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Regierung fordert "Konsequenzen" von Bach

SID
Thomas Bach muss als IOC-Präsident auf die Dopingvorfälle in Russland reagieren

Nach den jüngsten Enthüllungen über das Staatsdoping in Russland fordert die Bundesregierung vom IOC-Präsidenten Thomas Bach "klare und harte Konsequenzen". Dies sagte Innenminister Thomas de Maiziere dem Spiegel.

Der zweite Bericht des WADA-Sonderermittlers Richard McLaren zeige, dass das Ausmaß der Manipulationen von Dopingkontrollen in Russland noch deutlich größer und erschreckender sei als angenommen. Das IOC müsse endlich erklären, wie der Kampf gegen Doping verbessert werden könne.

Die Vorsitzende des Sportausschusses im Bundestag, Dagmar Freitag, kritisiert, Bach sei bisher viel zu zögerlich vorgegangen und stößt eine Diskussion um drastische Maßnahmen an: "Ich habe viel Verständnis für die Frage, ob Russland die Fußball-WM entzogen werden sollte." Frank Steffel, der CDU-Obmann im Ausschuss, fordert ein Vorgehen "mit aller Härte" des IOC, sonst werde die Organisation zum Totengräber des Sports.

Chefermittler McLaren hat in seinem Bericht festgestellt, dass mehr als 1000 russische Sportler zwischen 2011 und 2015 von einer groß angelegten staatlichen Dopingpolitik profitierten. Russland bestreitet staatlichen Einfluss weiter vehement.

Der ehemalige Sportminister Witali Mutko, der mittlerweile zum Vize-Premier aufgestiegen ist, sagte in der vergangenen Woche, der McLaren-Report habe "nichts mit der Fußball-WM" zu tun. Der Präsident des russischen Fußball-Verbandes und WM-OK-Chef sehe keine Probleme hinsichtlich der WM 2018.

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