"Poker wird so emotional wie nie"

Donnerstag, 17.03.2016 | 15:03 Uhr
Arrivierte Pokerstars stehen der Global Poker League als Kommentatoren zur Verfügung
© Global Poker League
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Stehende Spieler, ein Glaswürfel als Austragungsort für das Finale und Team-Battles: Die Global Poker League ist ein weiterer Versuch, den Poker-Boom der letzten zehn Jahre auszubauen, auf ein neues Level zu heben und Poker als Mannschaftssport zu positionieren. SPOX sprach mit Gründer Alex Dreyfuss über die wichtigsten Fragen zum Konzept GPL und was die Hold'em-Fans erwartet.

Was ist die Global Poker League?

Im Grunde ist die Global Poker League eine ganz normale Sportliga wie die Bundesliga oder die NBA. Sie besteht aus zwölf Teams mit je sechs Spielern (Ein Kapitän, drei von ihm gedraftete Poker-Profis und zwei Wildcards), von denen sechs Mannschaften zunächst in Europa und Asien Matches austragen, die anderen sechs Teams spielen in Amerika gegeneinander.

Erst in den Playoffs und Finals treffen dann die besten Teams der beiden Divisionen aufeinander. Die Spieler treten dabei nicht für sich selber oder ihr Land an, sondern gehören Teams wie etwa den London Royals an.

Was ist die Idee hinter der Global Poker League?

Die GPL möchte den Poker-Boom der letzten Jahre aufgreifen und zeigen, dass Poker durchaus auch als Mannschaftssport betrieben werden kann.

Gründer Alex Dreyfuss erklärt dazu im Gespräch mit SPOX: "Seit 12 Jahren hat der Pokersport eine wahnsinnige Entwicklung genommen und ist von den Hinterzimmern der Casinos in den Wohnzimmern der Menschen angekommen. Wir sind der festen Überzeugung, dass wir diesen Boom neu entfachen und ihm eine andere Storyline verpassen können. Unser Motto lautet: 'We spotify Poker'. eSport ist längst in vielen Sportarten etabliert, warum nicht auch im Poker?"

Was ist neu am Angebot der GPL?

Die Möglichkeit, Poker zu verfolgen gibt es bereits im Internet und im TV. Etliche Formate ringen um Zuschauer, auf allen gängigen Gaming-Portalen kann man den High Rollern beim Spielen um riesige Pötte zuschauen. Dreyfuss entgegnet dem: "Poker-Plattformen sind gemacht, um dort zu spielen, unsere Software hat nur ein Ziel: Poker zu zeigen. Wir wollen die beste Viewer Experience schaffen, neue, flexible Methoden zur Verfügung stellen, und die Fans so von unserem Produkt überzeugen."

Tatsächlich wird es möglich sein, aufgrund einer kurzen Zeitverzögerung sogar die Hole Cards der Spieler zu sehen. Anders als bei TV-Events, wo oftmals 30 Minuten oder gar eine Stunde zwischen Geschehen und Ausstrahlung liegen, werden es bei den Matches der GPL nur wenige Minuten sein. Die Spieler unterliegen ohnehin knapp bemessenen Zeitlimits und sind gezwungen, schnelle Entscheidungen zu treffen.

Wird es auch Live-Events geben?

Ja, die GPL hat drei Spielformen. Das eine sind reine Online-Matches, diese finden in der Online Arena statt. Gleichzeitig gibt es die In Studio Arena, in der sich die Spieler vor der Kamera duellieren und schließlich die Live Arena, in der auch Zuschauer das Geschehen vor Ort verfolgen können.

Wie sieht der Modus aus?

Die GPL startet am 5. April. In der Folge wird es jeden Dienstag ein Online - Six-Max Sit-n-Go in beiden Divisionen geben, bei dem jedes Team einen Spieler stellt. Jeden Donnerstag stehen sich zusätzlich zwei Teams in der In Studio Arena gegenüber, die je einen Spieler in ein Heads-Up schicken. Gespielt werden drei Duelle. Auch schon während der Regular Season wird es drei bis sechs Matches in der Live Arena geben.

Welche neuen Features liefert die GPL?

Einige! So werden sich die Spieler in der In Studio Arena und auch in der Live Arena beispielsweise stehend duellieren. Dreyfuss dazu: "Es klingt zunächst verrückt, aber es macht total Sinn, dass die Spieler während der Matches stehen. Plötzlich müssen Sie nicht nur ihre Mimik und einen kleinen Teil ihres Körpers kontrollieren, sondern auf jegliche Bewegungen achten. Es wird eine völlig neue Form der Tells geben, die gesamte Physis wird zu einem wichtigen Element. Gleichzeitig bietet ein stehender Spieler natürlich auch ganz andere Möglichkeiten der Werbeplatzierung als ein sitzender, beim dem sich die Flächen meist auf die Brust und die Kopfbedeckung beschränken."

Dazu wird es bei den Finals einen Modus geben, in dem sich je drei Spieler eines Teams in einem gläsernen Würfel zu einem Drei-gegen-Drei-Match treffen. "Das ist ein völlig neues Format, was es so noch nie gegeben hat. Die Spieler werden miteinander agieren, werden sich abklatschen, feiern, vielleicht auch das gegnerische Team ärgern. Poker wird so emotional wie nie", so Dreyfuss.

Was haben die Spieler davon?

"Wie in jeder anderen professionellen Liga werden die Spieler bezahlt, um zu spielen. Gleichzeitig werden sie mit einem gewissen Prozentsatz am Erfolg ihres Teams beteiligt. Das bezieht sich auch auf Marketing-Einnahmen usw.", erklärt Dreyfuss und ergänzt:

"Natürlich gibt es auch einen Preis für das Team das die GPL gewinnt. Aber im Vergleich zu dem, was diese Spieler online erwirtschaften, sind das maximal kleine Kompensations-Zahlungen. Die Spieler machen nicht des Geldes wegen mit, sondern weil sie es spannend finden, weil es ihnen Spaß macht und weil es eine völlig neue Herausforderung für sie ist."

Warum findet sich in den Teams kein Spieler der Marke Phil Hellmuth oder Phil Ivey?

Die GPL setzt bewusst auf die neue Generation, will eher den nächsten Poker-Star hervorbringen als sich der bereits weltweit bekannten Spieler am Spieltisch zu bedienen. Dreyfuss erklärt: "In der GPL wird viel online gespielt und da verfügt die neue Generation über weitaus mehr Erfahrung als die arrivierten Spieler. Deshalb haben wir uns dazu entschieden, sie eher als Analysten oder Kommentatoren mit ins Boot zu holen, so wie beim Draft der Teams, den Phil Hellmuth und Daniel Negreanu begleitet haben."

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