"Jahrhundertschütze" feuert letzte Wettkampfschüsse ab

Ralf Schumann beendet Karriere

SID
Mittwoch, 24.10.2012 | 14:32 Uhr
Ralf Schumann beendet seine Karriere nach dem Weltcup-Finale in Bangkok
© Getty
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Wenn der Rekord-Olympionike beim Weltcup-Finale in Bangkok seine letzten Wettkampfschüsse abfeuert, wird es keinen großen Rummel geben. Ralf Schumann, 50, verlässt die internationale Bühne ohne Tamtam.

Dem Schießsport in Deutschland bleibt der dreimalige Olympiasieger mit der Schnellfeuerpistole als Trainer erhalten. "Ich bin happy, dass es vorbei ist und freue mich, meine Erfahrung an den Nachwuchs weiterzugeben. So ein nahtloser Übergang ist nicht jedem Sportler vergönnt", sagt der Altmeister aus Suhl der dapd Nachrichtenagentur.

Siebenmal bei Olympia dabei zu sein, das hatten aus Deutschland vor dem Schützenkönig aus Thüringen nur Trainer und Funktionäre geschafft. Und ohne den Boykott der Spiele 1984 in Los Angeles wäre Schumann gar auf acht Teilnahmen gekommen.

Bei seinem letzten olympischen Auftritt blieb dem streng gläubigen Schützen zwar eine Medaille verwehrt ("Das waren zu viele kleine Fehler"), doch mit seinen drei Goldenen und zwei Silbernen bleibt er der erfolgreichste Schütze hierzulande.

Schumann hofft auf Bundestrainer-Posten 2014

Seine Erfahrung wird der gebürtige Meißner nun an den Nachwuchs weitergeben. Am 1. November übernimmt er die Trainingsgruppe Schnellfeuerpistole beim Thüringer Schützenbund (TSB) in Suhl. Die Anstellung soll auch ein Sprungbrett für seine weitere Trainertätigkeit sein; Schumann hofft auf die Stelle des Pistolen-Bundestrainers von Peter Kraneis, der 2014 ausscheiden wird. "Das ist mein Ziel", sagt Schumann, der auch im engen Austausch mit dem Deutschen Schützenbund (DBS) steht.

"Ralf soll mit seinem riesigen Erfahrungsschatz im Bereich Waffentechnik und Tuning unsere Kaderschützen unterstützen und die in Suhl trainierenden Bundeskader betreuen. Darüber hinaus wird er beim Deutschen Schützenbund in die Aus- und Weiterbildung unserer Trainer eingebunden", sagt Sportdirektor Heiner Gabelmann.

Der Jahrhundertschütze, zu dem ihn der Internationale Verband ernannt hat, behält auch sein spartanisch eingerichtetes Sportlerzimmer am Schießsportzentrum auf dem Friedberg im Thüringer Wahl. Dort wohnt er weiterhin die Woche über in seiner zehn Quadratmeter kleinen "Bude". Die Wochenenden verbringt Schumann mit seiner Frau Anke in Dußlingen bei Tübingen, wo seine evangelische Freikirche beheimatet ist.

"Die Motivation für das Weltcup-Finale nach Olympia war schwer. Ich habe noch eine mittelmäßige Belastung gemacht", wie er zugibt. Doch in der thailändischen Hauptstadt will Schützen-Schumi, wie er seit Jahren genannt wird, noch einmal "Spaß haben und ganz ohne Druck schießen". Und der sportliche Ehrgeiz ist auch noch da: Das Weltcupfinale hat er schließlich 13 Mal gewonnen und kam bei insgesamt 19 Starts nur einmal ohne Medaille zurück.

 

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