WADA erhält nach Fancy-Bears-Attacken Hilfe von Strafverfolgungsbehörden

WADA: Unterstützung durch Strafverfolgung

SID
Samstag, 17.09.2016 | 11:03 Uhr
Die WADA wurde Oper eines Hackerangriffs
Advertisement
New Haven Open Women Single
WTA Connecticut: Tag 2
Mayweather vs McGregor
Mayweather vs McGregor: Main Fight Pressekonferenz
National Rugby League
Broncos -
Eels
New Haven Open Women Single
WTA Connecticut: Viertelfinale
Mayweather vs McGregor
Mayweather vs McGregor: Undercard Pressekonferenz
Perth Darts Masters
Perth Darts Masters: Tag 1
New Haven Open Women Single
WTA Connecticut: Halbfinale -
Session 1
Mayweather vs McGregor
Mayweather vs McGregor: Weigh-in
New Haven Open Women Single
WTA Connecticut: Halbfinale -
Session 2
National Rugby League
Storm -
Rabbitohs
New Haven Open Women Single
WTA Connecticut: Finale
Mayweather vs McGregor
Mayweather vs McGregor: Undercard + Main Fight
Perth Darts Masters
Perth Darts Masters: Tag 3

Die Welt-Anti-Doping-Agentur hat auf die jüngsten Veröffentlichungen der russischen Hacker-Gruppe Fancy Bears reagiert und die internationale Strafverfolgung eingeschalten.

"Die WADA wird in diesem Fall von den höchsten Ebenen der internationalen Strafverfolgungsbehörden sowie den besten Cyber-Sicherheitsexperten unterstützt und beraten, um für die Athleten zu gewährleisten, dass das Meldesystem ADAMS sicher bleibt", heißt es in einer Mitteilung.

Fancy Bears hatte am Freitag ein drittes Paket mit medizinischen Berichten von Top-Athleten veröffentlicht. Zu den elf Sportlern gehören auch zwei Deutsche: Dokumente über Tennisspielerin Laura Siegemund, frischgebackene US-Open-Siegerin im Mixed, wurden ebenso ins Netz gestellt wie von Sportschütze Julian Justus. Damit erhöht sich die Gesamtzahl der betroffenen Athleten auf 40.

Dopingvergehen hat keiner dieser Sportler begangen, da für die aufgeführten verbotenen Substanzen Ausnahmegenehmigungen vorlagen beziehungsweise kein Dopingtatbestand vorlag. Prominenteste Sportler der dritten Welle sind die Olympiasiegerinnen Mireia Belmonte (Spanien/Schwimmen), Nicola Adams (Großbritannien/Boxen), Laura Trott (Großbritannien/Radsport) und Kim Brennan (Australien/Rudern).

Athleten sollen geschützt werden

Brennan äußerte sich tief enttäuscht über die Stoßrichtung der Veröffentlichungen. "Zu unterstellen, dass es sich in meinem Fall um eine Form von Doping handelt, ist empörend", sagte die Australierin: "Dass Athleten wie ich eine lebensrettende medizinische Behandlung rechtfertigen müssen, ist enttäuschend." Brennan habe im Januar 2014 nach einer anaphylaktischen Reaktion Adrenalin verabreicht bekommen, daher sei die Ausnahmegenehmigung notwendig gewesen.

"Es ist sehr unglücklich, dass die Ausnahmegenehmigungen auf Basis von teilweise vertraulichen medizinischen Informationen nun öffentlich diskutiert werden. Athleten sollten sich dafür nicht öffentlich rechtfertigen müssen", so die WADA.

Am Donnerstag hatten die Fancy Bears erstmals Berichte zu deutschen Sportlern veröffentlicht, darunter die Leichtathleten Robert Harting und Christina Obergföll.

Werbung
Werbung
Werbung
Werbung