Freitag, 21.02.2014

Euroleague, Top16: Roundup

Bayern drehen 20-Punkte Rückstand!

Der FC Bayern München hat die Chance auf die Playoff-Plätze in der Euroleague mit einem 82:79-Heimsieg gegen Lokomotive Kuban Krasnodar gewahrt. Die Münchener drehten nach einer schwachen Anfangsphase mit vollem Einsatz einen 20-Punkte-Rückstand. Schon am Donnerstag unterlag Laboral Kutxa mit einem starken Tibor Pleiß, dafür noch ohne Neuzugang Lamar Odom dem FC Barcelona mit 68:80 und verlor den Anschluss an die Playoff-Plätze.

John Bryant (M.) hielt Bayern München gegen Lokomotive Kuban Krasnodar anfangs im Spiel
© getty
John Bryant (M.) hielt Bayern München gegen Lokomotive Kuban Krasnodar anfangs im Spiel

Gruppe E:

Laboral Kutxa - FC Barcelona 68:80 (BOXSCORE)

Schießt man unter 50 Prozent aus dem Feld (39 Prozent FG), trifft selbst den offensten Dreier nicht (11 Prozent 3FG) und leistet sich noch dazu mehr Turnover (12:10) als der Gegner, ist ein Basketballspiel eigentlich nicht zu gewinnen. Laboral lieferte ein exakt solches Trio des Schreckens, war gegen den FC Barcelona aber dennoch keineswegs chancenlos.

Hauptgrund: Da die Basken nach fünf Niederlagen aus den ersten sechs Spielen mittlerweile jeden Sieg brauchen, stimmte wenigstens der Einsatz in der Defense. Nur 6 Punkte gestatteten sie Barca im zweiten Viertel und waren zur Halbzeit deshalb bis auf 2 Zähler dran. Wohl auch aufgrund Laborals guter Defense kämpften die Katalanen ihrerseits mit dem Distanzwurf (28 Prozent 3FG).

Zudem hatten die Gastgeber deutliche Vorteil unter den Brettern (36:29). Speziell Tibor Pleiß arbeitete sehr gut und kam am Ende auf ein Double-Double (15 Punkte, 10 Rebounds). Schlussendlich spielte Barca jedoch schlicht den effektiveren Basketball (63 Prozent 3FG). Speziell zu Beginn des vorentscheidenden dritten Viertels, in dem die Katalanen dank eines 10:2-Runs direkt zu Beginn schnell davonzogen.

Nur wenige Minuten lang konnten die Basken nicht schritthalten. Zu viel. Barca hielt das Polster unter den Augen von Laboral-Neuzugang Lamar Odom, der wohl im kommenden Spiel gegen Unicaja Malaga erstmals in der Euroleague zum Einsatz kommen wird, bis zum Ende konstant bei plus minus zehn Punkten. Topscorer der Partie war Barcelonas Ante Tomic (24 Punkte).

Panathinaikos Athen - Olympiakos Piräus 66:62 (BOXSCORE)

EA7 Emporio Armani Milan - Unicaja Malaga 70:59 (BOXSCORE)

Anadolu Efes - Fenerbahce Ülker 63:71 (BOXSCORE)

Gruppe F:

Partizan NIS Belgrad - Galatasaray Liv Hospital 78:70 (BOXSCORE)

ZSKA Moskau - Maccabi Electra Tel Aviv 100:65 (BOXSCORE)

Bayern München - Lokomotive Kuban Krasnodar 82:79 (BOXSCORE)

Nach vier Euroleague-Niederlagen in Folge drohte den Bayern auch das Spiel gegen Lokomotive Kuban früh zu entgleiten. Schon zu Beginn zog Krasnodar auf über 20 Punkte weg. Die Münchener kamen mit der starken Defense der Russen überhaupt nicht zurecht. Immer wieder leisteten sie sich leichte Ballverluste (insgesamt 13) und ließen die Gäste (9 Steals) so ins Laufen kommen, was die wiederum genüsslich nutzten.

Ging es ins Set-Play, sah Bayerns Defnse meist ebenfalls nicht gut aus. Kubans Mischung aus Athletik und guten Schützen bereitete den Münchnern sichtlich Probleme. Lediglich John Bryant hielt anfangs mit und leistete damit seinen Beitrag, den Rückstand bis zur Halbzeit auf zehn Punkte zu verkürzen.

Dennoch sprach nach zwei Vierteln wenig für die Münchner. Plötzlich stand jedoch ein völlig anderer FCB auf dem Parkett. Bayern präsentierte sich aggressiver. Krasnodar war ob der nun deutlich intensiveren Defense der Gastgeber beeindruckt und verlor völlig seine Sicherheit. Speziell an der Linie wackelte das Händchen bedenklich (70 Prozent FT).

Die Bayern hatten ihren Rhythmus aus der Distanz dagegen langsam gefunden (45 Prozent 3FG). So auch Bryce Taylor, als er den FCB 90 Sekunden vor dem Ende mit vier Punken in Führung brachte. Die Bayern spielten es nun eigentlich geschickt runter, nahmen Zeit von der Uhr und ließen immer die richtigen Schützen an die Freiwurflinie marschieren.

Valeri Likhodey und Marcus Williams hielten Kuban mit zwei wilden Dreiern jedoch im Spiel. Am Ende waren die Münchner jedoch zu abgeklärt. Topscorer der Partie war Simon Krunoslav mit 19 Punkten. Malcolm Delaney kam auf 18 Zähler.

Real Madrid - Zalgiris Kaunas 108:72 (BOXSCORE)

Der Euroleague-Spielplan im Überblick

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