Sonntag, 06.06.2010

BBL-Finale

Streit zwischen Bamberg und BBL trübt Vorfreude

Die Vorfreude auf das Finale der deutschen Basketball-Meisterschaft wird durch einen kuriosen Streit zwischen den Brose Baskets Bamberg und der BBL getrübt.

Mark Worthington gewann am 11. April das Pokalfinale bei den Frankfurt Skyliners mit 76:75
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Mark Worthington gewann am 11. April das Pokalfinale bei den Frankfurt Skyliners mit 76:75

Ein kurioser Streit zwischen den Brose Baskets Bamberg und der BBL trübt die Vorfreude auf das Play-off-Finale um die deutsche Meisterschaft. Möglicherweise muss sogar ein Schiedsgericht tagen, bevor der Pokalsieger und die Skyliners Frankfurt heute  erstmals in der Best-of-Five-Serie in der mit 6800 Zuschauern ausverkauften Frankenhölle aufeinandertreffen.

Streitpunkt vor der Neulauflage des Pokalfinales und dem insgesamt dritten Final-Duell der beiden Teams nach 2004 und 2005 ist ausgerechnet das eventuell entscheidende dritte Spiel.

Dieses hatte die BBL auf ausdrücklichen Wunsch eines TV-Senders auf den 12. Juni terminiert, um der Liveübertragung des WM-Auftaktspiels der deutschen Fußballer in Südafrika einen Tag später aus dem Weg zu gehen.

Nürnberg als Ausweichort vorgeschlagen

Doch am 12. Juni steht den Bambergern ihre Halle wegen einer großen Hochzeitsfeier in der Pension Business Solution Lounge im VIP-Bereich nicht zur Verfügung. Die BBL weist darauf hin, die Franken für den Fall einer Finalteilnahme rechtzeitig über jenen Termin informiert zu haben und schlägt nun Nürnberg als Ausweichort vor. Die Arena dort wurde vorsichtshalber schon reserviert.

"Das ist eine grobe Schlamperei, in Nürnberg werden wir definitiv nicht spielen", wird Manager Wolfgang Heyder im Fränkischen Tag zitiert.

"Eine Verlegung nach Nürnberg würde uns etwa 60.000 Euro kosten. Der Verlust des Heimvorteils könnte aber auch die Meisterschaft und das Teilnahmerecht an der Euroleague beeinflussen. Die Liga verhält sich in dieser Angelegenheit komplett arrogant", wetterte Heyder und legte Rechtsmittel bei der BBL ein, die nunmehr eine Lösung mit der Neuverteilung des Heimrechts (Bamberg, zweimal Frankfurt und eventuell erneut zweimal Bamberg) vorschlagen will.

Kräfteverschleiß könnte den Unterschied ausmachen

Für Brisanz im Titelrennen ist also auch außerhalb des Spielfelds gesorgt. Während die Brose Baskets, die mit zwei 3:0-Serien gegen die Telekom Baskets Bonn und im Halbfinale gegen die Phantom Braunschweig souverän ins Finale einzogen, um ihren Heimvorteil im dritten Spiel bangen, sorgen sich die Hessen vor der Pokalrevanche um ihre Kraftreserven.

Denn gegen den Topavoriten Alba Berlin benötigte das Team von Coach Gordon Herbert vier Spiele und gegen die Eisbären Bremerhaven im fünften Spiel des Halbfinals am Donnerstag sogar eine Verlängerung zum 56:52-Erfolg.

Bambergs Coach Chris Fleming warnte jedoch seine hochmotivierte Truppe, die den Titel zum dritten Mal nach 2005 und 2007 ins Frankenland holen will: "Jetzt geht es erst richtig los. Das wird kein Selbstläufer gegen Frankfurt. Wenn man im Finale steht, das setzt ungeahnte Kräfte frei."

Die Frankfurter selbst wollen von weichen Knien nichts wissen. "Wir sind richtig happy. Natürlich war das kräftezehrend, aber es sind Play-offs - und da muss man alles geben", meinte Frankfurts Sportdirektor Kamil Novak. Und Coach Herbert hofft, dass seine Mannschaft nochmal "mit viel Herz" in die Finalspiele geht und die Meistertrophäe zum zweiten Mal nach 2004 in die Vitrine der Skyliners wandert.

Frankfurt steht gegen Bamberg im Finale

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Mit der University of Connecticut feierte Caron Butler (l.) seinen bislang größten Erfolg. 2002 gewann er das Big East Tournament
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