Neues Langzeit-Nachweisverfahren

Hunderte Tests positiv - 38 sanktioniert

SID
Dienstag, 19.11.2013 | 15:55 Uhr
Durch das neue Verfahren wurden bislang hunderte Tests positiv ausgewertet
© getty
Advertisement
New Haven Open Women Single
Live
WTA Connecticut: Tag 4
National Rugby League
Broncos -
Eels
Champions Hockey League
Jönköping -
Adler Mannheim
New Haven Open Women Single
WTA Connecticut: Viertelfinale
Winston-Salem Open Men Single
ATP Winston-Salem: Viertelfinale
Mayweather vs McGregor
Mayweather vs McGregor: Undercard PK
Perth Darts Masters
Perth Darts Masters: Tag 1
Champions Hockey League
Grizzlys Wolfsburg -
Banska Bystrica
Champions Hockey League
Red Bull München -
Krakau
New Haven Open Women Single
WTA Connecticut: Halbfinale -
Session 1
Mayweather vs McGregor
Mayweather vs McGregor: Weigh-in
New Haven Open Women Single
WTA Connecticut: Halbfinale -
Session 2
Winston-Salem Open Men Single
ATP Winston-Salem: Halbfinale
National Rugby League
Storm -
Rabbitohs
Perth Darts Masters
Perth Darts Masters: Tag 2
New Haven Open Women Single
WTA Connecticut: Finale
Winston-Salem Open Men Single
ATP Winston-Salem: Finale
Mayweather vs McGregor
Mayweather vs McGregor: Undercard + Main Fight
Perth Darts Masters
Perth Darts Masters: Halbfinale & Finale
Champions Hockey League
Adler Mannheim -
Trinec
Champions Hockey League
Krakau -
Red Bull München
National Rugby League
Roosters -
Titans
National Rugby League
Storm -
Raiders
Premiership
Saracens -
Northampton
Premiership
Wasps -
Sale
Pro14
Connacht -
Glasgow
National Rugby League
Dragons -
Bulldogs
Premiership
Leicester -
Bath

Hunderte positive Dopingtests, aber bislang nur 38 bekannt gewordene Fälle: Die Fahndungs-Erfolge stehen noch in krassem Gegensatz zu der Zahl bislang sanktionierter Athleten.

Der Kölner Laborchef Wilhelm Schänzer hatte dem "Sport-Informations-Dienst" am Montag erklärt, seit Anwendung des neuen Langzeitnachweises im November 2012 habe man 200 positive Fälle auf Stanozolol zusätzlich analysiert. Nach Informationen des WDR-Magazins "sportinside" hat die Flut von Doping-Nachweisen innerhalb eines Jahres in Köln und Moskau aber gerade einmal 38 Verfahren nach sich gezogen.

"Vertuschung ist nicht ausgeschlossen. Richard Pound, der nicht Chef der Anti-Doping-Weltagentur bleiben durfte, hat schon recht: Die Wahrheit wäre zu peinlich für Sportverbände", sagte der Heidelberger Molekularbiologe Werner Franke dem "SID".

Aufklärungsquote deutlich unter einem Prozent

Die positiven Proben, die auch im umstrittenen Doping-Labor in Moskau analysiert wurden, stammen laut sportinside vor allem aus dem Bereich der früheren Sowjetunion (Russland, Kasachstan, Armenien, Weißrussland, Moldawien) sowie aus der Türkei.

Die Quantität stützt die Ergebnisse einer anonymen Umfrage unter den Teilnehmern der Leichtathletik-WM 2011 in Daegu/Südkorea. Aus der Erhebung war hervorgegangen, dass 29 bis 45 Prozent der Athleten im Vorfeld der Wettkämpfe verbotene Medikamente genommen hatten. Die weltweite Aufklärungsquote liegt deutlich unter ein Prozent.

Das IOC hatte am Montag dem "SI"D bestätigt, dass die neuen Nachweisverfahren aus Köln und Moskau derzeit beim Nachtesten von Proben angewandt würden, die bei den Winterspielen 2006 in Turin entnommen worden waren. Der neue Test würde auch bei Wettkampf-Kontrollen der Spiele 2014 in Sotschi genutzt. Nachtests der Spiele 2010 in Vancouver (Winter), 2008 in Peking oder 2012 in London (jeweils Sommer) bestätigte das IOC jedoch nicht.

Werbung
Werbung
Werbung
Werbung