Mittwoch, 16.10.2013

Favorit auf DOSB-Präsident

Hörmann soll Bach-Nachfolger werden

Alfons Hörmann, bisher noch Chef des Deutschen Skiverbandes, wird aller Voraussicht nach neuer Präsident des Deutschen Olympischen Sportbundes.

Alfons Hörmann hat gut lachen: Er wird höchstwahrscheinlich neuer DOSB-Präsident
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Alfons Hörmann hat gut lachen: Er wird höchstwahrscheinlich neuer DOSB-Präsident

Der 53-Jährige soll die Nachfolge von Thomas Bach, der vor fünf Wochen zum IOC-Präsidenten gewählt worden war, antreten. Darauf einigten sich die DOSB-Spitzenverbände bei ihrem Treffen am Mittwoch in Frankfurt/Main einstimmig. Sollte alles nach Plan verlaufen, wird Hörmann schon am 7. Dezember bei der DOSB-Mitgliederversammlung in Wiesbaden gewählt.

"Das waren spannende Stunden im Kreis der Fachverbände. Es war eine sehr gute und offene Diskussion. Für mich ist es eine tolle Konstellation, weil die Empfehlung einmütig war", sagte Hörmann nach rund drei Stunden dauernden Sitzung im Raum "Gold 2" des Lindner-Hotels dem "Sport-Informations-Dienst": "Das war zwar - wie so oft im Leben - nur die erste Etappe. Dennoch ist dieses tolle Votum der Verbände natürlich eine Steilvorlage."

Ein einhelliges Votum der insgesamt 62 Spitzenverbände würde Hörmann bei der Versammlung eine stabile Mehrheit garantieren. Stimmberechtigt sind dort auch noch die 16 Landessportbünde und 20 Verbändemit besonderen Aufgaben. Die Spitzen der Landessportbünde treffen sich am 25. und 26. Oktober in Hamburg mit Hörmann.

DSV-Boss schließt Kandidatur nicht aus

In den beiden Tagen darauf findet die DOSB-Präsidiumssitzung in Frankfurt/Main statt. "Ich hoffe, dass bis dahin Klarheit herrscht", hatte Interimspräsidenten Hans-Peter Krämer nach seinem Amtsantritt gesagt.

Der finanziell unabhängige Hörmann, der keine Probleme mit der Übernahme des unentgeltlichen Ehrenamts haben dürfte, hatte sich zuletzt immer mehr als Favorit auf die Bach-Nachfolge herauskristallisiert. Aus den Spitzenverbänden waren vermehrt Stimmen laut geworden, die sich für den Unternehmer aus dem Allgäu aussprachen.

Nach anfänglicher Zurückhaltung schloss der mächtige DSV-Boss, der nach eigenem Bekunden in der vergangenen Woche ein "sehr gutes" Sondierungsgespräch mit Krämer geführt hat, auch selbst eine Kandidatur für das höchste Amt im deutschen Sport nicht mehr aus.


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