Designierter DOSB-Chef lobt Anti-Doping-Kampf

Hörmann lobt NADA-Arbeit

SID
Mittwoch, 04.12.2013 | 15:48 Uhr
Alfons Hörmann kämpfte lange für eine Bewerbung Münchens um die Winterspiele 2022
© getty
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Der designierte DOSB-Präsident Alfons Hörmann stellt der Anti-Doping-Arbeit des deutschen Sports und der Nationalen Anti Doping Agentur ein sehr gutes Zeugnis aus.

"Der Sport befindet sich in der Defensive, weil wir permanent in der Rolle des Erklärenden sind, warum gewisse Dinge im Anti-Doping-Kampf nicht umsetzbar sind. Dabei leisten wir in der täglichen Anti-Doping-Arbeit gemeinsam mit der NADA hervorragende Arbeit", sagte Hörmann (53) im Interview mit dem Sport-Informations-Dienst: "Das System ist im Hinblick auf Intensität und Professionalität vorbildlich."

Alarmierende Erhebungen, die Hinweise auf weit verbreitetes Doping auch in Deutschland geben, beunruhigen den noch amtierenden Präsidenten des Deutschen Skiverbandes anscheinend nicht sonderlich.

Risiko für Sportler zu hoch

"Ich finde es schade, dass solche Zahlen und die Diskussionen über mögliche gesetzliche Neuregelungen auch die Erfolge immer wieder in den Hintergrund drängen", sagt Hörmann: "Die letzten Nachtests mit Hilfe neuer Verfahren, die im Ausland ausgesprochen erfolgreich waren, haben in Deutschland nicht einen einzigen zusätzlichen positiven Test erbracht."

Dass die NADA bei den entscheidenden Trainingskontrollen in weniger als einem Prozent der Fälle Sünder ausfindig macht, wertet Hörmann positiv. "Diese Zahlen, und ich zähle die prozentualen Erhebungen über positive NADA-Tests ausdrücklich dazu, können auch so interpretiert werden, dass sich deutsche Sportler das Risiko eines Dopingvergehens einfach nicht mehr leisten können", sagt Hörmann.

Hörmann einziger Kandidat am Samstag

Trotzdem betonte der Unternehmer aus Sulzberg im Oberallgäu, Geschäftsführer der Hörmann-Gruppe mit rund 3500 Mitarbeitern und 590 Millionen Euro Umsatz, dass das Thema Anti-Doping "auf meiner Agenda für das kommende Jahr ganz oben stehen" werde.

Details sollen erst nach seiner Wahl besprochen werden: "Das klare Ziel ist, erst mal festzustellen, wo der Schuh drückt. Deshalb wollen wir bereits am 17. und 18. Dezember im Rahmen einer Klausurtagung des Präsidiums die anstehenden Themen diskutieren und Prioritäten festlegen."

Hörmann ist bei der Präsidentenwahl im Rahmen der Mitgliederversammlung des Deutschen Olympischen Sportbundes am Samstag in Wiesbaden der einzige Kandidat. Seine Wahl gilt als sicher. Er wäre Nachfolger von Thomas Bach, der am 10. September zum Präsidenten des Internationalen Olympischen Komitees gewählt worden ist.

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