Duplitzer: "Gauck darf kein Alibi sein"

SID
Montag, 09.12.2013 | 13:43 Uhr
Imke Duplitzer äußerte sich bereits häufiger zu politischen Missständen
© getty
Advertisement
Mallorca Open Women Single
WTA Mallorca: Tag 3
AEGON Classic Women Single
WTA Birmingham: Tag 3
Mallorca Open Women Single
WTA Mallorca: Tag 4
AEGON Classic Women Single
WTA Birmingham: Tag 4
NBA
NBA Draft 2018
Mallorca Open Women Single
WTA Mallorca: Viertelfinale
AEGON Classic Women Single
WTA Birmingham: Viertelfinale
AEGON Classic Women Single
WTA Birmingham: Halbfinale
Mallorca Open Women Single
WTA Mallorca: Halbfinale
Rugby Union Internationals
Argentinien -
Schottland
AEGON Classic Women Single
WTA Birmingham: Finale
Mallorca Open Women Single
WTA Mallorca: Finale
IndyCar Series
Kohler Grand Prix
AEGON International Women Single
WTA Eastbourne: Tag 3
Boodles Challenge
The Boodles: Tag 1
AEGON International Women Single
WTA Eastbourne: Tag 4
Boodles Challenge
The Boodles: Tag 2
AEGON International Women Single
WTA Eastbourne: Viertelfinale
Antalya Open Men Single
ATP Antalya: Viertelfinale
AEGON International Men Single
ATP Eastbourne: Viertelfinale
Boodles Challenge
The Boodles: Tag 3
AEGON International Women Single
WTA Eastbourne: Halbfinale
Antalya Open Men Single
ATP Antalya: Halbfinale
Boodles Challenge
The Boodles: Tag 4
AEGON International Men Single
ATP Eastbourne: Halbfinale
Boodles Challenge
The Boodles: Tag 5
AEGON International Women Single
WTA Eastbourne: Finale
Antalya Open Men Single
ATP Antalya: Finale
AEGON International Men Single
ATP Eastbourne: Finale
FIA World Rallycross Championship
6. Lauf: Höljes Motorstadion

Die fünfmalige Olympiateilnehmerin Imke Duplitzer hat Bundespräsident Joachim Gauck gelobt und weitere Politiker aufgefordert, den Olympischen Winterspielen in Sotschi fernzubleiben. "Ich finde die Entscheidung toll. Er weiß, was es heißt, in so einem System zu sein. Er hat sein Gewissen befragt - und sich dagegen entschieden", sagte die zweimalige Europameisterin im Degenfechten dem "SID".

Gleichzeitig warnte die kritische Sportlerin Politiker davor, sich hinter der Entscheidung des deutschen Staatsoberhauptes zu verstecken. "Herr Gauck darf aber jetzt kein Alibi oder Feigenblatt für andere Politiker sein. Es wäre wünschenswert, wenn andere deutsche und europäische Politker seinem Beispiel folgen und ohne Angabe von Gründen den Feierlichkeiten fernbleiben", betonte die 38-Jährige: "Herr Gauck sagt ja nicht, dass er boykottiert, aber er sucht auch keine Entschuldigung und gibt beispielsweise Terminschwierigkeiten an. Dadurch, dass er Interpretationsspielraum lässt, gewinnt er mehr."

Duplitzer hatte vor den Olympischen Sommerspielen in Peking 2008 die Menschenrechtssituation in China deutlich kritisiert und damals aus diesem Grund die Eröffnungsfeier boykottiert.

Kritik an Investitionen

Die Diskussion über die Entscheidung Gaucks, nicht nach Sotschi zu reisen, sei ihrer Meinung nach daneben: "Was hindert einen Politiker oder einen Wirtschaftsboss daran, nach seinem Gewissen zu entscheiden? Man kann doch jetzt nicht kritisieren, dass er seinem Gewissen gefolgt ist. Er hat jetzt einen Pflock eingeschlagen und ein Zeichen gesetzt."

Den organisierten Sport sieht Duplitzer am Scheideweg. "Wir müssen jetzt an einen Punkt kommen, an dem der Sport zu seinem Urgedanken zurückkehrt. Es hat ja niemand etwas dagegen, dass etwas Geld verdient wird", sagte sie: "Aber man sollte sich mal die Dimensionen überlegen. Der finanzielle Aufwand und die Umweltzerstörungen in Sotschi widersprechen dem olympischen Gedanken."

Werbung
Werbung
Werbung
Werbung