BBL, 33. Spieltag: Bayern - Berlin 70:68

Ein wundersames Bayern-Comeback

Von Max Marbeiter
Sonntag, 26.04.2015 | 10:17 Uhr
Der FC Bayern kann sich über einen wichtigen Sieg freuen
© getty
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Der FC Bayern München schlägt Alba Berlin mit 70:68 und gewinnt damit erstmals in dieser Saison gegen den Rivalen aus der Hauptstadt. Dabei dominieren die Berliner beinahe das gesamte Spiel, leisten sich am Ende aber zu viele Fehler.

Passieren konnte den Bayern bereits vor dem Spiel nicht mehr viel. Rein tabellarisch jedenfalls. Der Meister geht sicher als Dritter in die Playoffs und hat damit in der ersten Runde Heimrecht. Alba streitet sich mit Bamberg dagegen noch um Rang eins, weshalb die Niederlage doppelt schmerzt.

Dank ihres Sieges in Ulm haben die Bamberger die Hauptrundenmeisterschaft und damit den Heimvorteil für die gesamten Playoffs nun nämlich in eigener Hand. Topscorer der Partie war Nihad Djedovic (21 Punkte). Alex Renfroe kam für Alba auf 15 Zähler.

Der SPOX-Spielfilm

Vor dem Tipoff: Bei den Bayern beginnen Vasilije Micic, Anton Gavel, Nihad Djedovic, Vladimir Stimac und John Bryant. Robin Benzing fehlt erneut verletzt. Sasa Obradovic, der Coach of the Year, schickt Alex Renfroe, Cliff Hammonds, Niels Giffey, Leon Radosevic und Marko Banic zum Tipoff aufs Parkett.

5.: Lange fiel bei Alba überhaupt nichts, jetzt geht beinahe alles. Giffey und McLean treffen von draußen, Radosevic legt aus der Mitteldistanz nach. Die Bayern leisten sich im Gegenzug den Ballverlust - 8:3 Alba.

10.: Sekunden vor dem Ende des ersten Viertels steigt King zum Dreier hoch, Taylor hat jedoch die Hand im Gesicht des Berliner Kapitäns, und so streift der Ball nur leicht das Netz. Djedovic marschiert noch mal an die Linie und verkürzt auf sieben.

15.: Beim Drive hängt Micic Hammonds bereits dessen drittes Foul an und krönt das Ganze aus Bayern-Sicht mit zwei erfolgreichen Freiwürfen. Die Münchner sind wieder dran - 27:23 Alba.

20.: Und der nächste marschiert an die Linie. Diesmal darf Radosevic ran, trifft aber nur einen von zwei Freiwürfen, Jagla den Dreier im Anschluss überhaupt nicht. Dafür zieht Renfroe mit Ablauf der ersten Hälfte noch mal Richtung Zone. Drin. Zur Halbzeit führt Alba mit 38:31.

25.: Es geht also doch. Schaffartzik zieht Richtung Korb und legt dort auf Taylor ab, der den Ball durch die Reuse legt. Bayerns Offense kommt weiter nicht ins Rollen. Nach einigen guten Aktionen von McLean und Redding hatte Alba den Vorsprung zuvor auf 13 Punkte ausgebaut. Savanovic' Fadeaway verkürzt jedoch auf neun.

30.: Taylor beantwortet Giffeys Dreier umgehend ebenfalls von Downtown. Renfroe findet im Anschluss jedoch Banic für den Leger am Brett. Danach werden wieder fröhlich Freiwürfe ausgetauscht. Vor dem Schlussviertel führt Alba mit 13.

35.: Kommen die Bayern noch mal. Nach Djedovic' Dreipunktspiel und Idbihis Midrange-Jumper sind die Münchner auf sechs dran. Renfroe trifft zwar von ganz weit draußen, Djedovic kontert jedoch mit dem nächsten And-1 - 65:49 Alba.

38.: Die Halle steht! Savanovic zieht gegen Banic zum Ring, stoppt kurz ab, zieht das Foul und versenkt den Ball. Den Bonusfreiwurf klatscht zwar auf den Ring, doch plötzlich führen die Bayern mit 66:65.

40.: Weshalb auch immer, hängen die Schiedsrichter Redding das unsportliche Foul an. Djedovic trifft allerdings nur einen von zwei Freiwürfen und Schaffartzik leistet sich den Ballverlust. Alba im Gegenzug ebenfalls. Also bringt Schaffartzik die Bayern von der Linie mit einem Punkt in Führung. Es folgt Albas nächstes Turnover, ein erfolgreiche Freiwurf von Djedovic und ein Verzweiflungswurf von Hammonds. Am Ende gewinnen die Bayern mit 70:68.

FC Bayern - Alba Berlin: Hier geht's zum BOXSCORE

Der Star des Spiels: Gut, von der Freiwurflinie hat Nihad Djedovic schon erfolgreichere Tage erlebt (63 Prozent FT), die Aggressivität des Bosniers brachte Bayerns Offense im Schlussviertel aber erst so richtig ins Spiel. Djedovic zog immer wieder in Richtung Korb, punktete dort oder zog Freiwürfe.

Der Flop des Spiels: Das Shooting beider Teams. Mitunter war es nur schwer zu glauben, welch offene Würfe sowohl die Berliner als auch die Münchner vergaben (18/44 FG Bayern; 24/56 FG Alba). Nie kam ein echter Offensivrhythmus auf, selten wurde verlässlich gescort.

Das fiel auf:

  • Es war ein eigenartiges Basketballspiel. Nicht, dass die Intensität gefehlt hätte, irgendwie machte es jedoch lange den Anschein, als holten beide Teams nicht das allerletzte heraus. Zudem leisteten sie sich viele Fehler. Dass kein rechter Fluss aufkommen wollte, lag allerdings auch an der sehr kleinlichen Regelauslegung der Schiedsrichter. Beim kleinsten Kontakt wurde gepfiffen, das Spiel so ständig unterbrochen. John Bryant durfte das Feld so bereits mit dritten Viertel mit fünf Fouls verlassen. 58 Mal ertönte am Ende die Pfeife.
  • Gegen Bamberg hatte es bestens funktioniert, also stellten die Bayern auch diesmal hin und wieder auf Zonenverteidigung um. Und auch Alba hatte damit durchaus Probleme. Grundsätzlich war der amtierende Meister bemüht, einfache Passwege dichtzumachen und Albas Ballhandler so unter Druck zu setzen. All das funktionierte wie die gesamte Defense insgesamt gut.
  • Offensiv suchten die Bayern immer wieder ihre Big Man unter dem Korb oder im Lowpost. Irgendwie kam die Offense der Münchner allerdings relativ statisch daher. Es mangelte an Bewegung und Dynamik. Selten wurde der Ball schnell hin und her bewegt oder nach dem Drive für die Schützen am Perimeter kreiert.
  • Alba ließ den Spalding dagegen wie gewohnt an der Dreierlinie hin und her wandern. Irgendwann suchten die Berliner dann entweder den Zug zum Korb oder liefen das Pick-and-Roll, was durchaus funktionierte. Noch wichtiger war jedoch Alba berüchtigte Defense, die auch den Bayern das Leben schwer machte.
  • Lange fiel bei den Bayern nahezu nichts. Speziell von draußen (26 Prozent 3FG). Der FCB fand einfach zu selten Mittel gegen Albas Defense. Im Schlussviertel suchte Nihad Djedovic schließlich häufiger die Penetration in Richtung Korb, was der Offense der Münchner merklich guttat. Nun hatte Alba Probleme, zu scoren, beging immer häufiger 24-Second-Violations - und schon kippte das Spiel.

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