Mittwoch, 03.12.2014

Trauerfeier für Phillip Hughes

"Ruhe in Frieden, kleiner Bruder"

Im Rahmen einer hochemotionalen Trauerfeier haben sich Familie, Freunde und Teamkollegen am Mittwoch von Cricket-Nationalspieler Phillip Hughes verabschiedet. Der Australier war am Dienstag vergangener Woche von einem Ball am Kopf getroffen worden und zwei Tage später gestorben. "Ruhe in Frieden, kleiner Bruder", sagte der von Weinkrämpfen geschüttelte Nationalmannschafts-Kapitän Michael Clarke in seiner Trauerrede: "Ich sehe dich irgendwann auf dem Feld."

Viele verabschiedeten sich in Phillip Hughes' Heimatgemeinde vom verstorbenen Nationalspieler
© getty
Viele verabschiedeten sich in Phillip Hughes' Heimatgemeinde vom verstorbenen Nationalspieler

Die Menschen in Hughes' Heimatgemeinde Macksville in Neu-Südwales versammelten sich vor der Sporthalle der örtlichen High School, in der 1000 Trauergäste der Zeremonie beiwohnten. Ein einzelner Cricketschläger war an den Sarg gelehnt, in dem Hughes drei Tage nach seinem 26. Geburtstag zur letzten Ruhe getragen wurde. Die Geschäfte in dem 2500-Einwohner-Städtchen waren allesamt in den grün-goldenen Farben des australischen Cricketteams geschmückt. Vor Hughes' alter Grundschule standen Dutzende von Cricketschlägern an einen Zaun gelehnt, auf vielen stand ein letzter Gruß an den populären Sohn der Stadt geschrieben.

Clarke berichtete unter Tränen, er sei an Hughes' Todestag abends noch einmal an den Ort der Tragödie im Sydney Cricket Ground zurückgekehrt. "Ich ging in die Mitte des SCG, unter meinen Füßen dasselbe Gras, auf dem Phillip und ich und so viele andere gemeinsam unsere Träume gelebt haben", sagte Clarke: "Ich stand dort am Wicket, ich kniete nieder und berührte das Gras, und ich schwöre, er war bei mir. Er sagte, wir sollten immer dranbleiben und bis zur Teepause durchhalten."

Unter den Trauergästen war auch der 22-jährige Sean Abbott, er hatte den Ball geworfen, der Hughes tödlich verletzte. Als die Kugel mit 130 km/h seitlich unterhalb des Schutzhelmes gegen den Kopf des 25-Jährigen prallte, führte der Riss einer Arterie zu massiven Gehirnblutungen. Hughes starb, ohne das Bewusstsein wiedererlangt zu haben.


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