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Deutsche Fechter gehen leer aus

SID
Die deutschen Fechter um Jörg Fiedler gingen am vorletzten Tag der EM in Montreux leer aus
© getty

Am vorletzten Tag der EM in Montreux sind die deutschen Fechter leer ausgegangen. Weder die Säbel-Damen noch die Degen-Herren kamen in die Nähe der Medaillen.

Die deutschen Fechter sind am vorletzten Tag der EM in Montreux leer ausgegangen. Weder das Herrendegen-Team um den zweimaligen Einzel-Europameister Jörg Fiedler (Leipzig) noch die Säbel-Damen konnten bei den Titelkämpfen in der Schweiz ernsthaft in die Medaillenvergabe eingreifen. Vor allem für die zuletzt wiedererstarkten Degenfechter war Platz zehn ein Dämpfer im Kampf um die Olympiatickets.

"Es ist schade und traurig, es war eine enge Kiste. Aber es ist noch lange nichts verloren", sagte Sportdirektor Sven Ressel nach der 31:35-Niederlage im Achtelfinale gegen den späteren Silbermedaillengewinner Estland: "Wir haben aber gesehen, dass die Mannschaft funktioniert."

Damit bleibt es für die deutschen Fechter vor den letzten beiden Entscheidungen bei einmal Silber durch Säbel-Spezialist Max Hartung (Dormagen) und Bronze durch die Herrenflorett-Mannschaft. Am Donnerstag kämpfen das deutsche Weltmeister-Team mit Hartung und die Florettfechterinnen um die letzten EM-Medaillen, beide Mannschaftswettbewerbe sind aber im kommenden Jahr bei den Spielen in Rio de Janeiro nicht olympisch.

Quartett scheitert früh

Für das Degen-Quartett mit Fiedler, Christoph Kneip (Leverkusen), Stephan Rein und Niklas Multerer (beide Heidenheim) endeten die Hoffnung auf einen Coup bereits im Auftaktgefecht. Die Esten mit Ex-Weltmeister Nikolai Nowosjolow erwiesen sich als zu stark. In den Platzierungsgefechten gab es nach Siegen gegen Dänemark und Italien eine 29:45-Niederlage gegen Polen.

Dabei hatte das lange Zeit schwächelnde Team rechtzeitig zum Start der Olympiaqualifikation starke Leistungen gezeigt. Erstmals nach über sechs Jahren hatten sie beim Weltcup in Paris Anfang Mai wieder ein Finale erreicht und am Ende Platz zwei belegt. Drei Wochen später holte Kneip beim Grand Prix in Rio de Janeiro mit Platz drei im Einzel einen Podestplatz. Doch bei der EM klappte es nicht. Es gewann Weltmeister Frankreich.

Kein Vorbeikommen an Frankreich

Für die deutschen Säbelfechterinnen war im Viertelfinale Endstation. Anna Limbach (Dormagen), Alexandra Bujdoso (Koblenz), Sibylle Klemm (Dormagen) und Ann-Sophie Kindler (Eislingen) verloren 34:45 gegen das starke Team aus Frankreich, das im vergangenen Jahr sowohl bei WM als auch bei EM jeweils Silber geholt hatte. "Das war ein ganz kleines positives Signal", sagte Ressel dennoch.

Für die Säbelfechterinnen wird die Qualifikation für Olympia ohnehin äußerst schwierig. Im Achtelfinale konnten sie sich allerdings gegen Weißrussland mit 45:41 durchsetzen. In den Platzierungsgefechten gelang dann ein klarer 45:37-Erfolg gegen Ungarn, im abschließenden Duell gegen Polen verloren die Deutschen 44:45 und belegten den sechsten Platz.

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