Bayern bestätigt Disziplinlosigkeiten

SID
Dienstag, 02.10.2012 | 12:57 Uhr
Bambergs Manager Wolfgang Heyder (l.) kritisiert die Bauermann-Entlassung
© Getty
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Unmittelbar vor dem Bundesliga-Start heizt der "Fall Bauermann" die Rivalität zwischen dem Meisterschafts-Favoriten Bayern München und Brose Baskets Bamberg an. Meister-Manager Wolfgang Heyder kritisierte den überraschenden Rauswurf von Bayern-Trainer Dirk Bauermann.

Unterdessen bestätigte Bayern-Vize Bernd Rauch vor dem Liga-Auftakt am Mittwoch erstmals offiziell, dass Disziplinlosigkeiten im Team zum Rauswurf beigetragen hätten.

"Ich finde, was da abgelaufen ist - und nicht nur wegen der Art und dem Zeitpunkt - wird einem Dirk Bauermann nicht gerecht", sagte Heyder, Macher des amtierenden Champions Brose Baskets Bamberg, dem Münchner Merkur: "Dazu kommt, dass nun versucht wird, seine Arbeit schlecht zu reden."

Keiner habe sich so wie Bauermann für die Bayern in der Öffentlichkeit eingesetzt und so viel Herzblut reingesteckt. Ex-Bundestrainer Bauermann - von 2001 bis 2008 übrigens Trainer in Bamberg - war sechs Tage vor dem Saisonstart überraschend gefeuert worden.

Verantwortung liegt bei Pesic

"Was mich an diesem Fall sehr überrascht, ist, dass man dem Trainer ankreidet, wenn Spieler über die Stränge schlagen. Für mich ist so etwas absolut Sache des Sportdirektors", sagte Heyder. Das kann man als direkte Attacke auf Bayern-Sportdirektor Marko Pesic verstehen, der bei einer Sitzung zusammen mit Bayern-Präsident Uli Hoeneß und Rauch die Entscheidung über den Rauswurf von Bauermann mit getroffen hatte.

"Es gab zwei Auffassungen, eine des Klubs und eines des Trainers. Diese sind nicht auf eine Linie zu bringen. Deshalb muss man handeln und zwar bevor die Saison beginnt", sagte Rauch der "Sport Bild" über das Treffen. Man habe keine Deckungsgleichheit in der Auffassung über den sportlichen Bereich und das Disziplinarische hinbekommen. "Wir sind alle in einem Boot. Wir identifizieren uns alle mit diesem Projekt. Darum geht es", sagte Rauch.

Künftig werde es einen klar definierten Strafenkatalog bei den Bayern geben. Rauch: "Wir lassen uns das nicht mehr bieten. Von jeder Mannschaft im Profisport ist eine klar definierte Disziplin zu erwarten, um die gesteckten Ziele zu erreichen." Das wichtigste Ziel ist die Ablösung von Bamberg als deutscher Meister.

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