Basketball-WM

Nowitzki macht Basketball-Youngstern Mut

SID
Dienstag, 31.08.2010 | 12:28 Uhr
Dirk Nowitzki hat insgesamt 127 Spiele für die deutsche Nationalmannschaft bestritten
© Getty
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Die Aufmunterung von Dirk Nowitzki kam per SMS. Der deutsche NBA-Superstar, der auf Wunsch der Dallas Mavericks auf die Teilnahme an der Basketball-WM in der Türkei verzichtet, fiebert am Fernsehen mit seinen Kollegen.

Nowitzki weiß um den mentalen Druck der DBB-Youngster vor ihren beiden Gruppen-Endspielen am Mittwoch gegen Angola (17.45 Uhr im LIVE-TICKER) und am Donnerstag gegen Jordanien.

"Wir werden gestärkt zurückkommen", verkündete Bundestrainer Dirk Bauermann fast trotzig nach der unerwarteten 43:78-Abfuhr gegen Australien, mit der nach dem 82:81-Überraschungsieg über Vize-Europameister Serbien alle Aussichten auf eine gute Ausgangsposition für den Sprung ins Achtelfinale verspielt wurden.

USA voraussichtlicher Gegner

Nur mit einem Sieg über Angola haben es die deutschen Korbjäger selbst in der Hand, am Freitag zur Endrunde nach Istanbul zu reisen - vermutlich jedoch als Vierter der Gruppe A. Somit wären aller Voraussicht nach die NBA-Profis der USA Gegner im Achtelfinale.

Bauermann relativiert: "Die Platzierung in der Gruppe hat uns immer nur am Rande interessiert. Wir haben das Achtelfinale als Ziel formuliert, das wäre ein großer Erfolg für diese junge Mannschaft."

Volle Konzentration auf Angola

Erinnerungen an das Duell mit dem Afrikameister bei der WM in Japan werden wach, als die DBB-Auswahl nicht zuletzt dank 47 Punkten von Nowitzki erst nach zwei Verlängerungen mit 108:103 gewinnen konnte. Das letzte Aufeinendertreffen gewann das DBB-Tam mit 95:66 bei Olympia in Peking.

Die Angolaner präsentierten ihr wahres Gesicht in Kayseri erstmals in der Partie gegen Jordanien (79:65), nachdem sie den Auftakt gegen Serbien (44:99) "in einem unerfreulichen Spiel" (Bauermann) hergeschenkt hatten.

Für die ausgepowerten deutschen "Riesen" kam der Ruhetag am Dienstag gerade recht, um die Pleite gegen die Aussies aufzuarbeiten. "Ich werde jetzt nicht draufhauen. Ich trete ja auch nicht vor ein Auto, wenn der Tank leer ist", sagte Bauermann. Seine Spieler könnten mit der Niederlage umgehen und würden ihre Schlüsse daraus ziehen.

Jagla erklärt miserable Trefferquote

Die beiden Kraftakte gegen den Weltranglisten-Ersten Argentinien (74:78) und in der zweimaligen Verlängerung gegen die Serben hatte im jüngsten Kader des WM-Turniers mental und physisch Spuren hinterlassen.

"Wir waren als Team nicht in der Lage, den Hebel umzulegen", meinte Aufbauspieler Heiko Schaffartzik, und Jan-Hendrik Jagla erklärte die ungewöhnlich schwache Trefferquote von 22 Prozent: "Es gibt Tage, da guckt der Ball in den Korb, aber er will einfach nicht reinfallen."

"Fußballer würden dafür zwei Wochen benötigen"

Bauermann brach eine Lanze für seine Truppe: "Drei so schwere Spiele in drei Tagen sind einfach Wahnsinn. Um sich davon zu erholen, würden unsere Freunde vom Fußball zwei Wochen benötigen."

Aber auch das sei eine gute Erfahrung für die Spieler. Man dürfe nicht vergessen, dass drei Viertel von ihnen vor einem Jahr noch bei der U20-EM gespielt haben.

Immer wieder wirbt der DBB-Coach um Anerkennung für die Leistung seiner Junioren, wenngleich am Ende nicht immer schlagzeilenträchtige Siege stehen: "Wenn mir einer vor dem Turnier gesagt hätte, dass diese Jungs eine Mannschaft wie Argentinien an den Rand einer Niederlage bringen, dann wieder zurückkommen und Serbien in der Verlängerung in die Knie zwingen, hätte ich dem einen Arzt empfohlen."

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