33. Spieltag in der BBL

Bamberg schlägt Alba und sichert sich Platz eins

Von Adrian Bohrdt / Stefan Petri / Nikolai Mende
Samstag, 20.04.2013 | 21:53 Uhr
Titelverteidiger Bamberg wird durch den Sieg über Alba als topgesetztes Team in die Playoffs starten
© getty
Advertisement
NBA
Knicks @ Thunder
NBA
Cavaliers @ Bucks
NBA
Warriors @ Grizzlies
BSL
Fenerbahce -
Gaziantep
ACB
Real Madrid -
Malaga
NBA
Hawks @ Nets
NBA
Warriors @ Mavericks
Basketball Champions League
Ludwigsburg -
Neptunas
Basketball Champions League
Bonn -
Nymburk
NBA
Knicks @ Celtics
Basketball Champions League
Olimpija -
Bayreuth
Basketball Champions League
Oldenburg -
Karsiyaka
NBA
Pacers @ Thunder
NBA
Celtics @ Bucks
NBA
Thunder @ Timberwolves
NBA
Cavaliers @ Pelicans
BSL
Galatasaray -
Fenerbahce
ACB
Valencia -
Gran Canaria
NBA
Spurs @ Pacers
NBA
Spurs @ Celtics
Basketball Champions League
Aris -
Bonn

Am 33. Spieltag der Basketball-Bundesliga hat Titelverteidiger Bamberg Pokalsieger Alba Berlin mit 89:80 geschlagen und Platz eins der BBL-Hauptrunde perfekt gemacht. Aber auch die Verfolger sind siegreich. Braunschweig macht einen Satz aus der Abstiegszone, der letzte Playoff-Platz bleibt hart umkämpft.

Brose Baskets Bamberg - Alba Berlin 89:80 (26:12, 26:24, 18:23, 19:21)

Bamberg: Gavel (21), Neumann (19), Jacobsen (16), Nachbar (11), Zirbes (9), Renfroe (9), Ford (4)

Berlin: Wood (16), Thompson (15), Foster (12), Djedovic (11), Traore (10), Idbihi (8), Schaffartzik (6), Morley (2)

Mit einem 89:80-Heimsieg gegen Alba Berlin haben die Brose Baskets Bamberg den ersten Platz der BBL-Hauptrunde am vorletzten Spieltag vor den Playoffs perfekt gemacht. Der Titelverteidiger legte dabei einen fulminanten Start hin und führte schnell mit 12:2. Die ersten sechs Würfe der Bamberger, davon drei Dreipunkte-Würfe, saßen allesamt.

Bamberg ließ zu keinem Zeitpunkt locker und wirkte aggressiver. Auch im zweiten Viertel tat sich Alba mit den starken Bambergern schwer und kam nur phasenweise besser ins Spiel. Die Hausherren antworteten aber meist umgehend und ließen Berlin nie näher als zehn Punkte rankommen. Durch zwei späte Dreier von Point Guard Anton Gavel, der alleine 19 Punkte in der ersten Halbzeit erzielte, ging Bamberg mit einer 52:36-Führung in die Halbzeit.

Berlin wirkte nach der Pause präsenter und ließ den Rückstand zwischenzeitlich auf sieben Punkte schmelzen. Mitte des dritten Viertels hatte Bamberg sich nach einer Auszeit aber wieder gefangen und konnte die Hauptstädter auf Abstand halten. Im Schlussviertel schaffte es Berlin nicht mehr, noch einmal richtig ran zu kommen und Bamberg brachte seinen Vorsprung über die Zeit. Vor allem der starke Center Philipp Neumann überzeugte im zweiten Durchgang, aber die Baskets zeigten auch eine gute Teamleistung: 53 Prozent Trefferquote aus dem Feld und insgesamt zehn Dreier waren an diesem Abend zu viel für die Hauptstädter.

Bamberg ist der erste Platz in der Hauptrunde damit nicht mehr zu nehmen, während die ebenfalls bereits für die Playoffs qualifizierten Berliner weiter hinter Bayern München auf dem fünften Platz stehen und damit wohl auf den Heimvorteil in der ersten Playoff-Runde verzichten müssen. Für Bamberg war es im vierten Duell mit Berlin in dieser Saison der erste Sieg.

EWE Baskets Oldenburg - Telekom Baskets Bonn 84:74 (16:16, 24:15, 22:14, 22:29)

Oldenburg: Chubb (22), Kramer (16), Burrell (12), Joyce (9), Smeulders (8), Paulding (6), Freese (5), Smit (4), Bahiense de Mello (2)

Bonn: McLean (16), Veikalas (15), Weems (24), McCray (9), Ensminger, Thülig (Beide 3), Wohlfahrt-Bottermann, Jordan (Beide 2)

Der Tabellenzweite aus Oldenburg hat sich im Spiel gegen die Telekom Baskets keine Blöße gegeben und einen letztlich verdienten Heimsieg errungen. Die Bonner halten sich trotz der Niederlage auf dem vorletzten Play off-Rang sieben.

Nach einem Unentschieden im ersten Viertel setzten sich die Hausherren im zweiten und dritten Spielabschnitt entscheidend ab und nahmen schließlich eine 62:45-Führung ins letzte Viertel.

Diesen Rückstand konnten die Bonner nicht mehr aufholen, obwohl Kyle Weems mit 24 Punkten und vier von sieben verwandelten Dreier-Versuchen erfolgreichster Werfer war. Bei den EWE Baskets war Adam Chubb mit 22 Punkten und fünf Rebounds der entscheidende Akteur.

Gemeinsam mit Chris Kramer legte er in den mittleren Abschnitten die Grundlage für den Heimsieg.

s.Oliver Baskets - Ratiopharm Ulm 84:88 (26:21, 12:16, 25:24, 21:27)

Würzburg: Anderson (22), Robinson (21), King (9), Little, Stuckey (beide 7), Boone (6), McIntosh, Lenzly (beide 5), McNaughton, Clay (beide 1)

Ulm: Ray (24), Esterkamp (19), Bryant (13), Günther (11), Schwethelm (9), Theis (5), Samhan (4), Jeter (2), Hesson (1)

Ratiopharm Ulm hat sich im Auswärtsspiel in Würzburg knapp mit 88:84 durchgesetzt und bleibt damit auf Rang drei der Hauptrunden-Tabelle. Die Baskets konnten sich im zweiten Viertel auf 13 Punkte absetzen, danach blieb es aber bis zum Ende ein sehr enges Spiel. Im Schlussspurt hatte Ulm dann die besseren Nerven: Zwölf Sekunden vor Schluss traf Esterkamp den Dreier zur 85:84-Führung.

Eine starke Quote von draußen (12/23) und 18 getroffene Freiwürfe brachten am Ende den Erfolg für die Gäste, da halfen den Würzburgern auch 12 Offensiv-Rebounds nicht. Sie bleiben vorerst auf einem Playoff-Platz, sind jetzt aber punktgleich mit Hagen auf Rang neun. Ulm bleibt zwei Punkte hinter Oldenburg.

Neckar Riesen Ludwigsburg - FC Bayern München 68:74 (16:20, 13:17, 19:10, 20:27)

Ludwigsburg: Staiger (16), Zimmerman (15), Jackson (12), Turek (9), Weber (7), Coleman (4), Bernard (3), Blakely (2)

München: Benzing (17), Rice (15), Halperin (13), Thomas, Troutman ( beide 7), Roberts (6), Hamann, Jagla, Homan (alle 3)

Der FC Bayern München ist weiter Richtung Heimvorteil in der ersten Playoff-Runde unterwegs: Gegen die Neckar Riesen aus Ludwigsburg gab es auswärts ein 74:68. Die Bayern waren zur Halbzeit (37:29) auf Kurs, am Ende wurde es aber noch einmal eng. Eineinhalb Minuten vor Schluss war der Vorsprung auf einen Punkt zusammengeschmolzen, aber Yotam Halperin per Dreier und zwei Freiwürfe von Tyrese Rice brachten das 71:65, das war die Entscheidung.

Selbst 23 Ballverlusten konnten die Bayern in einem von beiden Teams unkonzentriert geführten Spiel nicht stoppen. Letztlich gaben 27 verwandelte Freiwürfe den Ausschlag. Damit bleiben die Bayern auf Rang vier, für Ludwigsburg wird es auf dem vorletzten Platz jetzt ganz eng.

WALTER Tigers Tübingen - New Yorker Phantom Braunschweig 69:88 (10:18, 23:24, 14:28, 22:18)

Tübingen: Redding (21), Nash (17), Lischka (10), Young, Frease (beide 6), Duggins (4), Wells (3), Oehle (2)

Braunschweig: McElroy (25), Anderson (15), Barton (14), Boateng (10), Mittmann (9), Schneiders (8), Pigram (4), Kulawick (3),

Die WALTER Tigers Tübingen haben gegen Braunschweig eine herbe 69:88-Heimschlappe kassiert. Angeführt vom überragenden Immanuel McElroy, der 25 Punkte von der Bank markierte, waren die Gäste schon nach einem Viertel mit acht Punkten in Front. Das dritte Viertel ging gar mit 28:14 an Phantom, das insgesamt 12 Dreier traf, sich aber nur fünf Turnover leistete. Zwischenzeitlich betrug der Vorsprung ganze 26 Punkte.

Bei den Tigers war Reggie Redding mit 21 Punkten der beste Schütze. Nur 7/21 Dreier waren aber einfach zu wenig, um ernsthaft dagegenzuhalten. Damit wird der Kampf um die Playoffs für Tübingen immer enger, derzeit steht man auf Rang zehn. Braunschweig macht durch den Sieg einen Satz aus den Abstiegsrängen und steht jetzt auf Platz 15.

Phoenix Hagen - Artland Dragons 83:93 (21:25, 21:28, 23:17, 18:23)

Hagen: Gordon (16), Dorris (15), Bell (14), White (13), Hess (10), Lodwick (7), Gregory (6), Kruel (2)

Quakenbrück: Taylor (25), Mallet (22), Buckman (17), Haynes (10), Grünheid (6), Strasser (5), King, Ratkovica (beide 4)

Phonix Hagen hat im Kampf um die Playoffs einen Rückschlag erlitten: Gegen die Artland Dragons setzte es daheim eine 83:93-Schlappe. Dabei hatten sich die Hagener nach schwacher erster Hälfte viereinhalb Minuten vor dem Ende auf 75:76 herangekämpft. Dass es doch nicht reichte, lag am starken Trio Taylor-Mallet-Buckman: Die drei Dragons erzielten zusammen 64 Punkte und trafen 11/19 Dreier.

Auf der Gegenseite standen am Ende dagegen nur 9/31 von draußen zu Buche - zu wenig, obwohl man sich mit zwölf Turnovern zehn weniger leistete als die Gäste. Hagen steht nun auf Rang neun, punktgleich mit Würzburg und Bonn. Die Dragons bleiben auf Platz sechs, rücken aber bis auf zwei Punkte an Alba Berlin heran.

Mitteldeutscher BC - BBC Bayreuth 71:86 (11:22, 23:19, 21:25, 16:20)

Weißenfels: Schwarz (15), Uskoski (14), Beidler (13), Timberlake (9), Heyden (8), Vilhjalmsson (7), Pantelic (5)

Bayreuth: Hamilton (29), Bailey (14), Trapani, McGhee (Beide 11), Simon, Wyrick (Beide 6), Cain (5), Schmidt (4)

Der MBC hat im Heimspiel gegen Bayreuth die Chance vertan, gegen einen direkten Konkurrenten im Abstiegskampf zu punkten. Durch den Auswärtserfolg zogen die Gäste an Weißenfels in der Tabelle vorbei auf Platz 13.

Spielentscheidend war bereits das erste Viertel, dass eine 22:11-Führung für den BBC mit sich brachte, während die übrigen drei Spielabschnitte deutlich ausgeglichener verliefen. Diesen Rückstand konnten die Hausherren nicht mehr aufholen.

Überragender Akteur auf dem Spielfeld war Bayreuths Kevin Hamilton, der im Alleingang 29 Punkte für seine Mannschaft holte und sechs von acht Dreier-Versuchen verwerten konnte. Auch bei den Freiwürfen zeigte er keine Nerven und versenkte neun von zehn. Teamkollege Gary McGhee zeichnete sich durch neun Rebounds aus.

Fraport Skyliners - TBB Trier 70:78 (22:18, 13:16, 16:22,19:22)

Frankfurt: Robertson (14), Brooks (13), Klein (11), Peacock, Prowell (Beide 8), Merz, Barthel (Beide 6), Voigtmann (4)

Trier: Bucknor, Seiferth (Beide 14), Stewart (13), Linhart (12), Doreth (8), Harper (6), Chikoko (5), Mönninghoff, Saubou (Beide 3)

Trier hat sich am Samstagabend in einem echten Krimi bei den Skyliners durchsetzen können und einen weiteren Schritt im Kampf gegen den Abstieg getan. TBB belegt nun den 12. Rang, während die Hausherren auf Platz 16 zurückfielen und weiter um den Klassenerhalt bangen müssen.

Frankfurt behielt bis zur Halbzeitpause eine knappe Führung von einem Punkt, ehe sich das Glück zu Gunsten der Gäste drehte. Im dritten und vierten Viertel führten Jermaine Bucknor und Andreas Saiferth ihre Mannschaft zum verdienten Auswärtssieg. Bucknor und Barry Stewart verwandelten zudem jeweils einen Dreier, Nate Linhart war mit neun Rebounds erfolgreich.

Eisbären Bremerhaven - LTi Giessen 46ers 106: 58 (19:17, 25:6, 31:18, 31:17)

Bremerhaven: Morrison (17), Waleszkowski (14), Jackson, Burell (Beide 13), Burtschi, El Domiaty (Beide 10), Zwiener (9), Raffington, Devo (Beide 6), Everett (4), Canty, Kone (Beide 2)

Giessen: Spohr, Büchert, Curry (Alle 10), Faßler (8), Hanke (6), Weiser (5), Didovic (4), Ovcina (3), Pflügler (2)

Die Eisbären haben mit einem Kantersieg gegen Tabellenschlusslicht Giessen wichtige Punkte für den Klassenerhalt gesammelt. Während das erste Viertel nur knapp mit 19:17 gewonnen wurde, ließen die Hausherren den 46ers im zweiten Viertel dann keine Chance mehr und legten mit einer 44:23 Halbzeitführung den Grundstein für den Sieg.

In den letzten beiden Spielabschnitten hatten die Gäste nichts mehr zuzusetzen und verloren schließlich verdient mit 48 Punkten Rückstand.

Bester Werfer für Bremerhaven war Scott Morrison mit 17 Punkten, während Jacob Burtschi die meisten Rebounds seiner Mannschaft hatte (9). Insgesamt schafften die Eisbären 14 Offensiv-Rebounds, während Giessen auf lediglich vier kam.

Bremerhaven belegt nun Rang elf und hat zudem noch ein Nachholfspiel.

Der 33. Spieltag der BBL im Überblick

Werbung
Werbung
Werbung
Werbung