Sonntag, 06.10.2013

BBL: Bayern - Bamberg 84:74

Statement-Sieg für die Bayern

Bayern München hat das erste Duell der Titelfavoriten in der BBL für sich entschieden. Beim Heimdebüt am 2. Spieltag der neuen Saison gelang der Mannschaft von Trainer Svetislav Pesic nach packendem Spielverlauf ein 84:74 (42:33)-Sieg (BOXSCORE) gegen Meister Brose Baskets Bamberg.

Bastian Schweinsteiger war natürlich auch wieder im Audi Dome dabei
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Bastian Schweinsteiger war natürlich auch wieder im Audi Dome dabei

Nihad Djedovic und Chevon Troutman waren mit je 14 Punkten die Topscorer der Bayern, John Bryant sammelte 13 Punkte, 6 Rebounds und 4 Assists. Bei Bamberg scorten Casey Jacobsen (17), Zach Wright (12) und Anton Gavel (11, dazu 6 Assists) am besten.

Am Rande des Spiels erteilte Sportdirektor Marko Pesic Gerüchten über einen bevorstehenden Wechsel von Nationalspieler Tibor Pleiß zu Bayern München eine Absage. "Das ist vom Tisch. Das wurde vor zwei, drei Wochen ad acta gelegt", sagte Pesic in der Pause bei "Sport1".

Die Bayern hatten durchaus Interesse am 2,15 m großen Center vom spanischen Erstligisten Laboral Kutxa Vitoria. "Wir wurden während der EM von Tibors Berater kontaktiert. Wir haben auch mit Vitoria gesprochen", so Pesic. Ein Transfer sei aber nicht machbar gewesen.

Die Reaktionen:

Svetislav Pesic (Trainer des FC Bayern Basketball): "Heute war viel Enthusiasmus und Kampf in unserem Spiel. Es gab natürlich Momente, in denen wir sowohl offensiv als auch defensiv nicht clever agiert haben, aber ich bin zufrieden mit der Leistung meiner Mannschaft. Wir hatten in den letzten zwanzig Minuten keinen Ballverlust. Das ist ein Zeichen von Qualität und guter Konzentration."

Chris Fleming (Trainer der Brose Baskets Bamberg): "Wir haben in der ersten Halbzeit zu viel liegen lassen. Bayern ist deutlich kompakter aufgetreten. In der zweiten Halbzeit lief es wesentlich besser. Wir waren defensiv besser aufgestellt und haben unsere Würfe gefunden. Am Ende hat es leider nicht gereicht. Ausschlaggebend waren für mich die beiden Dreier von Nihad Djedovic. Bayern hat das Spiel damit verdient gewonnen."

Der SPOX-Spielfilm:

Vor dem Tipoff: Die Bayern beginnen wie in Bonn mit Delaney, Taylor, Djedovic, Savovic und Bryant. In Bambergs Starting Five stehen Wright, Gavel, Jacobsen, Ford und Zirbes.

5.: Bryant zeigt, dass er auch von weit draußen die Bälle reinknallen kann! Der Center ist viel besser im Spiel als noch beim Auftakt in Bonn - er steht schon bei 7 Punkten. Starker Start der Bayern - 15:6!

10.: Schaffartzik for threeeeeee! Ein typischer Heiko - der Guard ist kaum auf dem Feld, da steigt er auch schon zum ersten Mal hoch und trifft. Das 1. Viertel gehörte klar den Bayern. 24:16.

14.: Troutman erzielt die ersten 6 Bayern-Punkte im 2. Viertel - und jetzt trifft sogar Hamann von Downtown! Bayern ist auf 15 Punkte weg. 33:18. Timeout Bamberg.

20.: Münchens Vorsprung betrug zwischenzeitlich 17 Punkte, aber Bamberg kommt zurück. Kurz vor der Halbzeit trifft Jacobsen nach Gavel-Assist den Dreier. Der Rückstand ist wieder im einstelligen Bereich. 42:33 Bayern.

24.: Der Meister ist wieder dran! Immer wieder übernimmt der starke Jacobsen Verantwortung - und jetzt haut Ford nach Wright-Assist einen Dreier ein. Nur noch 48:43 Bayern - Pesic muss reagieren und nimmt die Auszeit.

30.: Plötzlich läuft Goldsberry heiß und bringt Bamberg mit zwei Dreiern weiter heran. Die letzte Aktion des Viertels setzt dann Markota, der zum Korb zieht und den Ball reinlegt. Bayern vor den letzten 10 Minuten nur noch mit 3 vorne. 61:58.

33.: Um Gavel war es in puncto Scoring bislang ruhig, aber jetzt ist der Star-Guard wie gewohnt zur Stelle. Typischer Gavel-Dreier mit flacher Flugkurve. Ausgleich! 65:65!

35.: Wieder Gavel. Wieder for three. Wieder drin! 68:67 Bamberg. Der Meister liegt zum ersten Mal im gesamten Spiel in Führung.

39.: Nach einer Auszeit geht der Ball nach innen zu Bryant, der Center gibt raus zu Djedovic - und der Bosnier trifft den Money-Dreier. 76:73 Bayern.

40.: Unfassbar! Delaney mit dem Verzweiflungspass raus auf Djedovic, die Shot Clock läuft gnadenlos runter, Djedovic wirft den Ball von ganz weit draußen gerade noch rechtzeitig los - und haut das Ding schon wieder rein. Mit Brett! Unmögliches Ding! 79:74 Bayern. Timeout Bamberg.

Der Star des Spiels: Nihad Djedovic. Was für eine Crunchtime-Performance für den Ex-Alba-Mann! Djedovic erzielte 9 seiner 14 Punkte in den letzten 82 Sekunden und wurde so zum entscheidenden Spieler. Und der Bosnier schlug ausgerechnet zweimal von Downtown zu. Wenn man bei all seinem überragenden Talent Zweifel hat, dann an seinem Wurf. In der letzten Saison schoss er für Alba unter 30 Prozent von der Dreierlinie. Wenn Djedovic in dieser Saison anfängt, konstant von außen zu treffen, werden die Bayern noch viel Freude an ihm haben. Auch stark: Troutman.

Der Flop des Spiels: Rakim Sanders. Der Neuzugang, der aus Israel nach Bamberg gewechselt ist, hat eine Unmenge an Talent und ist vor allem athletisch ohne Ende. Auf Sicht könnte er sich in Bamberg zum absoluten Star entwickeln. Aber noch ist er nicht in der BBL angekommen. Gegen die Bayern geriet er schnell in Foulprobleme und fand danach nie richtig ins Spiel (2/8 FG, 4 Turnover).

Analyse: In der ersten Halbzeit sahen die Zuschauer im Audi Dome einen brutal dominanten FC Bayern. Dem Pesic-Team gelang es, sein Tempospiel aufzuziehen - man spielte den Meister phasenweise an die Wand (17-Punkte-Vorsprung).

Die BBL-Topscorer der letzten 15 Jahre
BBL-TOPSCORER DER SAISON 2014/2015: D.J. Kennedy (USA/MHP Riesen Ludwigsburg), 18,0 Punkte
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BBL-TOPSCORER DER SAISON 2013/2014: Darius Adams (USA/Eisbären Bremerhaven), 18,0 Punkte
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BBL-TOPSCORER DER SAISON 2012/2013: Davin White (USA/Phoenix Hagen), 17,1 Punkte
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BBL-TOPSCORER DER SAISON 2011/2012: Bobby Brown (USA/EWE Baskets Oldenburg), 16,9 Punkte
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BBL-TOPSCORER DER SAISON 2011/2012: Bobby Brown (USA/EWE Baskets Oldenburg), 16,9 Punkte
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BBL-TOPSCORER DER SAISON 2010/2011: DaShaun Wood (USA/Frankfurt Skyliners), 19,0 Punkte
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BBL-TOPSCORER DER SAISON 2010/2011: DaShaun Wood (USA/Frankfurt Skyliners), 19,0 Punkte
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BBL-TOPSCORER DER SAISON 2009/2010: Christopher Copeland (USA/TBB Trier), 16,9 Punkte
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BBL-TOPSCORER DER SAISON 2009/2010: Christopher Copeland (USA/TBB Trier), 16,9 Punkte
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BBL-TOPSCORER DER SAISON 2008/2009: Omari Westley (USA/Giants Nördlingen), 15,9 Punkte
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BBL-TOPSCORER DER SAISON 2008/2009: Omari Westley (USA/Giants Nördlingen), 15,9 Punkte
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BBL-TOPSCORER DER SAISON 2007/2008: Timothy James Black (USA/digibu Baskets Paderborn), 21,3 Punkte
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BBL-TOPSCORER DER SAISON 2007/2008: Timothy James Black (USA/digibu Baskets Paderborn), 21,3 Punkte
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BBL-TOPSCORER DER SAISON 2006/2007: Derrick Allen (USA/Giants Leverkusen), 17,0 Punkte
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BBL-TOPSCORER DER SAISON 2005/2006: Andrew Wisniewski (USA/Telekom Baskets Bonn), 21,4 Punkte
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BBL-TOPSCORER DER SAISON 2005/2006: Andrew Wisniewski (USA/Telekom Baskets Bonn), 21,4 Punkte
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BBL-TOPSCORER DER SAISON 2004/2005: Narcisse Ewodo (CAM/BG Karlsruhe), 21,0 Punkte
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BBL-TOPSCORER DER SAISON 2004/2005: Narcisse Ewodo (CAM/BG Karlsruhe), 21,0 Punkte
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BBL-TOPSCORER DER SAISON 2003/2004: Bjorn Aubre McKie (USA/TBB Trier), 23,2 Punkte
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BBL-TOPSCORER DER SAISON 2003/2004: Bjorn Aubre McKie (USA/TBB Trier), 23,2 Punkte
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BBL-TOPSCORER DER SAISON 2002/2003: Bjorn Aubre McKie (USA/Avitos Gießen), 25,7 Punkte
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BBL-TOPSCORER DER SAISON 2002/2003: Bjorn Aubre McKie (USA/Avitos Gießen), 25,7 Punkte
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BBL-TOPSCORER DER SAISON 2001/2002: DeJuan Collins (USA/Wired Minds Tübingen), 23,6 Punkte
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BBL-TOPSCORER DER SAISON 2001/2002: DeJuan Collins (USA/Wired Minds Tübingen), 23,6 Punkte
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BBL-TOPSCORER DER SAISON 2000/2001: John Best (USA/Bayer Giants Leverkusen), 23,6 Punkte
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BBL-TOPSCORER DER SAISON 2000/2001: John Best (USA/Bayer Giants Leverkusen), 23,6 Punkte
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Aber wer Bamberg kennt, der weiß, dass sich der Champion nicht so schnell aus der Ruhe bringen lässt und immer in der Lage ist, ins Spiel zurückzukommen. So sollte es dann auch kommen. In Halbzeit 2 verstand es Bamberg viel besser, das Spiel langsamer zu machen.

Und werden die Bayern ins Set-Play gezwungen und sind nur von ihrer individuellen Klasse abhängig, offenbaren sich noch große Probleme. Bamberg drehte das Spiel und lag im Schlussviertel nach einer kurzen Gavel-Show sogar kurzzeitig vorne.

In der Schlussphase lief es dann aber total gegen Bamberg. Zach Wright musste mit seinem 5. Foul vom Feld und statt eines Gavel oder Jacobsen riss Djedovic das Spiel an sich. Außerdem spielten die Turnover eine große Rolle. Während sich Bayern nur 9 Ballverluste leistete (0 in der zweiten Halbzeit!), standen bei Bamberg satte 16 auf dem Konto.

Interessant an der Bayern-Rotation: Heiko Schaffartzik (5 Punkte in 15 Minuten) und Robin Benzing (8 Punkte in 17 Minuten) kommen - nicht überraschend - nur untergeordnete Rollen zu - sie sitzen in der entscheidenden Phase nur auf der Bank.

Für die Bayern geht die Saison am dritten Spieltag am Mittwoch mit einem Auswärtsspiel in Ludwigsburg weiter, Bamberg empfängt Tübingen.

Die restlichen Spiele des 2. Spieltags

Florian Regelmann

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Florian Regelmann(Chefredakteur )

Florian Regelmann, Jahrgang 1980, ist als Content Director des Mutterkonzerns PERFORM Deutschland verantwortlich für die redaktionellen Inhalte bei SPOX.com. Schwerpunkte: Tennis, Golf, US-Sport, Basketball, Handball, Eishockey, Volleyball. Geboren und aufgewachsen am Bodensee. Schon seit 2007 im SPOX-Team dabei.

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Wer kann Bamberg 2016/2017 stoppen?

Die Brose Baskets Bamberg setzten sich in der Saison 2015/2016 die BBL-Krone auf
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