Spanien und Litauen im Head-to-Head

Wer stoppt die Bestie?

Von Thorben Rybarczik
Sonntag, 20.09.2015 | 09:55 Uhr
Pau Gasol ist bei der EM bisher nicht zu stoppen
© getty
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Mit dem besten Spieler des Turniers will Spanien nach 2011 und 2009 den nächsten Coup landen. Gegner Litauen hat es durchaus überraschend bis ins Finale (ab 19 Uhr im LIVETICKER) geschafft. SPOX macht den Check und stellt die einzelnen Kontrahenten gegenüber. Kann der Außenseiter trotz individueller Nachteile die rote Furie stoppen?

Point Guard: Sergio Llull vs. Mantas Kalnietis

Sergio Llull (9,1 Punkte, 4,4 Assists): Es könnte das Jahr der Jahre für Reals Guard Sergio Llull werden. Er gewann mit den Königlichen alle wichtigen Titel und könnte seine Saison nun mit der Europameisterschaft krönen. Obwohl er gegen Serbien schwach ins Turnier startete (6 Punkte, 1/10 FG), ist der Combo-Guard nicht aus dem Spiel der Spanier wegzudenken. Llull ist der verlängerte Arm von Head Coach Sergio Scariolo, mit dem er bereits 2009 und 2011 den Titel holte. Er versteht das Spiel wie kaum ein Zweiter im Kader und weiß, wie er seine Mitspieler (vor allem Pau Gasol) einsetzen kann.

Schwächen sucht man beim 27-Jährigen dabei vergeblich: Defensiv verteidigt er am Mann auf hohem Niveau und ist eine Pest im Passweg. Offensiv kann er als Schütze (auch, wenn seine 25,7-prozentige Dreierquote nicht die Fähigkeit Llulls widerspiegelt) das Spiel auseinanderziehen und dem Frontcourt Platz verschaffen. Brauchen die Spanier in einer Schwächephase andere Impulse von ihm, kann er auch diese liefern, denn sein Drive zum Korb und seine Vorzeige-Athletik komplettieren das Waffenarsenal des Allrounders.

Mantas Kalnietis (10,3 Punkte, 40,4% FG, 8,0 Assists): Es war kein einfaches Jahr für den Spielmacher von Lokomotive Krasnodar. Im vergangenen Sommer kugelte er sich die Schulter aus, seine Reha und die anschließende Saison verliefen quälend. Aber: Pünktlich zur EM hat der 29-Jährige wieder zu seiner Form gefunden und konnte bis dato überzeugen.

Obwohl der 1,95-Meter-Mann sein Handwerk als Shooting Guard erlernte, führt er das Turnier mit 8 Assists pro Spiel an. Er profitiert dabei auch von seiner Länge, dank der er über seine Gegner im Backcourt hinwegsehen und -passen kann. Allerdings leistete er sich auch 3,8 Ballverluste pro Spiel, was im Halbfinale gegen Serbien (8 Stück) gut und gerne den Sieg hätte kosten können. Dafür ist er in der Lage, sich jederzeit einen eigenen Wurf zu kreieren, was gegen die aggressiv verteidigenden Spanier Gold wert sein kann.

Fazit: Vorteil Spanien

Shooting Guard: Pau Ribas vs. Renaldas Seibutis

Pau Ribas (6,1 Punkte, 56,5% FG 2,5 Assists): Auch wenn der Guard nominell zuletzt der Starter im Backcourt neben Llull war: Zum Ende des Spiels muss er meist für Sergio Rodriguez Platz machen. Nichtsdestotrotz nimmt er einen wichtigen Part in Spaniens Offensive ein und kann neben Llull und Fernandez als Ruhepol bezeichnet werden. Ribas ist ein tödlicher Schütze von der Dreierlinie (56,5% 3FG) und bestraft damit jede Helpside.

Der 1,90-Meter-Guard kann auf der Eins sowie Zwei spielen und verfügt über ein hohes Spielverständnis, seine Fehlerquote ist äußerst gering. Probleme hat er allerdings beim Kreieren des eigenen Abschlusses, seine fehlende Athletik wird ihm in dieser Hinsicht zum Verhängnis. Besorgniserregend ist dieses Defizit aber keinesfalls, da der Kader der Roten Furie auch so mit genügend Slashern gespickt ist.

Renaldas Seibutis (7,1 Punkte, 2,9 Assists): Seibutis passt genau in das Schema des Spielers, der von den Mitspielern geliebt und von den Gegnern gehasst wird. Denn: Er ist ein Verteidiger erster Klasse und kann sich problemlos die Positionen eins bis drei zur Brust nehmen. Mit seinen langen Armen und der vorbildlichen Fußarbeit agiert er wie eine Klette am Mann, ohne jedoch übers Ziel hinauszuschießen und in Foulprobleme zu geraten.

Doch auch Offensiv hat der Swingman von Zalgiris Kaunas seinen Wert. Gegen Serbien streute er beispielsweise 13 Punkte ein, indem er den Korb attackierte und durch geschickten Einsatz seines Körpers in wichtigen Phasen an die Freiwurflinie ging.

Fazit: Unentschieden

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