Samstag, 18.01.2014

Bambergs Nationalspieler Elias Harris im Interview

"Meine Leistungen haben gepasst"

Nach viereinhalb Jahren in den USA kehrte Elias Harris im Dezember nach Deutschland zurück. Im Interview mit SPOX spricht der Nationalspieler über die Gründe für seine Entlassung bei den Los Angeles Lakers, seine Ambitionen bei den Brose Baskets Bamberg und ein NBA-Comeback.

Elias Harris (r.) wechselte nach seiner Entlassung bei den Lakers nach Bamberg
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Elias Harris (r.) wechselte nach seiner Entlassung bei den Lakers nach Bamberg

SPOX: Nach rund viereinhalb Jahren ist Ihr Lebensmittelpunkt wieder in Deutschland. Mussten Sie sich erst einmal wieder eingewöhnen?

Elias Harris: Das würde ich so nicht sagen. Ich bin ja in Deutschland aufgewachsen. Von daher ist es für mich ein gewohntes Umfeld. Ich musste mich allerdings erst wieder daran gewöhnen, dass die Geschäfte hier sonntags nicht aufhaben. Das war in den USA schon immer ganz nett.

SPOX: Sie sind jetzt nach Bamberg gewechselt. Wie kam der Kontakt zustande? Gab es auch andere Angebote aus der BBL oder Europa?

Harris: Der Kontakt kam klassisch über meinen Berater zustande und lief dann über das Management von Bamberg. Ich hatte auch andere Angebote, aber die Vereine möchte ich nicht verraten.

SPOX: Tim Ohlbrecht versucht jetzt zum zweiten Mal den Weg über die D-League in die NBA. War das für Sie keine Option?

Harris: Wir haben schon überlegt, ob ich es probieren soll. Ich habe dann aber entschieden, dass ich lieber zurück nach Europa will, um hier wieder Basketball zu spielen.

So spielten Ohlbrecht, Nowitzki und Co.

SPOX: In ihrem ersten Spiel für Bamberg ging es in der Euroleague gegen Kaunas um alles. Sie kamen aber nicht zum Einsatz. Warum?

Harris: Ich war ja zu dem Zeitpunkt erst drei Tage in Bamberg. Das wäre alles ein bisschen früh gewesen. Ich war ja im Training auch noch nicht richtig integriert. Von daher konnte ich das schon nachvollziehen.

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SPOX: Danach gaben Sie mit 25 Punkten ein starkes BBL-Debüt gegen Hagen und waren gleich Topscorer. Hatten Sie das so erwartet?

Harris: Nein, das hatte ich nicht. Ich bin einfach mit der Einstellung ins Spiel gegangen, hart zu spielen. Ich wollte mich einfach bemühen. Dass es dann gleich so gut klappte, war natürlich schön. Das hatte ich aber auf keinen Fall so erwartet.

SPOX: Momentan kommen Sie noch von der Bank. Welche Rolle hat Coach Fleming Ihnen mittelfristig zugedacht?

Harris: Darüber haben wir noch gar nicht geredet. Und ehrlich gesagt, habe ich mir auch noch keine Gedanken darüber gemacht. Ich bekomme ja trotzdem meine Spielzeit. Daher macht mich das auch nicht nervös.

Die BBL-Topscorer der letzten 15 Jahre
BBL-TOPSCORER DER SAISON 2014/2015: D.J. Kennedy (USA/MHP Riesen Ludwigsburg), 18,0 Punkte
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BBL-TOPSCORER DER SAISON 2013/2014: Darius Adams (USA/Eisbären Bremerhaven), 18,0 Punkte
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BBL-TOPSCORER DER SAISON 2012/2013: Davin White (USA/Phoenix Hagen), 17,1 Punkte
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BBL-TOPSCORER DER SAISON 2011/2012: Bobby Brown (USA/EWE Baskets Oldenburg), 16,9 Punkte
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BBL-TOPSCORER DER SAISON 2010/2011: DaShaun Wood (USA/Frankfurt Skyliners), 19,0 Punkte
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BBL-TOPSCORER DER SAISON 2009/2010: Christopher Copeland (USA/TBB Trier), 16,9 Punkte
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BBL-TOPSCORER DER SAISON 2008/2009: Omari Westley (USA/Giants Nördlingen), 15,9 Punkte
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BBL-TOPSCORER DER SAISON 2007/2008: Timothy James Black (USA/digibu Baskets Paderborn), 21,3 Punkte
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BBL-TOPSCORER DER SAISON 2006/2007: Derrick Allen (USA/Giants Leverkusen), 17,0 Punkte
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BBL-TOPSCORER DER SAISON 2005/2006: Andrew Wisniewski (USA/Telekom Baskets Bonn), 21,4 Punkte
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BBL-TOPSCORER DER SAISON 2004/2005: Narcisse Ewodo (CAM/BG Karlsruhe), 21,0 Punkte
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BBL-TOPSCORER DER SAISON 2003/2004: Bjorn Aubre McKie (USA/TBB Trier), 23,2 Punkte
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BBL-TOPSCORER DER SAISON 2002/2003: Bjorn Aubre McKie (USA/Avitos Gießen), 25,7 Punkte
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BBL-TOPSCORER DER SAISON 2001/2002: DeJuan Collins (USA/Wired Minds Tübingen), 23,6 Punkte
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BBL-TOPSCORER DER SAISON 2000/2001: John Best (USA/Bayer Giants Leverkusen), 23,6 Punkte
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SPOX: Sie haben aber schon das Ziel, mittelfristig zu starten, oder?

Harris: Im Endeffekt schon, aber so wie es momentan läuft, ist es auch in Ordnung. Ich komme auf meine Spielzeit. Es gibt also keinen Grund zu mosern.

SPOX: Die Bayern führen die Tabelle der BBL souverän an. Sind sie dieses Jahr das dominierende Team?

Harris: Das sehe ich nicht so. Man hat bei ihrer Niederlage gegen Oldenburg gesehen, dass in der BBL eigentlich jeder jeden schlagen kann. Ich glaube nicht, dass es das dominierende Team in der Liga gibt. Wenn wir unser Spiel durchbringen und die Dinge umsetzen, die wir uns vorgenommen haben, dann sind wir in einer guten Ausgangsposition, in diesem Jahr einiges zu reißen.

SPOX: Sie haben innerhalb von kurzer Zeit College, Summer League, Preseason, NBA und BBL gespielt. Wo würden Sie die BBL vom Niveau einordnen?

Harris: Ich würde schon sagen, dass die BBL leicht über dem College-Niveau anzusiedeln ist. Wobei ich auch denke, dass die guten College-Mannschaften auch BBL-Teams schlagen könnten. Das Niveau ist auf jeden Fall ähnlich.

Seite 2: Harris über die Lakers-Entlassung: "Meine Leistungen haben gepasst"

Interview: Marc-Oliver Robbers

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Marc-Oliver Robbers(Verantwortlicher Redakteur NBA.de)

Marc-Oliver Robbers, Jahrgang 1982, ist seit Anfang 2013 bei SPOX.com und leitet die NBA-Basketball-Redaktion. Kam 2011 als Praktikant aus dem Oldenburger Münsterland zu SPOX und ist nach einem kurzen Abstecher zu Sport1.de nun zurück im Hause PERFORM. Kernressort: Basketball, aber auch im Fußball und Tennis zuhause.

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Die Brose Baskets Bamberg setzten sich in der Saison 2015/2016 die BBL-Krone auf
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