Leistungssportreform wird vorgestellt

SID
Mittwoch, 24.02.2016 | 18:35 Uhr
Michael Vesper will den Abwärtstrend der deutschen Leichtathleten stoppen
© getty
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Die Leistungssportreform soll spätestens am 19. Oktober abgeschlossen sein. An diesem Tag wollen der DOSB und Vertreter des Bundesinnenministeriums das mit Spannung erwartete Reformwerk zur zukünftigen Förderung des deutschen Spitzensports im Sportausschuss des Deutschen Bundestages vorstellen.

"Wir sind in guten Diskussionen, die Länder sitzen mit am Tisch. Wir planen, dass wir unser Papier am 19. Oktober im Sportausschuss vorstellen", sagte der DOSB-Vorstandsvorsitzende Michael Vesper dem SID in Berlin. Mit der Reform will der DOSB die rückläufigen Medaillenerträge deutscher Athleten bei Olympischen Spielen stoppen.

Ob es für einige Verbände schmerzhafte Einschnitte gibt oder ob einige Sportarten ganz aus der Förderung fallen, wollte Dirk Schimmelpfennig, Vorstand Leistungsport im DOSB, noch nicht sagen. "Im Moment sind wir mit den einzelnen Verbänden in Gesprächen. Mitte Mai werden wir alle Strukturgespräche mit den Sommersportarten abgeschlossen haben. Dann werden wir in die Phase kommen, in der die Neustrukturierung konkreter wird."

Seit Ende 2015 basteln DOSB und BMI daran, veraltete Trainings- und Personalkonzepte aus dem deutschen Spitzensport zu nehmen. Die einzelnen Verbände sollen dabei selber neue Konzepte und Strategien für die Förderung ihres Sports einbringen.

Sportpolitiker nicht ausreichend informiert?

Die Sportpolitiker im Deutschen Bundestag fühlten sich am Mittwoch nicht alle von Vesper und Schimmelpfennig ausreichend informiert. "Unser Wunsch nach einem echten Zwischenstand wurde nicht erhört. Das verstehe ich nicht unter Kooperation. Wir sind der Sportausschuss, entscheiden über knapp 200 Millionen Euro pro Jahr an Förderung, doch eine richtige Zusammenarbeit kommt nicht zustande", klagte Özcan Mutlu, sportpolitischer Sprecher von Bündnis 90/Die Grünen.

Vesper versuchte zu erklären, warum der DOSB nicht alle Karten auf den Tisch legen konnte. "Wir sind mitten im Prozess und haben uns darauf verständigt, keine Wasserstandsmeldungen 'rauszugeben", sagte der ehemalige Politiker.

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