Freitag, 29.11.2013

Euroleague, 7. Spieltag: Roundup

Pleiß siegt - Barca schlägt Fener

Tibor Pleiß gewinnt mit Laboral Kutxa gegen Panathinaikos und ist auf Top-16-Kurs. Barca revanchiert sich bei Fener. Dirk Bauermann kassiert mit Lietuvos Rytas eine deutliche 53:84-Niederlage. Die Chancen auf die Top 16 schwinden damit zusehends. Die Russen sind dagegen bereits jetzt für die nächste Runde qualifiziert. In Piräus kommt es zwischen Olympiakos und Gala zum Eklat.

Tibor Pleiß hat mit Laboral Kutxa gute Chancen auf die Top 16
© getty
Tibor Pleiß hat mit Laboral Kutxa gute Chancen auf die Top 16

Gruppe B

Brose Baskets Bamberg - Real Madrid 69:89 BOXSCORE

Analyse Starkes Bamberg unterliegt Real

Zalgiris Kaunas - EA7 Emporio Armani Milan 73:71 (BOXSCORE)

Die ersten Minuten waren nichts für Defensivpuristen. Keinem der beiden Teams gelang es, das jeweilige Gegenüber effektiv stoppen. Das übernahmen die Offense-Reihen dann allerdings selbst. Sowohl Zalgiris als auch Milan leisteten sich ab Mitte des ersten Viertels viele leichte Ballverluste, die den offensiven Rhythmus wiederum deutlich ins Stocken brachten.

Zudem bekam Kaunas seine Defense im zweiten Viertel besser in Griff, sodass sich die Scoring-Probleme der Italiener noch verstärkten. Zwischenzeitlich schwache Quoten taten ihr Übriges. Zudem wurde Alessandro Gentile häufig gedoppelt, weshalb Milans Kapitän sein Offensivspiel nicht wie gewohnt entfalten konnte. Dass Kaunas' Vorsprung bis zum Schlussabschnitt dennoch nicht zu deutlich anwuchs, lag in erster Linie an Keith Langford. Der Guard hielt Milan offensiv fast allein im Spiel (29 Punkte).

So kamen die Italiener im letzten Viertel sogar noch mal heran. Dort wollten allerdings selbst offenste Dreier nicht fallen. Noch schlimmer aber: Milan traf nur gut die Hälfte seiner Freiwürfe (12/20). Exemplarische dafür stand Gentile, der nach Sarunas Jasikevicius' unsportlichem Foul gleich beide Bonusfreiwürfe vergab. Trotz allem konnte Zalgiris das Spiel einfach nicht zumachen. Die Gäste blieben dran, mussten sich am Ende aber doch knapp geschlagen geben.

Anadolu Efes - Strasbourg IG 88:65 BOXSCORE

Gruppe D

Lietuvos Rytas - Lokomotiv Kuban Krasnador 53:84 BOXSCORE

Hätte Dirk Bauermann seinen Wunschstart auf die Taktiktafel malen dürfen, er hätte sich wohl nicht allzu sehr von dem unterschieden, was sein Team im ersten Viertel anbot. Rytas verteidigte stark, machte die Zone dicht. Auch Kubans Zug zum Korb wurde effektiv unterbunden. Vorne bewegten die Litauer den Ball stark, fanden immer wieder die offenen Schützen, die dann auch trafen.

Das Problem: Rytas' Offense war zu sehr vom Dreier abhängig. Als Lokomotive mit Beginn des zweiten Viertels den Perimeter besser verteidigte, bekamen die Gastgeber plötzlich Probleme. Die Big Men waren vorne zu ungefährlich, weshalb sich die Russen guten Gewissens auf das Verteidigen der Dreier konzentrieren konnten. So gelangen Rytas im zweiten Viertel lediglich 7 Punkte.

Kuban hatte inzwischen dagegen seinen offensiven Rhythmus gefunden. Speziell dank des deutlich verbesserten High-Low-Spiels. Anstatt ineffektiver langer Zweier brachte Lokomotive den Ball immer wieder in die Zone, wo die Big Men ihre Vorteile konstant nutzten. So schraubte der Tabellenführer der Gruppe D seinen 8-Zähler-Halbzeitvorsprung Stück für Stück nach oben.

Dabei traf Kuban von draußen rein gar nichts (18 Prozent). Herausragende Quoten von innerhalb des Perimeter (75 Prozent) machten den Dreier aber ohnehin völlig belanglos. Rytas bekam seine Probleme in der Offense dagegen einfach nicht den Griff. Die Litauer fanden schlicht keine Möglichkeit, konstant zu scoren. Auch deshalb wuchs der Rückstand bis zum Ende auf 31 Punkte an. Rytas hat damit nur noch theoretische Chancen auf die Top 16, Kuban steht dagegen bereits in der nächsten Runde. Topscorer der Partie war Derrick Brown (20 Punkte).

Roter Stern Belgrad - Maccabi Tel Aviv 76:78 BOXSCORE

Laboral Kutxa - Panathinaikos 79:77 BOXSCORE

Gegen die Topteams läuft es einfach für Laboral Kutxa. Vor einer Woche hatten die Basken Maccabi Tel Aviv zum zweiten Mal in dieser Saison besiegt, und auch der einstige Serienmeister Panathinakos wird die laufende Euroleague-Saison ohne Erfolg gegen Laboral beenden. Tibor Pleiß stand zwar nur knapp 13 Minuten auf dem Court, nutzte diese aber für 9 Punkte (4/5 FG, 1/1 FT).

Den Grundstein zum neuerlich Sieg gegen Pana legten die Gastgeber bereits im ersten Viertel, als sie die Griechen mit 35:19 distanzierten. Das war auch nötig, schließlich entschied Laboral keinen der übrigen Abschnitte für sich - und das trotz starker Quoten aus dem Feld (53 Prozent 2FG, 54 Prozent 3FG).

Kurz vor dem Ende kam Athen durch Fotsis' Dreier noch einmal bis auf 2 Punkte heran. Nachdem Heurtels Layup nicht seinen Weg in den Ring fand, vergab Diamantidis jedoch Athens möglichen Sieg von Downtown. Dennoch war Panas Kapitän gemeinsam mit Maciulis Topscorer der Partie (19 Punkte). Durch den Sieg zieht das Team von Pleiß an den Griechen vorbei und steht nun auf Rang drei der Gruppe D.

Gruppe A

JSF Nanterre - Partizan Belgrad 62:61 BOXSCORE

Budivelnyk Kiev - ZSKA Moskau 74:82 BOXSCORE

FC Barcelona - Fenerbahce Ulker 94:81 BOXSCORE

Neben Real war Fenerbahce bislang das Team der Saison. In sechs Spielen musste das Team von Trainerlegende Zeljko Obradovic zuvor keine Niederlage hinnehmen. Selbst Barca hatte Fener zu Hause dominiert. Das wollte man in Katalonien allerdings offenbar nicht auf sich sitzen lassen. Barcelona entfachte im ersten Viertel ein Offensivfeuerwerk, wie es wohl nur ganz selten zu bestaunen ist.

Barca überrannte Fener förmlich. 78 Prozent der Würfe von diesseits der Perimeters fanden ihr Ziel, von Downtown trafen die Katalanen sogar noch besser (80 Prozent). 35 (!) Punkte hatte Barca so im ersten Viertel erzielt und die Gäste damit bereits um 20 Zähler distanziert.

Natürlich waren derartige Quoten aber nicht zu halten. Einen Einbruch leistete sich Barca zwar nicht, geerdet wurden die Katalanen im weiteren Verlauf allerdings schon. Gerade der Dreier wollte nicht mehr so gut fallen, wie zuvor (33 Prozent 3FG). So tastete sich Fener angeführt von Bo McCalebb (22 Punkte) langsam heran, wirklich in Reichweite kamen die Gäste allerdings nicht.

Als der starke Kostas Papanikolaou (18 Punkte, 62 Prozent 2FG, 2/2 3FG) per Baseline-Drive inklusive spektakulärem Dunk Barcas Vorsprung wieder bis auf 14 Punkte ausbaute und Ante Tomic kurz darauf sein Arsenal an Postmoves unter Beweis stellte, hatte Barca den Sieg beinahe eingefahren. Zwei schnelle Dreier sowie intensive Defense ließen Fener zwar noch einmal hoffen, am Ende war der Rückstand jedoch zu groß. Topscorer der Partie war der ehemalige Bamberger Bostjan Nachbar (23 Punkte). Durch das deutliche Ergebnis entschied Barca zudem den direkten Vergleich für sich.

Gruppe C

Zielona Gora - Unicaja Malaga 67:84 BOXSCORE

Olympiakos Piräus - Galatasaray 72:54 BOXSCORE

Das Spiel war eigentlich bereits entschieden. Drei Minuten vor dem Ende führte Olympiakos mit 70:44, als sich Mirza Begic und Pops Mensah-Bonsu nach einer Rangelei zu einem Infight hinreißen ließen, der selbst Mike Tyson vor Neid hätte erblassen lassen. Die beiden Big Men tauschten gleich mehrere Schwinger aus, ehe die Mitspieler die Situation in den Griff brachten. Allerdings hatte die Einlage die Zuschauer derart in Rage gebracht, dass Vassilis Spanoulis zum Mikro greifen und sie dazu anhalten musste, auf ihren Plätzen zu bleiben.

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Weshalb die beiden derart ihre gute Kinderstube vergaßen, ist zumindest aus Begic' Sicht nicht ganz nachvollziehbar. Schließlich hatte Olympiakos Gala bis dahin in beinahe allen Aspekten dominiert. Der Champion kontrollierte die Gäste im Grunde vom Tipoff an. Galatasaray ließ dagegen alles vermissen, was es im Idealfall auszeichnet. Die Quoten waren unterirdisch (32 Prozent 2FG, 14 Prozent 3FG), das Ballmovement war kaum vorhanden (7 Assists).

Olympiakos hatte von Downtown zwar ebenfalls Probleme (26 Prozent 3FG), zeigte aber wieder mal ganz starken Teambasketball. Die Griechen ließen den Ball gut laufen und erspielten sich so immer wieder gute Würfe (60 Prozent 2FG). So zog Piräus in den ersten drei Vierteln unaufhaltsam davon, sodass das Spiel mit Beginn des Schlussabschnitts beinahe entschieden war. Topscorer der Partie war Bryan Dunston mit 18 Punkte.

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