Samstag, 04.09.2010

Basketball-WM: Spanien - Griechenland 80:72

Spanien gewinnt den Kampf der Giganten

Die Spanier stehen nach einem hochklassigen Spiel gegen Griechenland im Viertelfinale. Die Griechen kamen zwei große Schwächen teuer zu stehen.

Ricky Rubio spielte gegen Griechenland erneut verhalten und kam nur auf 6 Punkte
© Getty
Ricky Rubio spielte gegen Griechenland erneut verhalten und kam nur auf 6 Punkte

Der amtierende Welt- und Europameister Spanien hat sich nach einer bescheidenen Vorrunde eindrucksvoll zurückgemeldet. In einem Achtelfinale auf allerhöchstem Niveau setzten sich die Iberer mit 80:72 durch und treffen im Viertelfinale nun auf Serbien, das zuvor Kroatien bezwungen hatte.

Nach zahlreichen Wendungen setzten sich die Spanier erst in den letzten drei Minuten der Partie endgültig ab. Den Griechen wurden viele Ballverluste und vergebene Distanzwürfe zum Verhängnis.

Für Spanien waren Juan Carlos Navarro (22 Punkte) und Rudy Fernandez (14) die erfolgreichsten Schützen. Jungstar Ricky Rubio (6) blieb nicht zum ersten Mal bei der WM weit unter seinen Möglichkeiten.

Für Griechenland punkteten fünf Spieler zweistellig, Dimitris Diamantidis und Nikos Zisis (je 16) waren die besten Scorer.

Der WM-Spielplan: Alle Spiele, alle Gruppen, alle Topscorer!

Der SPOX-Spielfilm:

4.: Navarro schon mit zwei wunderbaren Floatern. Spanien gleicht aus. 6:6.

9.: Starker Crossover von Llull, dann steigt er sofort hoch: for three!! Nur noch 17:18 Spanien.

10.: Spanien geht mit dem Momentum in die erste Pause. At the buzzer legt Reyes den Ball per Tip-In in den Korb. 22:19 Spanien.

15.: Griechenland fällt gegen die spanische Zone wenig ein, aber immerhin kann Zisis mit einer Einzelaktion mal wieder Punkte aufs Scoreboard zaubern. Und nach Rubios Turnover legt er gleich noch mal nach! 28:25 Spanien.

24.: Über drei Minuten hat's in der zweiten Hälfte gedauert, da macht Navarro die ersten Punkte für Spanien. Wieder mit seinem patentierten Floater. 39:38 Spanien.

27.: Es geht wieder Schlag auf Schlag: Erst Diamantidis für drei, dann eine herrliche Kombination der Spanier, dann Fotsis und Diamantidis mit dem Doppelschlag von draußen. Dann Navarro, dann herrlicher Pass von Diamantidis auf Zisis. 49:45 Griechenland.

32.: Spanoulis verliert wieder den Ball. Der Spielmacher der Griechen ist heute nicht in Bestform. Lopez versenkt im Eins-gegen-Null. Auszeit Griechenland. 58:54 Spanien.

37.: Teurer Ballverlust der Griechen! Rubio ist auf und davon, steckt durch auf Navarro. Ist das eine kleine Vorentscheidung? 65:57.

39.: Ein Dreier von Spanoulis lässt Hellas wieder hoffen, aber was macht der Navarro? Nagelt gleich den nächsten rein! 70:60 Spanien - die Entscheidung.

Der Star des Spiels: Rudy Fernandez. Der Flügelspieler, der nicht länger für die Portland Trail Blazers spielen möchte, war zwar in Hälfte eins kaum zu sehen. Erst mit zwei Freiwürfen brachte er seinen Namen aufs Scoreboard. Aber von da an übernahm er mehr und mehr das Kommando. In einer ausgeglichenen spanischen Mannschaft war Fernandez in der Schlussphase der entscheidende Mann mit einem Dreier gegen Diamantidis und vier verwandelten Freiwürfen. Auch stark: Juan Carlos Navarro.

Die WM-Statistiken: Das sind die besten Scorer, Rebounder und Assistgeber

Der Flop des Spiels: Vassilis Spanoulis. Der Spielmacher der Griechen war als bester Scorer seiner Mannschaft ins Spiel gegangen, Punkte machte er aber erst, als der Sieger praktisch schon feststand. Zuvor trug er mit zahlreichen überflüssigen Ballverlusten eher dazu bei, dass Griechenland immer wieder einem leichten Rückstand hinterherlaufen musste.

Die Analyse: Ganz anders als zuvor die Serben und Kroaten waren im zweiten Achtelfinale beide Teams gleich hellwach. Das Niveau war so hoch wie noch in keinem anderen Spiel der bisherigen WM.

Exzellentes Teamspiel, tolle Einzelaktionen und zwischendurch immer wieder spektakuläre Defense: Den Fans in Istanbul wurde von beiden Teams alles geboten. Erst im Verlauf der ersten Hälfte sorgte Spanien mit seiner Zone für Verwirrung beim Gegner, der den Faden verlor und in Rückstand geriet.

In der zweiten Hälfte erwischte wiederum Griechenland den besseren Start und übernahm kurzzeitig das Kommando. Aber letztlich setzte sich die individuelle Klasse von Rudy Fernandez und Juan Carlos Navarro durch, die aus allen Lagen erfolgreich waren und in kritischen Situationen stets die Nerven behielten.

Hätten die Iberer in der Vorrunde nur annähernd so gespielt wie gegen Griechenland, es wäre niemals zu diesem Klassespiel gekommen. Für den Welt- und Europameister geht die Reise gegen Serbien weiter. Griechenland muss mit der Schmach leben, schon wieder gegen seinen Angstgegner verloren zu haben und ohne Medaille in die Heimat zurückzukehren.

Das gesamte Spiel zum Nachlesen im SPOX-TICKER!

SPOX

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