Deutsche Volleyballer auf WM-Kurs

SID
Samstag, 04.01.2014 | 18:31 Uhr
Die Herren des DVV liegen auf WM-Kurs
© getty
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Zweites Spiel, zweiter klarer Sieg: Die Herren des DVV haben beim entscheidenden Qualifikationsturnier in Ludwigsburg einen enorm wichtigen Schritt Richtung WM 2014 gemacht. Dank des souveränen 3:0 (25:18, 25:18, 25:17) gegen Estland hat die Auswahl die Teilnahme an der Endrunde in Polen weiter selbst in der Hand.

Am Sonntag gegen die Türkei (17.00) reicht ein knapper Sieg.

Mit der Maximalausbeute von sechs Punkten verteidigte die Mannschaft von Bundestrainer Vital Heynen erfolgreich die Tabellenführung der Vierergruppe K vor den Türken, die am Samstagabend gegen Kroatien ihr zweites Spiel bestritten. Nur der Turniersieger hat das WM-Ticket sicher in der Tasche, zudem reist der beste Zweitplatzierte der fünf Europagruppen zum Saisonhighlight.

Direkt im Anschluss an den 3:0-Auftaktsieg des DVV-Teams gegen Kroatien am Freitag hatten die Nationalspieler geschlossen die Esten gegen die Türkei (0:3) beobachtet - der Weltranglisten-42. galt vor dem Turnier als große Unbekannte. "Estland kenne ich - ehrlich gesagt - nicht so gut", meinte Heynen. Der Gegner schob die Favoritenrolle dankbar ab. "Deutschland ist das beste Team hier, wir wollen versuchen, Zweiter zu werden", hatte Trainer Avo Keel gesagt.

Schöps stark

Anders als in den nervösen Anfangsminuten vom Freitag begann das DVV-Team gegen den Außenseiter im ersten Satz äußerst selbstbewusst und ging schnell 3:0 in Führung. Angetrieben vom erneut lautstarken Publikum - am zweiten Tag waren 3123 Fans gekommen - gab vor allem Kapitän Jochen Schöps, der gegen Kroatien nur Zuschauer war, seinem Team Rückhalt. Zur ersten technischen Auszeit stand es 8:4.

Heynen verzichtete komplett auf Diagonalangreifer und Starspieler Georg Grozer - wohl um dessen Kräfte für Sonntag zu schonen und weil die Esten das DVV-Team auf dem Platz kaum ernsthaft forderten. Zwischenzeitlich punkteten die Gäste allein dank deutscher Fehler. Keel wechselte schon im ersten Satz munter durch, ohne aber gegen die starke Offensive des EM-Sechsten von 2013 das rechte Mittel zu finden. Mittelblocker Philipp Collin verwandelte den ersten Satzball zum 25:18.

Im zweiten Durchgang trat das deutsche Team zunächst zwar weniger dominant auf, dennoch reichte es gegen die schwach spielenden Gäste zur 16:10-Führung in der zweiten technischen Auszeit. In der Folge zeigten die Hausherren zeitweise starke Angriffe und gewannen völlig verdient auch den zweiten Satz, ehe Heynen sichtlich zufrieden von der Seitenlinie beobachtete, wie sein Team im dritten Durchgang zunächst klar in Führung (5:0) ging - und diese nicht mehr abgab.

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