Der Doping-Skandal geht weiter

Minderjährigen-Doping unter Klümper?

SID
Dienstag, 17.03.2015 | 20:29 Uhr
Auch Minderjährige sollen in den 70ern und 80ern systematisch gedopt haben
© getty
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Die Vorwürfe gegen den westdeutschen Spitzensport und seine Doping-Praktiken in den 70er und 80er Jahren erhärten sich. Wie das WDR-Magazin sport inside in seiner Ausgabe am Montag (16. März) berichtete, verdichten sich nun auch die Hinweise auf Minderjährigen-Doping mit System.

sport inside recherchierte im Staatsarchiv Freiburg und sichtete Akten aus einem Ermittlungsverfahren gegen den Freiburger Mediziner Armin Klümper. Dabei stieß das Team auf eine Rechnung für Medikamentenlieferungen. Die Rechnung sei ausgestellt für Arzneien, die Chef-Verbandsarzt Klümper dem Bund Deutscher Radfahrer ausdrücklich "für die gesamte Betreuung von Jugendlichen und Junioren" zukommen ließ.

Die beigefügte Medikamentenliste mit Präparaten für insgesamt 3146,20 D-Mark enthielt vier der seinerzeit im Spitzensport häufig eingesetzten Anabolika, sowohl Ampullen als auch Tabletten: Testoviron, Primobolan, Deca-Durabolin und Megagrisevit. Zudem sei das Leberschutzmittel Hepagrisevit gelistet worden.

Clasing unter Verdacht?

sport inside wertete die Klümper-Rechnung als ersten Beleg dafür, "dass ein olympischer Spitzenverband in der alten Bundesrepublik Dopingmaßnahmen auch für minderjährige Athleten geplant hatte". Der Deutsche Sportbund (DSB) hatte Anabolika 1977 auf die Doping-Verbotsliste gesetzt.

Klümper will die Präparate an den damals für die Betreuung von Jugendlichen und Junioren zuständigen Münsteraner Sportmediziner Dirk Clasing geschickt haben, der 2002 in den Gründungsvorstand der Nationalen Anti-Doping Agentur (NADA) berufen worden war. Von sport inside mit der Klümper-Rechnung konfrontiert, räumte Clasing lediglich den Empfang des Anabolikums Megagrisevit ein. Das habe er allerdings nicht eingesetzt.

Der Bund Deutscher Radfahrer soll die Klümper-Lieferungen an andere Verbandsärzte, Masseure und an zwei Bundestrainer aus einem so genannten Ärzteplan bezahlt haben. Das Geld dafür kam aus den "jährlichen Bundeszuwendungen im Rahmen der Jahresplanung für zentrale Sportmaßnahmen", also aus den Fördermitteln des Bundesministeriums des Innern.

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