Alba-Power und der MVP

Von Fabian Herbers
Montag, 05.08.2013 | 11:51 Uhr
Trainer Svetislav Pesic (l.) hat prominente Neuzugänge bekommen - auch MVP John Bryant (r.)
© getty
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Woche für Woche präsentieren die Bayern hochkarätige Neuzugänge. Das Aufgebot liest sich wie ein BBL-All-Star-Team, gespickt mit Nationalspielern und dem MVP der letzten zwei Jahre. Vor allem bei Alba Berlin bedienten sich die Münchner ausgiebig. Nun muss Trainer Svetislav Pesic die Mannschaft nur noch formen.

In der dritten Saison nach dem Aufstieg in die BBL will es die Basketball-Abteilung vom FC Bayern München wissen: Mit einer Menge Neuverpflichtungen hat sich der Verein verstärkt. So soll der Meistertitel 2014 nach München wandern. Auffällig ist, dass die Bayern vor allem Stars verpflichteten, die sich in der BBL oder in der Nationalmannschaft einen Namen gemacht haben. Wird es der Großangriff auf den Titel? Was kann der Kader international?

Die Liste der Neuzugänge liest sich beeindruckend: John Bryant, Heiko Schaffartzik oder Bryce Taylor sind allesamt wichtige Säulen in ihren Vereinen gewesen, die der FCB im Umkehrschluss extrem schwächt. Zudem kommt mit Malcolm Delaney ein Combo-Guard, der Spielpraxis auf internationalem Niveau mitbringt.

Allein vier Bayern-Neuzugänge standen letzte Saison bei Alba Berlin unter Vertrag. Neben Schaffartzik kommen auch Yassin Idbihi, Nihad Djedovic und Dean Thompson aus der Hauptstadt an die Isar. Mit dem Abziehen von gleich vier Alba-Leistungsträgern zwingen die Bayern den Konkurrenten zum Rebuild.

Bayerns neuer Kader ist eine klare Kampfansage an die anderen Topteams der BBL wie Bamberg, Oldenburg oder auch Alba. Aber was kann der Kader international? Durch den Erhalt der Wildcard spielen die Bayern nächste Saison in der Euroleague und brauchen auch dafür einen konkurrenzfähigen Kader. Kadertiefe und Qualität für diese Aufgabe sind bereits da, fehlen dürfte es aber (noch) an der nötigen Erfahrung auf dem internationalen Parkett.

Point Guards: Heiko Schaffartzik, Malcolm Delaney, Steffen Hamann

Den Abgang von Tyrese Rice zu verkraften, wird selbst für die Bayern nicht leicht. Offiziell scheiterte die Vertragsverlängerung an der exorbitanten Gehaltsforderung von Rice und der Guard wechselte nach Israel zu Maccabi Tel Aviv.

Auf der Position des Point Guard ist nur noch Routinier Steffen Hamann geblieben. Er wird in der kommenden Saison jedoch weniger Spielzeit von Coach Svetislav Pesic bekommen.

Die Gründe sind breit gefächert: Der Spielaufbau wird die Aufgabe von den beiden Neuzugängen Heiko Schaffartzik und Malcolm Delaney. Während Schaffartzik als DBB-Kapitän ein gestandener BBL-Spieler ist, wechselt Delaney aus der Ukraine zu den Bayern. Inwiefern sich die beiden Guards die Minuten teilen werden, hängt hauptsächlich vom 24-jährigen Delaney ab. Der US-Amerikaner ist sicherlich eine der wichtigsten Verpflichtungen für die Euroleague.

Vorstellbar ist Delaney als Starter und Schaffartzik als Energiebündel von der Bank. Delaney wurde letzte Saison in der Ukraine Meister und auch zum MVP der Liga gewählt. Will Pesic Small-Ball spielen, ist auch ein Backcourt Schaffartzik/Delaney möglich, da Delaney als Combo Guard auch die Position des Shooting Guard besetzen kann. Ebenso ist auch Schaffartzik als Shooting Guard denkbar.

Eine weitere Option im Spielaufbau wird Nihad Djedovic sein. Trainer Pesic ist voll überzeugt vom ehemaligen Berliner und wird ihn auch auf der Eins einspannen. Zwar ist Djedovic eher als Swingman bekannt, doch seine guten Fähigkeiten mit dem Ball helfen den Bayern im Aufbauspiel. Vergleichbar wäre diese Situation mit Dejan Bodiroga, der als Small Forward oft die Verantwortung im Backcourt übernommen hat.

Steffen Hamann ist sicherlich nicht nur für die Garbage-Time eingeplant, sondern wird nach wie vor in wichtigen Spielszenen, wenn die Mannschaft von seiner Routine profitiert, auf dem Parkett stehen und genug Minuten sehen.

Unter dem neuen Personal für die Position des Point Guard befindet sich kein typischer Floor General, vielmehr setzen die Bayern in der neuen Saison auf polyvalente Spieler und folgen damit dem aktuellen Trend in Europa.

Seite 1: Point Guards

Seite 2: Shooting Guards

Seite 3: Small Forwards

Seite 4: Power Forwards

Seite 5: Center + Fazit

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