigentlich vorn zu haben, die letzten beiden Tests verpasste er allerdings mit einer Augenverletzung.

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