Die Europaspiele 2019 werden in Minsk stattfinden

Europaspiele 2019 in Weißrussland

SID
Freitag, 21.10.2016 | 14:06 Uhr
Minsk löst Baku als Austragungsort der Europaspiele ab
Advertisement
Rugby Union Internationals
Wales -
Georgien
Rugby Union Internationals
England -
Australien
Rugby Union Internationals
Schottland -
Neuseeland
Rugby Union Internationals
Irland -
Fidschi
Ran Fighting
ran Fighting Gala
SINGHA Beer Grand Slam of Darts
Grand Slam Of Darts: Viertelfinale
King Of Kings
King of Kings 51
NBA
Warriors @ 76ers
ACB
Andorra -
Malaga
SINGHA Beer Grand Slam of Darts
Grand Slam Of Darts: Halbfinale
BSL
Tofas -
Anadolu Efes
Premiership
Exeter -
Harlequins
ACB
Barcelona -
Valencia
SINGHA Beer Grand Slam of Darts
Grand Slam Of Darts: Finale
NBA
Wizards @ Raptors
NHL
Islanders @ Hurricanes
NHL
Blue Jackets @ Sabres
NBA
Wizards @ Bucks
NBA
Bulls @ Lakers
NBA
Warriors @ Thunder
Players Championship
Players Championship: Tag 1 -
Session 1
Davis Cup Men National_team
Frankreich -
Belgien: Tag 1
NHL
Penguins @ Bruins
Players Championship
Players Championship: Tag 1 -
Session 2
Pro14
Leinster -
Newport
Premiership
Newcastle -
Gloucester
NHL
Islanders @ Flyers
NHL
Senators @ Blue Jackets
NBA
Bulls @ Warriors
Players Championship
Players Championship: Tag 2 -
Session 1
Davis Cup Men National_team
Frankreich -
Belgien: Tag 2
Rugby Union Internationals
Schottland -
Australien
Rugby Union Internationals
England -
Samoa
Rugby Union Internationals
Wales -
Neuseeland
Rugby Union Internationals
Irland -
Argentinien
Players Championship
Players Championship: Tag 2 -
Session 2
NBA
Pelicans @ Warriors
World Championship Boxing
Sergey Kovalev -
Vyacheslav Shabranskyy
Davis Cup Men National_team
Frankreich -
Belgien: Tag 3
Players Championship
Players Championship: Tag 3 -
Session 1
Premiership
Saracens -
Exeter
NHL
Canucks @ Rangers
Players Championship
Players Championship: Tag 3 -
Session 2
NBA
Suns @ Timberwolves
NHL
Oilers @ Bruins
NBA
Cavaliers @ 76ers
NHL
Flyers @ Penguins
BSL
Fenerbahce -
Büyükcekmece
NBA
Wizards @ Timberwolves
NBA
Grizzlies @ Spurs
NBA
76ers @ Celtics
NHL
Maple Leafs @ Oilers
Premiership
Northampton -
Newcastle

Nach Baku nun Minsk: Die Europaspiele finden auch in zweiter Auflage in einem Land statt, in dem Menschenrechte wenig wert sind. Vier Jahre nach der Premiere in Aserbaidschan macht das umstrittene kontinentale Sportfest 2019 in der Hauptstadt Weißrusslands Station.

"Das ist eine historische Entscheidung. Belarus ist keine Supermacht, aber wir kümmern uns sehr um den Sport", sagte Lukaschenko am Freitag auf der 45. Generalversammlung der europäischen Olympischen Komitees EOC in Minsk, nachdem die Entscheidung für Belarus, so der offizielle Name, gefallen war.

Nicht einstimmig, so berichtete das Branchenportal insidethegames. Dänemark und Norwegen hätten gegen Minsk gestimmt, fünf weitere Länder sich enthalten, 43 Länder dafür votiert.

Lukaschenko, seit 1994 Staatspräsident Weißrusslands und im Ausland oftmals als "Europas letzter Diktator" bezeichnet, kam in seiner Rede nicht ohne zweifelhaftes Vokabular aus. "Ich möchte, dass unsere europäische Organisation so gut wie jene auf anderen Kontinenten ist, einschließlich des Internationalen Olympischen Komitees. In dieser Hinsicht bin ich ein Nationalist und ein Patriot, und deshalb können Sie auf Weißrussland zählen", sagte der 62-Jährige.

Zu Beginn seiner Rede hatte Lukaschenko dem nicht minder umstrittenen EOC-Präsidenten Patrick Hickey seine Unterstützung angeboten. Der Ire war am 17. August während der Olympischen Spiele in Rio verhaftet worden und wird sich in Brasilien vor Gericht verantworten müssen. Der 71-Jährige, unter anderem Präsident des Europäischen Olympischen Komitees EOC, soll Olympia-Eintrittskarten aus dem Kontingent des irischen NOK zu überteuerten Preisen an die Ticket- und Hospitality-Firma THG weitergegeben und sich damit bereichert haben.

Weißrussland zeigt sich selbstbewusst

Die Weißrussen gaben sich derweil in Minsk selbstbewusst. "Niemand in Europa wird die Fähigkeit Weißrusslands in Frage stellen, eine derart große Sportveranstaltung auszurichten", sagte Maxim Ryschenkow, erster Vizepräsident des weißrussischen Olympischen Komitees NOCRB: "Es gibt genügend erfolgreiche Beispiele wie die Eishockey-WM 2014, die gezeigt haben, dass Weißrussland die Organisation von Sportturnieren auf verschiedenen Ebenen bewältigen kann."

Allerdings deutete Ryschenkow an, dass Weißrussland nicht an die spektakuläre und pompöse erste Auflage der Europaspiele 2015 anknüpfen werde, als in Baku/Aserbaidschan Wettbewerbe in 20 Sportarten in hochmodernen Wettkampfstätten ausgetragen wurden. "Geld ist hier das Hauptproblem", sagte Ryschenkow.

Menschenrechte werden missachtet

Menschenrechtler weisen indes darauf hin, dass Weißrussland viel drängendere Probleme habe. Neben der Verhängung und Vollstreckung der Todesstrafe ist es auch mit der Meinungs- und Demonstrationsfreiheit im Land nicht weit her, laut Amnesty International werden politische Gegner wie Aktivisten vieler Couleurs oder auch Homosexuelle verfolgt.

Kein guter Boden, um die schon bei der Erstauflage kritisierten Europaspiele salonfähig zu machen.

Ursprünglich hätten die zweiten European Games in den Niederlanden stattfinden sollen, welche die Ausrichterrolle aber kurz nach dem Zuschlag zurückgaben. Als Favorit galt danach lange Russland mit den Städten Kasan und Sotschi.

Nach den Enthüllungen über staatlich gesteuertes Doping hatte das IOC erklärt, die Wettbewerbe von Europaspielen in Russland nicht zu unterstützen. Allerdings ist breit gefächertes Doping in Weißrussland auch keine Unbekannte.

Alle Mehrsport-News in der Übersicht

Werbung
Werbung
Werbung
Werbung