Streit zwischen DOH und DOSB

Keine neue Dopingopfer-Namen

SID
Dienstag, 24.02.2015 | 17:02 Uhr
Ines Geipel ist seit 2013 Vorsitzende des Dopingopfer-Hilfevereins
© getty
Advertisement
Rugby Union Internationals
Wales -
Georgien
Rugby Union Internationals
England -
Australien
Rugby Union Internationals
Schottland -
Neuseeland
Rugby Union Internationals
Irland -
Fidschi
Ran Fighting
ran Fighting Gala
SINGHA Beer Grand Slam of Darts
Grand Slam Of Darts: Viertelfinale
King Of Kings
King of Kings 51
NBA
Warriors @ 76ers
ACB
Andorra -
Malaga
SINGHA Beer Grand Slam of Darts
Grand Slam Of Darts: Halbfinale
BSL
Tofas -
Anadolu Efes
Premiership
Exeter -
Harlequins
ACB
Barcelona -
Valencia
SINGHA Beer Grand Slam of Darts
Grand Slam Of Darts: Finale
NBA
Wizards @ Raptors
NHL
Islanders @ Hurricanes
NHL
Blue Jackets @ Sabres
NBA
Wizards @ Bucks
NBA
Bulls @ Lakers
NBA
Warriors @ Thunder
Players Championship
Players Championship: Tag 1 -
Session 1
Davis Cup Men National_team
Frankreich -
Belgien: Tag 1
NHL
Penguins @ Bruins
Players Championship
Players Championship: Tag 1 -
Session 2
Pro14
Leinster -
Newport
Premiership
Newcastle -
Gloucester
NHL
Islanders @ Flyers
NHL
Senators @ Blue Jackets
NBA
Bulls @ Warriors
Players Championship
Players Championship: Tag 2 -
Session 1
Davis Cup Men National_team
Frankreich -
Belgien: Tag 2
Rugby Union Internationals
Schottland -
Australien
Rugby Union Internationals
England -
Samoa
Rugby Union Internationals
Wales -
Neuseeland
Rugby Union Internationals
Irland -
Argentinien
Players Championship
Players Championship: Tag 2 -
Session 2
NBA
Pelicans @ Warriors
World Championship Boxing
Sergey Kovalev -
Vyacheslav Shabranskyy
Davis Cup Men National_team
Frankreich -
Belgien: Tag 3
Players Championship
Players Championship: Tag 3 -
Session 1
Premiership
Saracens -
Exeter
NHL
Canucks @ Rangers
Players Championship
Players Championship: Tag 3 -
Session 2
NBA
Suns @ Timberwolves
NHL
Oilers @ Bruins
NBA
Cavaliers @ 76ers
NHL
Flyers @ Penguins
BSL
Fenerbahce -
Büyükcekmece
NBA
Wizards @ Timberwolves
NBA
Grizzlies @ Spurs
NBA
76ers @ Celtics
NHL
Maple Leafs @ Oilers
Premiership
Northampton -
Newcastle

Dem Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB) liegen keine konkreten neuen Namen von Dopingopfern aus der Zeit nach der Wende vor. Ines Geipel, die Vorsitzende des Dopingopfer-Hilfevereins (DOH), konkretisierte ihre Antwort aus einem Interview, die den Anschein erweckt hatte, sie hätte dem Dachverband konkrete Namen übermittelt. Gleichzeitig betonte Geipel, dass es die Fälle sehr wohl gebe.

"In der Beratungsstelle der Doping-Opfer-Hilfe haben sich im vergangenen Jahr immer häufiger Athleten gemeldet, die nach 1989 aktiv waren, von Dopingerfahrungen in der wiedervereinigten Bundesrepublik berichteten und heute schwer geschädigt sind", sagte Geipel dem "SID": "Darüber hinaus meldeten sich aktuelle Bundestrainer sowie Betreuer, die über dopingbelastete Strukturen im organisierten deutschen Sport nach der Wiedervereinigung berichteten."

Die ehemalige Sprinterin, selbst anerkanntes DDR-Dopingopfer, ergänzte, dass der DOH es für seine Pflicht gehalten habe, den DOSB über diesen Sachverhalt zu informieren. Entsprechend habe Geipel der DOSB-Spitze "unter Zeugen anonymisierte Listen überreicht, auf denen konkrete Fälle auszugsweise dokumentiert" seien.

"Dass es dabei keine Namensnennung gegeben hat und auch nicht geben kann, hat bekanntermaßen datenschutzrechtliche Gründe", sagte Geipel.

"Das kann ich aus Datenschutz-Gründen nicht"

Die DOH-Vorsitzende hatte in der "Süddeutschen Zeitung" auf die Frage, ob sie Namen von Betroffenen nennen könne, geantwortet: "Das kann ich aus Datenschutz-Gründen nicht, aber der DOSB ist informiert."

Der DOSB-Vorstandsvorsitzende Michael Vesper widersprach energisch. "Dass wir einen konkreten Fall oder sogar mehrere Fälle namentlich wüssten, die sie uns gegeben hätte, ist eine glatte Lüge", sagte Vesper dem "SID" und dem Deutschlandfunk am Rande des Kölner Abends der Sportwissenschaften an der deutschen Sporthochschule.

Genügend Anhaltspunkte für weiterführende DOSB-Ermittlungen habe es nicht gegeben. "Ich kann Frau Geipel nur auffordern, Ross und Reiter zu nennen und die Fälle der NADA oder den Staatsanwaltschaften zu übergeben, damit auf diese Weise die Hintermänner belangt werden können", sagte Vesper.

Seriöse Lösung soll gefunden werden

Da der DOH unter Zusicherung der absoluten Vertraulichkeit arbeitet, lehnt Geipel diesen Schritt ab und kritisiert wiederum den Dachverband: "Die Verantwortung des DOSB im Hinblick auf die Opfer seines Sports jetzt wieder auf ein Namensnennungs-Spiel runterzurechnen, ist billig und erneut eine Abwehrstrategie."

Hilfreicher wäre es laut Geipel, "für die traurige Akutsituation der vielen Opfer miteinander endlich eine tragfähige und seriöse Lösung zu finden".

Dem stimmte Vesper zu. Geipels Liste, so sagte er, habe ihn auch ohne Klarnamen beeindruckt. "Das führt mich auch dazu, die Aktivitäten wieder aufzugreifen und einen Runden Tisch mit DOH und Innenministerium zu veranstalten, um eine Rente für schwerstgeschädigte Dopingopfer der DDR nach dem Opferentschädigungsgesetz zu fordern."

Werbung
Werbung
Werbung
Werbung