EM-Qualifikation: Das deutsche Fazit

Das Alphatier und die jungen Hühner

Von Haruka Gruber
Mittwoch, 12.09.2012 | 18:22 Uhr
Heiko Schaffartzik (r.) und das DBB-Team erreichten souverän die EM-Qualifikation
© Getty
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Eine perfekte Qualifikation für die EM 2013 in Slowenien ist geschafft. Während sich Serbien und die Türkei in ihren Gruppen erst am letzten Spieltag das EM-Ticket sicherten, lautete die deutsche Bilanz: 8 Spiele, 8 Siege, 7 davon mit zweistelligem Vorsprung. Die Frage jedoch: Was sind die Erfolge wert? Deutschlands schwerste Gegner wie zuletzt Aserbaidschan, Schweden und Bulgarien sind international nur zweite Güte. Das neu zusammengestellte DBB-Team in der Kader-Analyse.

Center

Die Quali-Rotation: Pleiß (22, Caja Laboral), Zirbes (22, Bamberg)

Die Nachrücker: Idbihi (29, Berlin), Seiferth (23, Trier)

Ein Gigant, der nur einen Widersacher kannte: Ein Sommer mit dem DBB-Team und dem harten Pesic-Training dürfte Tibor Pleiß bei der Eingewöhnung in Spanien, der besten Liga Europas, dienlicher sein als anonyme Summer Camps bei einem NBA-Klub oder ein Workout im Privaten. Doch ein direkter Leistungsvergleich war für Pleiß nur in den Duellen mit Aserbaidschan und dem eingebürgerten Charles Davis möglich. Die anderen gegnerischen Center in der Quali hatten nicht das Format, um Pleiß zu fordern.

Davis, von Pesic als der beste US-Profi in Europa bezeichnet, bekam wie zu erwarten die Hoheit über alle aserbaidschanischen Würfe und erzielte in den zwei Spielen gegen Deutschland im Schnitt 28,0 Punkte bei einer Quote von 52,6 Prozent. Beeindruckende Zahlen, die Pleiß allerdings nicht beunruhigen sollten. Er selbst spielte in den beiden Partien weniger auffällig, dafür ähnlich effizient (12,0 Punkte, 61,1 Prozent Quote) - und ließ erahnen, warum er sich bereit fühlt für das Abenteuer Spanien.

Die Größe und den Wurf hatte er seit langem besessen, in der Bamberger Vorsaison kamen Selbstsicherheit und neue Kilos an Muskelmasse hinzu. Ein Pleiß in dieser Kombination wird als deutscher Starting Center für viele Jahre nicht zu verdrängen sein.

Bleibt die Frage nach dem Vertreter: Für die EM-Quali bekam Maik Zirbes, der Most Improved Player der BBL, von Pesic das Votum und enttäuschte nicht. In allen 3 Partien mit 10 Minuten oder mehr Einsatzzeit erzielte er auch mindestens 10 Punkte. Während der gesamten Quali-Phase wurden 10,0 Minuten und 6,1 Punkte für den Ex-Trierer verzeichnet. Etwas seltsam: Trotz seiner 2,08 Meter griff er nach den 8 Rebounds zum Auftakt gegen Luxemburg in den folgenden 6 Spielen zusammengezählt nur noch 4 Rebounds ab.

Zirbes' Konkurrenten heißen Yassin Idbihi und Andreas Seiferth. Idbihi ist zwar 29 Jahre alt und passt damit nicht mehr in die Altersstruktur des DBB-Teams, mit soliden Leistungen in Berlin bleibt er trotz der Nichtberücksichtigung aber eine Möglichkeit. Zumal er es besser als alle anderen deutschen Big Men versteht, mit seinem Kumpel Schaffartzik das Pick'N'Roll zu laufen. Seiferth, der vormalige Zirbes-Backup in Trier, wird nach dessen Weggang zu Bamberg in die erste Fünf befördert. Ob er die nötigen Fertigkeiten mitbringt, wird sich erst zeigen.

Die Forward-Position: Jagla und das Jüngling-Quartett

Die Guard-Position: Was passiert mit Hamann?

Das Fazit: Deutschland in der Verfolger-Gruppe

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