Dogonadze/Simon retten die Bilanz

SID
Samstag, 14.04.2012 | 15:53 Uhr
Anna Dogonadze (r.) und Jessica Simon scheiterten beim Versuch, ihren EM-Titel zu verteidigen
© Getty
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Anna Dogonadze strahlte. "Ich weiß nicht, die wievielte es ist. Aber für mich ist jede Medaille besonders", sagte die 39 Jahre alte Trampolinturnerin.

Bei den Europameisterschaften im russischen St. Petersburg sorgte ausgerechnet die "Turn-Oma" gemeinsam mit Synchronpartnerin Jessica Simon für die einzige Medaille des DTB.

Einen Tag nach dem Aus in der Einzelkonkurrenz reichte es für das Duo aus Bad Kreuznach im nicht-olympischen Synchron-Wettbewerb zwar nicht zur Titelverteidigung, aber immerhin zu Bronze.

Knapp an Platz zwei vorbei

Den Weltmeisterinnen fehlten 1,8 Punkte nach einigen kleinen Fehlern auf Rang zwei, den sie noch in der Qualifikation belegt hatten. "Natürlich ärgert uns das schon ein wenig", gab Dogonadze zu - es überwog aber deutlich die Freude.

Der Titel ging an die Weißrussinnen Tatiana Piatrenia und Swetlana Makshtarowa (48,5 Punkte) vor dem Duo Catherine Driscoll/Amanda Parker aus England (47,7). Bundestrainer Michael Kuhn sprach von "ganz großer Klasse. Sie haben trotz der Fehler die Übung zu Ende geturnt. Das zeigt die Routine der beiden."

Dogonadze "ein Wahnsinn"

Die Einzelfinals am Samstagnachmittag fanden ohne deutsche Beteiligung statt. Dogonadze hatte sich durch den zehnten Platz in der Qualifikation am Freitag aber in der internen Olympia-Ausscheidung gegen Simon (11.) durchgesetzt.

Als erste Trampolinturnerin startet sie in London bei ihren vierten Olympischen Spielen. "Ein Wahnsinn", kommentierte Kuhn.

Mit der Bilanz der Männer konnte der Bundestrainer allerdings auch am Finaltag nicht zufrieden sein. Nach dem Aus im Einzel und im Team mussten Daniel Schmidt/Kyrylo Sonn (Bramfeld/Bad Kreuznach) im Synchron-Finale ihre Übung abbrechen und sich mit dem achten Platz begnügen.

Der Sieg ging an die Weißrussen Kazak Nikalai/Modzel Viachaslau (49,9). "Das Abschneiden der Männer knickt mich persönlich. Da waren viele Enttäuschungen dabei", gab Kuhn zu.

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