DOSB-Präsident Alfons Hörmann sieht eine Kampagne gegen sich

DOSB: Hörmann wittert Kampagne

SID
Mittwoch, 30.11.2016 | 21:50 Uhr
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Vor der richtungsweisenden Mitgliederversammlung des DOSB am Samstag in Magdeburg wittert Präsident Alfons Hörmann offenbar eine Kampagne gegen seine Person und die von ihm befürwortete Spitzensportreform.

"Diesen Eindruck kann man gewinnen, und das zeigt schon zu Beginn der Reform, wie stark der Gegenwind zu notwendigen Veränderungen werden kann", antwortete Hörmann auf die entsprechende Frage im Interview der Stuttgarter Zeitung und Stuttgarter Nachrichten.

Dennoch geht der 56-Jährige, der zuletzt wegen fragwürdiger Äußerungen immer stärker unter Druck geraten war, von einer Beschlussvorlage der Mitgliedsorganisationen aus, die "klar und deutlich mehrheitsfähig ist. Ich bin sehr zuversichtlich, dass uns dies gelingen wird. Ich gehe von einem sehr überzeugendem Votum aus", sagte er.

Hörmann begründete seine positive Einschätzung auch damit, dass vermeintliche Schwachstellen der Reform verbessert wurden. "Wir haben vor allem darüber sehr intensiv diskutiert, was mit den Verbänden passiert, die temporär für die nächsten vier oder acht Jahre weniger Potenzial aufzeigen können", sagte Hörmann und ergänzte: "Jetzt sind wir uns klar darüber, dass jeder Verband gewisse Grundelemente der Förderung benötigt. Deshalb wird kein Verband leer ausgehen."

Kernpunkt der Reform ist die stärkere Orientierung der Förderung an potenziellen Medaillenchancen und nicht mehr an den Erfolgen der Vergangenheit. Dank der vom Bundesinnenministerium (BMI) und vom DOSB initiierten Reform soll Deutschland bei Olympischen Spielen wieder mehr Medaillen gewinnen und im Ranking auf einen Topplatz zurückkehren.

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