Top-Four-Turnier 2014 in Ulm

SID
Sonntag, 24.03.2013 | 14:16 Uhr
Daniel Theis und Ulm stehen im Top-Four-Finale 2013 gegen Alba Berlin
© getty
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Das Top-Four-Turnier um den Pokal der BBL findet im kommenden Jahr in Ulm statt. Liga-Boss Thomas Braumann hat die öffentlich-rechtlichen Fernsehsender für ihr mangelndes Interesse am Basketball kritisiert.

Das gab BBL-Präsident Thomas Braumann am Sonntag in Berlin bekannt. Die Endrunde wird am 29. und 30. März 2014 in der neuen Ulmer Arena ausgetragen. Der deutsche Vizemeister ratiopharm Ulm ist als Gastgeber automatisch qualifiziert, die drei weiteren Teilnehmer werden in der kommenden Saison nach Abschluss der Hinrunde ermittelt.

"Die Entwicklung, die Ulm in den vergangenen zwei Jahren genommen hat, ist sehr beeindruckend - sportlich wie wirtschaftlich. Dazu beigetragen hat sicherlich auch die neue Spielstätte, die ideal für Basketball geeignet ist", sagte BBL-Geschäftsführer Jan Pommer: "Deshalb freuen wir uns auf ein stimmungsvolles Wochenende in einer tollen Arena."

In diesem Jahr fand das Top Four in Berlin statt.

"Den ganzen Tag nur Rodeln"

"Wir finden es einen Skandal, wie wenig nicht nur Basketball, sondern auch Handball, Eishockey und andere ganz zuschauerstarke Sportarten vorkommen", sagte Braumann in Berlin: "Wir verstehen auch überhaupt nicht, gerade jetzt im Winter, dass einen ganzen Tag zur besten Sendezeit Rodeln gezeigt wird. Kein Mensch rodelt, höchstens mal auf dem Hausberg. Da sind dann 100 Zuschauer an der Bahn, aber man guckt sich zwei Stunden Rodeln an oder einen 50-km-Langlauf. Da passiert nichts, das muss man sich mal reinziehen."

Obwohl die Zuschauerzahlen und das Interesse am Basketball seit Jahren stetig steigen, sei aktuell noch keine Verbesserung der öffentlich-rechtlichen Fernsehsituation in Sicht. "Es ist eine große Schwierigkeit, dass der Basketball genau wie andere Sportarten ganz schlecht behandelt wird", sagte der 60 Jahre alte Braumann: "Wir wissen, dass es im Wintersport an den deutschen Helden und den deutschen Erfolgen liegt. Damit können wir im Moment eben noch nicht dienen."

Fehlende Lobby für Basketball

Auch BBL-Geschäftsführer Jan Pommer zeigte sich am Rande des Top-Four-Turniers unzufrieden. "Wir kritisieren ganz ausdrücklich, dass man sich in der öffentlich-rechtlichen Sportlandschaft ohne Not nur an der Quote orientiert, obwohl man bei sachgerechter Betrachtung zu anderen Ergebnissen kommt", sagte Pommer: "Wir finden es über den Basketball hinaus verkehrt, wie da agiert wird."

Braumann und Pommer würden aktuell viele Gespräche führen und sind um Besserung bemüht. Das größte Problem sei jedoch eine fehlende Lobby, wie sie beispielsweise der Deutsche Fußball-Bund (DFB) habe. "Uns fehlen die Druckmittel, die der DFB hat. Wir versuchen, einen Fuß in die Tür zu kriegen, und führen Hunderte Gespräche, bisher aber ohne durchschlagenden Erfolg", sagte Braumann: "Wir finden die Situation schlecht, das sind Dinge die uns richtig nerven."

Die aktuelle Tabelle der BBL

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