Im Kampf gegen Doping

DOSB fordert schärferes Gesetz

SID
Samstag, 07.12.2013 | 14:15 Uhr
Während der Mitgliederversammlung wurde Alfons Hörmann als neuer Chef des DOSB gewählt
© getty
Advertisement
World Matchplay
MoLive
World Matchplay: Tag 3
Jiangxi Open Women Single
Di11:00
WTA Nanchang: Tag 2
World Matchplay
Di20:00
World Matchplay: Tag 4
Jiangxi Open Women Single
Mi11:00
WTA Nanchang: Tag 3
World Matchplay
Mi20:00
World Matchplay: Tag 5
Jiangxi Open Women Single
Do11:00
WTA Nanchang: Tag 4
Swedish Open Women Single
Do11:00
WTA Bastad: Tag 4
National Rugby League
Do11:50
Panthers -
Bulldogs
World Matchplay
Do20:00
World Matchplay: Viertelfinals
Jiangxi Open Women Single
Fr10:00
Jiangxi Open -
Viertelfinals
Swedish Open Women Single
Fr10:00
WTA Bastad: Viertelfinals
National Rugby League
Fr11:50
Eels -
Broncos
World Matchplay
Fr20:00
World Matchplay: Viertelfinals
National Rugby League
Sa07:00
Knights -
Dragons
Jiangxi Open Women Single
Sa11:00
Jiangxi Open: Halbfinals
Swedish Open Women Single
Sa16:00
WTA Bastad: Halbfinals
World Matchplay
Sa20:00
World Matchplay: Halbfinals
National Rugby League
So06:00
Storm -
Sea Eagles
Jiangxi Open Women Single
So10:00
Jiangxi Open: Finale
Swedish Open Women Single
So14:00
WTA Bastad: Finale
Bet-At-Home Cup Kitzbühel Men Single
Mo13:30
ATP Kitzbühel: Tag 1
Bet-At-Home Cup Kitzbühel Men Single
Di12:30
ATP Kitzbühel -
Tag 2
Bank of the West Classic Women Single
Di19:00
Stanford Bank of West Classic: Tag 2
Bet-At-Home Cup Kitzbühel Men Single
Mi13:30
ATP Kitzbühel : Tag 3
Bank of the West Classic Women Single
Mi20:00
Stanford Bank of West Classic: Tag 3
Bank of the West Classic Women Single
Do20:00
Stanford Bank of the West Classic -
Tag 4
National Rugby League
Fr10:00
Dragons -
Rabbitohs
Bet-At-Home Cup Kitzbühel Men Single
Fr13:00
Generali Open -
Halbfinals
Citi Open Women Single
Fr19:00
Washington Citi Open: Viertelfinale
Bank of the West Classic Women Single
Fr21:00
Stanford Bank of the West Classic: Viertelfinals
Bet-At-Home Cup Kitzbühel Men Single
Sa14:00
Generali Open -
Finale
Citi Open Women Single
Sa22:30
Washington Citi Open: Halbfinale
Bank of the West Classic Women Single
Sa23:00
Stanford Bank of the West Classic: Halbfinals
Citi Open Women Single
So23:00
Washington Citi Open: Finale
Bank of the West Classic Women Single
So23:00
Stanford Bank of the West Classic: Finale

Der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) hat sich bei seiner 9. Mitgliederversammlung am Samstag in Wiesbaden für eine verschärfte Anti-Doping-Gesetzgebung ausgeprochen. Die Einführung einer uneingeschränkten Strafbarkeit bei Besitz von Dopingmitteln schon in geringen Mengen lehnt der DOSB allerdings ab.

Ein entsprechende Beschlussvorlage wurde mit großer Mehrheit bei nur 13 Gegenstimmen, die vor allem aus dem Lager des Deutschen Leichtathletik-Verbandes (DLV) kamen, angenommen.

"Um den Kampf gegen Doping und die daran beteiligten Personen - einschließlich der Athleten/innen - zu stärken, spricht sich der organisierte Sport für weitergehende strafrechtliche Regelungen einschließlich einer Kronzeugenregelung und deren Bündelung mit den einschlägigen Bestimmungen des Arzneimittelgesetzes in einem Anti-Doping-Gesetz aus", heißt es in dem Beschluss.

"Wir sprechen uns ... gegen die Ausdehnung der Besitzstrafbarkeit auf geringe Mengen aus", heißt es weiter. Als Grund dafür wurde genannt, dass die im sportlichen Verfahren geltende Umkehr der Beweislast nicht "theoretisch oder praktisch angetastet oder eingeschränkt" werden dürfe, weil sonst "das schärfste Instrument zur Sanktionierung dopender Sportler, nämlich die sofortige Sperre, nicht mehr zur Verfügung stünde".

Union und SPD einigen sich auf eigenen Vorschlag

Inwieweit der Sport mit diesem Vorschlag noch Einfluss auf die Gesetzgebung nehmen kann, ist fraglich. Union und SPD hatten sich in ihren Koalitionsverhandlungen auf einen eigenen Vorschlag geeinigt, der die Frage der Besitzstrafbarkeit offen lässt. Der DOSB-Beschluss enthält die Forderung, "im weiteren Verfahren bis zur Verabschiedung eines Gesetzes eng beteiligt zu werden".

Einziger Berater der Politiker in Berlin aus dem Sport war bei den Koalitionsverhandlungen Clemens Prokop, der Präsident des Deutschen Leichtathletik-Verbandes (DLV), der gegen den Beschluss stimmte. "Einen Kompromiss im Anti-Doping-Kampf können wir uns nicht erlauben", sagte Prokop.

Der Jurist bestand vor allem auf der Einführung der uneingeschränkten Besitzstrafbarkeit. "Die Bedenken in der Beschlussfassung kann ich nicht teilen. Ein Anti-Doping-Gesetz ohne uneingeschränkte Besitzstrafbarkeit ist nur ein halbes Gesetz", sagte Prokop, der Amtsgerichtsdirektor in Regensburg ist.

Werbung
Werbung
Werbung
Werbung