Sonntag, 15.12.2013

BBL, 13. Spieltag

Rasta Vechta gegen Bayern chancenlos

Bayern München hat sich gegen den SC Rasta Vechta für die Euroleague-Niederlage gegen Malaga rehabilitiert. Beim Comeback von Johannes Lischka konnte Tübingen seinen ersten Sieg nach fünf Niederlagen in Folge feiern. Die Brose Baskets verlieren in Ulm das erste Spiel nach zwölf Siegen in Folge. Alba Berlin gab sich gegen Trier keine Blöße: Die Hauptstädter siegten ungefährdet mit 87:72 und kletterten in der Tabelle weiter nach oben. Auch die Frankfurt Skyliners kamen zurück in die Erfolgsspur. Dem Mitteldeutschen BC gelang eine Sensation.

Deon Thompson schaffte gegen Rasta Vechta als einziger Spieler ein Double-Double
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Deon Thompson schaffte gegen Rasta Vechta als einziger Spieler ein Double-Double

Bayern München - SC Rasta Vechta 93:74 BOXSCORE

Nach anfänglichen Startschwierigkeiten hat Bayern München den SC Rasta Vechta relativ problemlos schlagen können. Nur drei Tage nach der Euroleague-Pleite gegen Malaga führte die Mannschaft von Trainer Svetislav Pesic bereits nach drei Vierteln klar mit 70:55 und konnte in den letzten zehn Minuten einen Gang zurückschalten.

Rasta Vechta zeigte sich in der Defensive zunehmend überfordert und schickte die Münchner gleich 28-mal an die Freiwurflinie, von der sich die Bayern extrem sicher zeigten (79%). Mit Dylan Talley, der auf 21 Punkte und 5 Rebounds kam, stemmte sich in der Offensive zudem nur ein Mann wirklich gegen die Niederlage. Brandon Kyle Bowman traf gerade mal 2 seiner 10 Würfe aus dem Feld und beendete das Spiel mit nur 5 Pünktchen.

Die Bayern, bei denen John Bryant sich eine Pause gönnen durfte, überzeugten dagegen mit einer starken Teamleistung. Gleich sechs Spieler punkteten zweistellig. Deon Thompson konnte mit 12 Punkten und 10 Rebounds ein Double-Double verbuchen. Während der SC seine sechste Niederlage in den letzten sieben Spielen hinnehmen musste, konnten die Bayern ihren Vorsprung an der Tabellenspitze durch den fünften Sieg in Serie weiter ausbauen.

Phoenix Hagen - Walter Tigers Tübingen 78:95 BOXSCORE

Dank eines furiosen letzten Viertels konnten die Walter Tigers Tübingen ein erfolgreiches Comeback von Johannes Lischka feiern, der erstmals seit seiner Gehirntumordiagnose wieder auflaufen konnte. Der Deutsche kam allerdings nur drei Minuten zum Einsatz, in denen ihm drei Rebounds gelangen.

Generell zeigte sich Tübingen unter den Körben sehr engagiert und gewann den Kampf um die Rebounds mit 35:26 für sich. Besonders Anatoly Kashirov zeigte eine bärenstarke Leistung und kam neben seinen 10 Rebounds auch auf 21 Punkte. Topscorer der Tigers war allerdings Branislav Ratkovica, der in 30 Minuten fünf seiner neun Dreierversuche traf und das Spiel mit 31 Punkten und 7 Assists beendete.

Hagen, das in der ersten Hälfte bereits auf 17 Zähler davongezogen war, konnte der unglaublichen Treffsicherheit Tübingens im letzten Viertel nichts entgegensetzen und verlor den letzten Abschnitt mit 19:38. Der Lauf der Tigers überstrahlte so auch die starke Leistung Larry Gordons, der auf 19 Punkte und 14 Rebounds kam. Für Tübingen war es nach fünf Niederlagen in Folge der erste Sieg und ein wichtiger Schritt im Kampf gegen den Abstieg.

Frankfurt Skyliners - Phantoms Braunschweig 79:53 BOXSCORE

Topscorer war Frankfurts Andrew Rautins mit 26 Punkten, für Braunschweig traf James Florence am besten (16). Das Team von Trainer Gordon Herbert liegt nach vier Siegen aus den letzten fünf Spielen auf Platz sieben. Braunschweig ist Elfter.

ALBA Berlin - TBB Trier 87:72 BOXSCORE

Nach dem Triumph der Skyliners gegen Braunschweig war ALBA gefordert - und lieferte. Mit dem ungefährdeten Sieg eroberten die jetzt punktgleichen Berliner dank der überragenden Korbdifferenz (+125 zu -22) den siebten Tabellenplatz zurück.

Dabei legten die Hausherren nach zuletzt zwei Niederlagen in Folge stark los und zogen schnell bis auf 16 Punkte davon. Nach einem ausgeglichenen zweiten Viertel ging es mit 45:33 für die Hauptstädter in die Pause.

Obwohl die TBB gut in den dritten Abschnitt startete, haderten die Gäste lange Zeit mit der schwachen Quote aus dem Feld (43 Prozent), während sich ALBA effektiver zeigte (63 Prozent aus dem Feld, 46 Prozent verwandelte Dreier). Dem starken Schlussspurt der Hausherren hatte die Mannschaft aus Trier nichts mehr entgegenzusetzen.

s.Oliver Baskets Würzburg - MHP RIESEN Ludwigsburg 69:58 BOXSCORE

EWE Baskets Oldenburg - Mitteldeutscher BC 82:88 OT BOXSCORE

Oldenburg bleibt nach der Niederlage weiter sechs Punkte hinter Spitzenreiter Bayern München, der Mitteldeutsche BC macht mit dem wichtigen Erfolg Boden auf die Abstiegsplätze gut.

Es sah sogar lange Zeit so aus, als würden die Gäste einen klaren Erfolg in der regulären Spielzeit einfahren. Erst im letzten Drittel drehten die Baskets auf und retteten sich in die Overtime. Dort machte der MBC trotz einer schwachen Quote aus dem Feld (38 Prozent) alles klar.

Während Oldenburg mit Julius Jenkins den Topscorer stellte (22 Punkte), knackten beim Mitteldeutschen BC mit Angelo Caloiaro und Marcus Hatten gleich zwei Spieler die 20-Punkte-Marke.

ratiopharm Ulm - Brose Baskets Bamberg 72:59 BOXSCORE

Zwölf Niederlagen kassierten die Ulmer gegen Bamberg in Folge, seit 1998 gelangen in 27 Spielen nur vier Siege. Am Sonntag gelang endlich die Trendwende. Dabei kamen die Brose Baskets deutlich besser ins Spiel. Nach dem ersten Viertel führe Bamberg mit zehn Punkten.

Anschließend kämpfte sich Ulm aber zurück und ging pünktlich zur Halbzeit mit einem Punkt in Führung. In den darauffolgenden zehn Minuten gelangen den Bambergern nur vier mickrige Punkte. Mit elf Punkten in Folge entschieden die Baden-Württemberger das Spiel letztlich vorzeitig.

Besonders die Dreierquote der Brose Baskets war erschreckend schwach. Nur 15 Prozent (3/20) der Würfe von Downtown fanden den Weg in den Korb. D'Or Fischer war mit zwölf Punkten in 16 Minuten bester Werfer, Karsten Tadda schaffte bei 17 Minuten Spielzeit keinen einzigen Punkt.

Auf Ulmer Seite führte Trent Plaisted (15 Punkte) das Scoreboard an. Adam Hess und Cameron Long steuerten je 11 Zähler zur ausgeglichenen Mannschaftsleistung bei. Dabei kompensierte Ulm die Schwäche von Matt Howard, der keinen einzigen seiner acht Würfe aus dem Feld traf, dafür aber acht Rebounds holte.

Eisbären Bremerhaven - Artland Dragons (So., 16 Uhr)

Phoenix Hagen - Walter Tigers Tübingen (So., 17 Uhr)

Telekom Baskets Bonn - BBC medi Bayreuth (So., 17 Uhr)

FC Bayern München - Rasta Vechta (So., 18 Uhr)

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