Dienstag, 24.02.2015

Dopingaffäre Freiburg

"Friedensgipfel" ein Erfolg

Im Streit um die Aufklärung der Freiburger Dopingaffäre haben die zuvor auch auf persönlicher Ebene tief zerstrittenen Parteien am Freitag einen offenbar entscheidenden Schritt nach vorne gemacht. Im "Friedensgipfel" von Stuttgart einigte sich die unabhängige Evaluierungskommission mit der Leitung der Albert-Ludwigs-Universität auf ein "gemeinsames Ziel". Ende 2015 soll ein Untersuchungsergebnis der Öffentlichkeit präsentiert werden.

In der Freiburger Dopingaffäre konnte ein wichtiger Schritt nach vorne gemacht werden
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In der Freiburger Dopingaffäre konnte ein wichtiger Schritt nach vorne gemacht werden
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Das bestätigten die baden-württembergische Wissenschaftsministerin Theresia Bauer (Bündnis 90/Die Grünen), Uni-Rektor Hans-Jochen Schiewer und Kommissionsleiterin Letizia Paoli am Freitagabend nach der vierstündigen Sitzung.

Nach drei weiteren Sitzungen im April, Juni und September sollen die Ergebnisse der jahrelangen Untersuchung auf einem gemeinsamen Symposium präsentiert werden. Bis dahin werden die Doping-Experten Perikles Simon (Mainz), Fritz Sörgel (Nürnberg) und Hans Hoppeler (Schweiz) in die Kommission aufrücken.

Nach "intensiven Gesprächen", sagte Bauer, habe "man sich verständigt, an dem gemeinsamen Ziel festzuhalten, die Sportmedizin Freiburg aufzuarbeiten und die Aufklärung zu einem Abschluss zu bringen." Paoli meinte sichtlich zufrieden: "Wir freuen uns, dass unsere gute, aber auch schwierige Arbeit von der Ministerin und Rektor Schiewer anerkannt worden ist, und dass beide eingesehen haben, dass wir keinen verbindlichen Abschlusstermin nennen können."

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Jahrelanger Streit wegen Aufklärung

Grundsätzlich ging es in dem jahrelangen Streit um unterschiedliche Auffassungen einer vollumfänglichen Aufklärung. Die Universität hatte zuvor auf einen sofortigen Abschlussbericht der Kommission gedrängt. Die Kommission warf der Uni-Leitung vor, unabhängige Aufklärung mit allen Mitteln verhindern zu wollen.

Paoli, die vor dem Schlichtertreffen bereits mit Rücktritt gedroht hatte, forderte nachdrücklich, die Arbeit fortsetzen zu dürfen - mit den drei neuen, externen Fachexperten, die bei der Analyse zuletzt aufgetauchter Akten helfen sollen.

Dabei handelt es sich um 60 Aktenordner vor allem zu den Ermittlungen in den bereits abgeschlossenen Verfahren gegen Professor Armin Klümper, einer der Schlüsselfiguren in der Dopingvergangeneheit der Freiburger Universität. Paoli sagte, der Inhalt der Akten sei von "dopinghistorisch einzigartiger Bedeutung". Die Zeit bis zum "vierten Quartal" werde für die Auswertung ausreichen, sagte Paoli.

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