In 140 Tagen durch den Atlantik?

SID
Montag, 14.11.2016 | 11:07 Uhr
Ben Hooper will in 140 Tagen durch den Atlantik schwimmen
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Extremsportler Ben Hooper will in 140 Tagen von Afrika nach Südamerika schwimmen. Drei Jahre hat sich der Brite auf die 3200 Kilometer lange Strecke quer durch den Atlantik vorbereitet. Gefahr droht dem Ausdauerathleten vor allem durch Haie, die ihm auf seiner Rekord-Reise begegnen dürften.

Mit den Worten "Los geht's!" warf sich der 38-Jährige am Sonntag in Dakar/Senegal an der westafrikanischen Küste in die Fluten. Sein Ziel: Brasilien. Während seines abenteuerlichen Vorhabens wird Hooper ständig von zwei Booten begleitet, auch ein Arzt zählt zur elfköpfigen Besatzung.

Nach eigenen Angaben will Hooper bis zu zehn Stunden pro Tag schwimmen und auf einem der beiden Begleitboote schlafen. 12.000 Kalorien aus Soldaten-Verpflegung und Energy-Drinks soll er täglich zu sich nehmen, um den Kampf gegen Wellen, Wind und Wetter zu überstehen.

"Ich fürchte das Scheitern, aber ich glaube an unsere Reise. Und ich spüre, dass dies etwas ist, zu dem ich geboren wurde", sagte Hooper der britischen Zeitung The Guardian.

Grenzerfahrungen als Motivation

Als Motivation für sein Vorhaben nennt der gebürtige Londoner diverse Grenzerfahrungen. Er ist als Frühchen zur Welt gekommen und fast an Lungenschwäche gestorben. Als Fünfjähriger ertrank er beinahe in einem Swimingpool. Seinen Beruf als Polizist hat er mit nicht einmal 30 Jahren wegen einer Depression aufgeben müssen.

Die Wahrscheinlichkeit, dass Hooper im Atlantik auf Haie trifft, ist groß. Um die Meeresräuber fernzuhalten, nutzt sein Team verrottetes Hai-Fleisch, er selbst trägt ein Camouflage-Taucheranzug mit einem Kabelschutzsystem.

Bei seinem Rekordversuch wird Hooper ständig von Kameras begleitet. Auf der Internetseite www.swimthebigblue.com können sich Interessierte Hoopers aktuelle Position im Atlantik anschauen.

Bereits 1998 schwamm der Franzose Benoit Lecomte von Massachusetts nach Großbritannien, legte in den Azoren aber eine einwöchige Pause ein. Deshalb erkannte das Guinness-Buch diese Leistung nicht als Rekord an. Sollte Hoopers Atlantiküberquerung erfolgreich sein, dürfte ihm ein Eintrag aber sicher sein.

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