Vierjahressperre für Dopingsünder

Innenministerium hat Zweifel an Durchsetzbarkeit

SID
Donnerstag, 14.11.2013 | 09:58 Uhr
Die WADA wurde 1999 bei einer Welt-Anti-Doping-Konferenz gegründet
© getty
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Das Bundesinnenministerium (BMI) hat Zweifel an der Durchsetzbarkeit der von der Welt-Anti-Doping-Agentur (WADA) angestrebten Vierjahressperre für Dopingsünder.

"Wir verstehen und unterstützen das Bestreben der WADA, schwerere Strafen auszusprechen. Aber wir müssen bei den Sanktionen auch berücksichtigen, dass viele Sportler kurze Karrieren haben", sagte Gerhard Böhm, Leiter der Sportabteilung des BMI, auf der 4. Welt-Anti-Doping-Konferenz in Johannesburg:"Wir befürchten, dass Gerichte die Strafe als unverhältnismäßig ansehen."

Die Vierjahressperre ist Teil des neuen WADA-Codes, der am Freitag von den mehr als 1000 Delegierten in Johannesburg verabschiedet werden soll.

In Deutschland ist die Sperre nicht nur unter Sportrechtlern, sondern auch bei der Nationalen Anti Doping Agentur (NADA) wegen des Eingriffs in Grundrechte der Athleten umstritten. IOC-Präsident Thomas Bach hatte sich am Mittwoch dagegen für die Strafe stark gemacht.

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